Elektroauto auf Langstrecke, funktioniert das?

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    • Ich brauche noch immer ein wenig "Überzeugung" für mich. Für die Nutzung im Nahbereich, also im Umkreis von 120 km um den Wohnort herum, bin ich von der aktuell umgesetzten E-Mobilität mit Fahrzeugen der max. Größe eines MINI oder Corsa (besser Up o.ä.) überzeugt.

      Für die mehrmals im Jahr gefahrenen Urlaubstouren zwischen 300 und 4.000 km glaube ich immer noch nicht so ganz an das Konzept. Die tatsächlichen Reichweiten bei einem Autobahntempo -außerhalb von Baustellen oder Limitierung- zwischen 120 und 150 lassen die Reichweite bei den bezahlbaren E-Mobilen schmelzen wie Schnee in der Sonne. Für eine Fahrt nach Südtirol möchte ich aber nicht mindestens 4 Ladestopps einplanen oder mitten in den Alpen bzw. Kroatien eine Ladesäule suchen müssen. Selbst der Taycan eines Freundes kommt so gefahren kaum über 300 km Reichweite.

      Wie sieht es den z.B. bei einem Modell 3 von Tesla aus? Hat da jemand schon Langstreckenerfahrung bei meinen "Tempovorgaben"? Ich weiß, dass ich oder auch alle deutschen Autofahrer*innen zusammen nicht die Welt retten werden und trotzdem sollten wir es versuchen.

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      Greetings vom Max

      "Spontanität will gut überlegt sein"

    • Das Model 3 liegt bei 150km/h auch nicht weit über 300km ... das macht fast gar kein E-Auto. Wenn das - inklusive dem „Ich möchte nicht zum laden stoppen“ - der Ansatz ist, dann muss man klar sagen: Dann sind die aktuellen E-Autos einfach die falsche Lösung. Selbst Kollege Carmaniac mit seinem Audi e-tron musste bei der Fahrt nach Italien mehrfach laden (ist übrigens ein lustiges und auch interessantes Video)

      Der Rest der Diskussion sind die üblichen (aus meiner Sicht berechtigten) Gegen-Punkte des gemeinen Deutschen, der eben nicht mehrfach im Jahr in D in Urlaub fährt (ich persönlich hab aber schon den Horror, wenn ich 4-stellige km-Zahlen und Auto in einem Zusammenhang höre :love::) )

      EDIT: Ich seh ja jetzt erst, das ist ja mein Lieblings-Thread ... der Thread passt auch nicht. Das Urlaubsthema ist ja weder Fehlinfo, Vorurteil noch fehlendes Wissen. vielleicht sollten wir dafür mal einen eigenen Thread aufmachen, wo die E-Fanboys mal die gewöhnlichen Gegenargumente posten können :)

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    • minimax666 schrieb:

      Selbst der Taycan eines Freundes kommt so gefahren kaum über 300 km Reichweite.
      Der Taycan hat ja auch keine besonders hohe Reichweite. Ein Model 3 Long Range schafft laut ADAC auf der AB ca. 420 km. Allerdings mit "gemäßigtem" Tempo.
      Generell kann man sagen, dass man für Langstrecke noch 2-3 Jahre warten muss. Der nächste VW ID Kombi (Space Vizzion) soll 700 km schaffen, also AB so um die 600 km.
      Aktuell hat der Lucid Air die größte Reichweite, auf der AB ca. 550 km.
      Wer statt der AB die Landstraße nimmt kommt allerdings weiter.
      www.THEMINI.ROCKS /// Koffer / Felgen / Reifen / Fahrwerk / Tieferlegungsfedern / Spurverbreiterungen / Werkzeug
      I MAKE YOUR MINI SEXY DOT COM :thumbsup:
    • minimax666 schrieb:

      dass ich oder auch alle deutschen Autofahrer*innen zusammen nicht die Welt retten werden und trotzdem sollten wir es versuchen.
      Nur mit der E-Mobilität werden wir nicht die Welt retten. Nicht wir in D, nicht alle Erdenbürger.
      Es gehören viel mehr Bausteine dazu.
      Aber: Jeder kann etwas dazu beitragen.

