Ich poche darauf einen persönlichen Berater zu bekommen. Schon bei Kauf des Fahrzeugs. Und der Verkäufer ist dann für mich für die Lebenszeit des Fahrzeugs zuständig (solange er da ist). Das mache ich bei Kaufabschluss klar. Sonst woanders hin.
Da darf dann gerne der Werkstatt-Berater "dazukommen", aber ich halte den ursprünglichen Verkaufsberater verantwortlich.
Wenn ich in "meine" Niederlassung reinkomme, grüßen die mich sofort beim Namen. Wissen ungefähr was ich will und arbeiten zügig. Der Serviceleiter hat sich mir persönlich vorgestellt. Ich bin aber auch immer "scheißfreundlich", gut gelaunt und bei guter Arbeit bringe ich ne Haribo Rolle (5 EUR...) mit oder so.
bei Kauf wusste ich ja nun noch nicht, dass das so wird. Ich bin 37 Jahre jung und das war mein erster Neu-PKW. Motorrad habe ich schon mehrere neu gekauft, aber bei dem Honda Händler läuft das genau so, wie ich mir das vorstelle. Da versiecht auch mal ne Mail in der Inbox, aber insgesamt hat man konkrete Ansprechpartner zu konkreten Themen und erreicht die auch. Beim Neukauf habe ich damit schlicht nicht gerechnet. Davon abgesehen ist meine Verkäuferin von damals nicht mehr in der NL Berlin, sondern hat zu BMW Frankfurt gewechselt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Erwartungshaltung in der NL Berlin absolut unrealistisch wäre. Die haben da hunderte Kunden am Tag, Zehn- oder Hunderttausende Kunden insgesamt in der Datenbank. Da können sie kaum jeden mit Namen begrüßen. Selbst die Damen und Herren am Begrüßungstresen sind immer andere. Wüsste nicht, wie die mich überhaupt kennen bzw. wiedererkennen sollten. Bin ja nur alle 2 Jahre da.
- Nach dem zweiten Wechsel auf die Person bestehen, die mich ab dem zweiten Mal informiert hat.
- Alle 14 Tage nachhaken. Per E-Mail und sofort nach telefonieren. Es muss denen nervig und peinlich sein!
- Klarstellen, dass man die Leistung erwartet, die versprochen und bezahlt wurde (Premium-Preis? Premium-Leistung!)
- Klarstellen, dass es sich nicht um eine "Kulanz" handelt, sondern um einen von der NL verursachten Schaden. Die NL ist im Unrecht. Nicht Du musst denen nachrennen. Die müssen ihren Fehler wiedergutmachen.
- Liefertermin erfragen und Frist setzen.
- Spätestens nach dem zweiten Faux Pas den Service-Leiter verlangen. Danach jeweils eine Stufe höher. Bestenfalls hinfahren. Telefon und E-Mail sind eine Alternative, aber weniger fruchtbar.
- Und nach drei Monaten (Weihnachten war dazwischen, sonst früher!) hätte ich aus allen Rohren gefeuert:
- Geschäftsführung anschreiben, BMW in München darüber informieren, offizielle Frist setzen mit Drohung eines Anwalts
Alles in freundlichem, verständnisvollem Ton und mit Rücksicht auf alle Belange, aber auch mit Hinsicht auf persönliche Zeit, Anfahrtswege und persönliche emotionale Situation. Das ist unhaltbar meiner Meinung, kann dir das gut nachvollziehen.
Da muss ein Goodie rausspringen. In jedem Fall. So viel Ärger, weil die Schäden verursacht haben!
Der erste, mit dem ich dort zu tun hatte, war der Werkstattleiter bei Mini. Der war der, der mir auf insgesamt 4 Mails nicht mehr geantwortet hat. Die Rückrufbitten beim Service allgemein wurden, wie auch die Text-Anfrage beim Servicetermin ausmachen auch geflissentlich ignoriert. Daher habe ich kaum namentliche Ansprechpartner.
Ich habe keinen Dauerdruck gemacht, weil ich das Thema selbst aus den Augen verloren habe. Der Mini ist der Daily meiner Frau und sie merkt das da am Lenkrad gar nicht mehr. Ich werde nicht dran erinnert, wenn ich nicht selbst drin sitze. Mein mehr Nachdruck war das tägliche Nachfragen ab 1 Woche vor dem Termin. Dann kam ja auch Bewegung in die Sache, nur war das Lenkrad dann halt beim Termin beschädigt.
Ansonsten laut werden und auf den Tisch klopfen entspricht nicht meinem Naturell. Völlig egal, wer mir da gegenüber sitzt, kann nämlich auch nichts für die Situation und kann mir vermutlich auch nicht persönlich weiterhelfen. In so einem Großkonzern mit so verzweigten Entscheidungswegen und Zuständigkeiten ist halt nie nur einer zuständig. Auch Mini könnte sich ja doof stellen und behaupten, ich hätte das Lenkrad selbst beschädigt. Dann müsste ich mit Anwalt vor Gericht ein neues Lenkrad einklagen. Bis das dann in 3 Jahren durch ist, hab ich das Auto vermutlich gar nicht mehr. Ja, wahrscheinlich würde mehr Nachdruck schneller ein Ergebnis bringen. Aber ändern werde ich da auch nix und meine Konsequenz ist halt einfach, dass sie mich nicht wiedersehen