      Für uns ist klar: Zur Not Miete ich mir für die Langstrecke einen Verbrenner, oder ich fahre mit dem Zug und nehme mir am Zielort einen passenden Mietwagen.

      Irgendwann - hoffentlich in absehbarer Zeit - wird es Mobilitätskonzepte geben, die genau dieser Userverhalten unterstützen werden.

      Ich glaube dran!

      „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“
      Konrad Adenauer

      Beste Grüße vom Feger Michi - unser F54 S ist unser letzter Verbrenner Neukauf gewesen

    • Hab erst am Sonntag mit einem Tesla-Besitzer gesprochen, der regelmäßig nach Italien fährt. Er hätte es auch nicht für möglich gehalten, aber durch die neuen Supercharger verliert er so gut wie keine Zeit im Vergleich zu seinen Fahrten mit'm Verbrenner. Statt nach'm Sprit tanken gleich weiter zu düsen, trinkt er halt jetzt während dem Laden einen Kaffee oder isst eine Kleinigkeit. Und diese Pause hatte er mit'm Verbrenner ja auch gemacht, oft sogar zusätzlich zum Tankstopp.

      Gruß
      Markus

    • Whyara schrieb:

      Hab erst am Sonntag mit einem Tesla-Besitzer gesprochen, der regelmäßig nach Italien fährt. Er hätte es auch nicht für möglich gehalten, aber durch die neuen Supercharger verliert er so gut wie keine Zeit im Vergleich zu seinen Fahrten mit'm Verbrenner. Statt nach'm Sprit tanken gleich weiter zu düsen, trinkt er halt jetzt während dem Laden einen Kaffee oder isst eine Kleinigkeit. Und diese Pause hatte er mit'm Verbrenner ja auch gemacht, oft sogar zusätzlich zum Tankstopp.
      Etwas was der ADAC ( 7.Sinn ) schon seit den 60ér ?! predigt bei längeren Auto"bahn" fahrten. Zu dumm das das ja niemand interessiert. Irgendwie habe ich das Gefühl als wenn Autos mit Einzug der Elektromibilität nie mehr tanken dürfen müssen. Wir sind nicht auf der Carrerabahn. Selbst da kann ja mal der Strom ausfallen oder abgestellt werden. :whistling: Aber vielleicht wäre das die Lösung. Einfach jede neue Autobahn mit 2 Kupferspuren ausstatten. :saint:

      MINI Cooper R50 05-07,MINI ONE R56 07-08, MINI Cooper S R56 08-15, MINI JCW R56 15-19, JCW R57 19-...

    • Boonzay schrieb:

      Etwas was der ADAC ( 7.Sinn ) schon seit den 60ér ?! predigt bei längeren Auto"bahn" fahrten. Zu dumm das das ja niemand interessiert. Irgendwie habe ich das Gefühl als wenn Autos mit Einzug der Elektromibilität nie mehr tanken dürfen müssen. Wir sind nicht auf der Carrerabahn. Selbst da kann ja mal der Strom ausfallen oder abgestellt werden. :whistling: Aber vielleicht wäre das die Lösung. Einfach jede neue Autobahn mit 2 Kupferspuren ausstatten. :saint:
      Bei uns in der Gegend werden gerade Oberleitungen aufgestellt (hier) :/ Da fände ich die Carrera-Bahn-Variante optisch ansprechender und könnte auch von anderen Fahrzeugen genutzt werden. Bei einem SE wird es schwierig an die Oberleitung zu kommen, des sei denn er bekommt eine lange "Antenne" wie ein Boxauto, den Fahrstil habe ich ja schon :D
    • Mir fehlen auf der Langstrecke mit einem E-Mobil einfach die Erfahrungen und deshalb habe ich mich über die Antwort von @Whyara gefreut. Allgemeine Aussagen wie die von dir @Mini_Electric werden wohl nur wenig überzeugen umzusteigen.

      Der Zeitverlust auf längeren Strecken ist überhaupt nicht das Problem. Schon heute unterbrechen wir gerne. Wenn die Mehrzahl der Ladepunkte unterwegs aber in Industriegegenden oder wenig attraktiven Bereichen liegen, reizt das nicht unbedingt zu einer Pause.

      Mittlerweile denke ich auch, dass diese Gedanken aus der Unkenntnis entstehen und wir uns für eine der Nachcorona-Touren einen Stromer mieten und damit durch Deutschland fahren. Über weitere eigene oder ausgetauschet Erfahrungen zu diesem Thema würde ich mich freuen.

      Greetings vom Max

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    • Jetzt sind wir ja doch im Thema :) ...

      Ich glaube auch, dass viel an dem Bericht mit dem Tesla-Fahrer dran ist, den @Whyara oben erwähnt hat. Es ist halt nur „anders“, aber mit dem Schnelllader verlierst Du nur wenig Zeit und wenn Du dann noch einen Tesla hast, dann bist Du auf der noch sichereren Seite (weil die einfach mitgedacht haben).

      Ich hatte dazu letztens noch eine nette Diskussion mit einer Arbeitskollegin, die 2x im Jahr nach Italien (Pisa) fährt ... 900km. Die Strecke fährt sie meist zu zweit, d.h. mit wechselndem Fahrer, ohne Extra-Pause und 1 Tankstop. :S
      Wenn Du bei der Rechnung bist, dann stoppen die beiden 1x mit optionalem Kaffee für 15 Minuten und vielleicht noch 2 Extra-Fahrerwechsel-Stop.
      Wenn man das blank betrachtet, dann ist es aus meiner Sicht zwar Irrsinn, aber meine Arbeitskollegin ist schneller am Ziel, denn der o.a. Tesla müsste halt (bei höchstmöglichem Speed) 2-3x Laden (d.h. Rund 60-90 Minuten).

      Was glaub ich für die Langstrecke (aufgepasst, ich bin glaub ich ein Zwilling von @Feger_Michi :love: ... ich mag Langstrecke nicht und bin daher eher unerfahren):
      - Am Stück „Vollstrom“ fahren erhöht das Unfallrisiko, das verkürzt auch die Reichweite... warum keine geschmeidige 120 km/h
      - Pausen alle 2h ... macht Sinn, erhöht die Aufmerksamkeit und reduziert das Unfallrisiko
      - Die Pausen nutzt man gediegen zum Nachladen ... Die „Stromstops“ dauern mit den Prämissen 120 km/h für 2h auch keine 30+ Minuten am Schnelllader.

      Fazit:
      1. Für mich ist die Langstrecke (im Tesla) kein Problem. Es ist nur ein anderer Ansatz, dass man bewusste/geplante Stops macht, die primär zum Laden (+WC, Kaffee, kurz Luftschnappen, ...) nutzen kann.
      2. Wer mit den o.a. Prämissen nix anfangen kann und wem es da auf (zweistellige) Minuten ankommt —> Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber für den/die ist E-Mobilität aktuell halt nix
      3. Und eine spezielle Yoshi-Sicht: Die Lösung für 2 ist für mich KEIN grösserer Akku (Ressourcen, CO2), sondern effizientere Akkus, aber VOR ALLEM: Veränderte Verhaltensweisen (siehe 2) und Alternativen (in meiner heilen Welt möchte man (Auto-)Zug fahren, weil es easy, zuverlässig, sicherer, sauberer, entspannter und schöner ist —> ja, da ist noch viel zu tun :rolleyes: )

      @[headcrash] könntest Du vielleicht einen Thread ab #93 einen neuen Thread (sinngemäß) „Das Elektroauto auf der Langstrecke“ aufmachen? Ich find das Thema von @minimax666 super.

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    • Kurzer Nachtrag: Ja, ich kenne ecalc.ch ... Ich weiß, dass die optimale Reisegeschwindigkeit höher als 120 ist. Ich hab gerade mal nachgesehen ... der SE ist besser mit 130, das LR-Model 3 wohl bei 160. Es widerspricht nur meiner Grundhaltung, dass 160 nicht entspannend ist für eine Reise.

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    • Gerade mit Fahrassistenten und gemütlicher Geschwindigkeit sehe ich die Gefahr, dass die Leute ZU entspannt sind. Wenn du stundenlang vor dich hin fährst und nicht gefordert wirst, wirst du müde und unachtsam.
      Etwas Adrenalin in den Adern hilft bei der Konzentration. Ein Beispiel sind die vielen LKW-Unfälle. Die sehen oft ein Stauende gar nicht, weil die manchmal aus Langeweile noch einiges nebenher machen.

      Zu Langstrecke: es gab schon diverse Versuche mit versch. Autos mit welcher Strategie man schneller ans Ziel kommt.
      Bei einigen Fahrzeugen die sehr schnell laden können (Taycan, Audi E-Tron z.B.) macht es Sinn, schnell zu fahren und mehr zu laden.
      Bei anderen Fahrzeugen die langsamer laden ist man schneller, wenn man langsamer fährt und seltener lädt.
      Fährt man Tesla, braucht man sich um Ladestationen auch keine Sorgen machen, es gibt sehr viele, die funktionieren auch und haben so viele Ladepunkte, dass man immer eine freie Säule findet.

      Tesla Supercharger:
      today-europe.jpg

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    • YOSHI24 schrieb:

      Kurzer Nachtrag: Ja, ich kenne ecalc.ch ... Ich weiß, dass die optimale Reisegeschwindigkeit höher als 120 ist. Ich hab gerade mal nachgesehen ... der SE ist besser mit 130, das LR-Model 3 wohl bei 160. Es widerspricht nur meiner Grundhaltung, dass 160 nicht entspannend ist für eine Reise.
      Kann ich dir nur zustimmen :thumbup:
      Es kommt eben immer darauf an, wie man ankommen möchte. Die Spannweite reicht dann von möglichst schnell bis möglichst effizient. Möglichst entspannt dürfte ziemlich subjektiv sein, aber irgendwo dazwischen. Schnelles fahren kann anstregend sein, wenn man langsamer unterwegs ist, fährt man auch länger, was wiederrum auch anstrengend sein kann. Ich empfinde langsames Fahren grundsätzlich nicht problematisch und finde es schöner, möglichst effizient unterwegs zu sein (ich mag allgemein keine Verschwendung). Trotzdem wäge ich dann bei Fahrten schon mal ab, ob ich nicht doch lieber 10 km/h schneller fahre und dafür etwas und vor allem "gefühlt" früher am Ziel bin oder eben nicht.
      Fazit: es gibt nicht DEN richtigen Weg, der Übergang ist fließend :)
    • Elektroauto auf Langstrecke, funktioniert das?

      So, neuer Thread wurde wie gewünscht erstellt.
      Ich kann nur aus meiner Erfahrung mit dem Tesla Model 3 SR+ berichten, da funktioniert Langstrecke trotz geringerer Batteriekapazität prima. Zum einen ist er einfach wahnsinnig effizient (da er leichter als der Longrange ist) und man kann mit dem Spaßpedal recht gut die Reichweite beeinflussen. Von 90% auf 10% Akku komme ich ca 300 km effektiv im Sommer bei 120-130 km/h. Das ist mittlerweile auch meine angenehme Reisegeschwindigkeit, die ich versuche konstant zu halten (spart wieder Energie und ist dank Autopilot auch völlig easy). Tesla ist bis jetzt der einzige Hersteller, der die Ladevorgänge auch perfekt ins Navi integriert hat, da muß man gar nicht nachdenken oder suchen, das funktioniert einfach und ist dank konservativer Schätzung auch immer easy zu erreichen der nächste Ladepunkt. Ich habs auch schon mal an anderer Stelle erwähnt, das mit den Ladestops ist auch anders als das gewohnte Tanken, da tankt man, fährt das Auto noch auf den Parkplatz, Zwischenstop in der Keramikabteilung und dann noch einen schnellen Kaffee. Jetzt stöpselt man die Kiste an die Ladesäule, erledigt auch die genannten Sachen und wenn man fertig ist, stöpselt man wieder ab. In den allermeisten Fällen ist der Ladevorgang schneller als man selbst. Fazit: Langstrecke funktioniert mit passendem Akku und Ladenetz schon heute, wenn man nicht zur Fraktion der 1.000-km-am-Stück Fahrer gehört und effektiv ist es keine Einschränkung, maximal eine Umstellung.

      Ein Zeichen für Intelligenz ist der stetige Zweifel. Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun. - Jaggi Vasudev

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von [headcrash] ()

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