Ölwechsel nach dem Einfahren, 1939km MINI F56 One = jede Menge Metallpartikel und Abrieb

  • Auf den Bildern lässt sich nicht klar Metallabrieb erkennen.
    Wer Bedenken hat kann den alten Ölfilter zur Analyse in ein Labor schicken. Gar nicht so teuer.
    Per PN nenne ich gern einen Spezialisten.

  • Als ich in das Ölfiltergehäuse gesehen habe, dachte ich nur... gut das ich sowas mache.
    Jede Menge Metallpartikel, so viele das man diese hätte auch einer Haushaltswaage mit 1 Gramm Einteilung hätte wiegen können.

    muss ich jetzt schon wieder umdenken? In über 40 Jahren meiner Fahrpraxis habe ich es immer so gemacht, wie Du es jetzt nahelegst: wegen des Metallabriebs nach der Einfahrzeit das Öl gewechselt. Seit einigen Jahren nicht mehr, weil mir beim vorigen und jetzigen MINI vom Werkstattmeister glaubhaft versichert wurde, dass das bei modernen Motoren wegen besserer Fertigungsgenauigkeit nicht mehr erfordrlich ist. Ich dachte, das klingt vernünftig, zumal damit ja auf eine zusätzliche Einnahme beim :) verzichtet wurde.
    Das Forum hilft dabei (ausnahmsweise) mal nicht viel weiter, weil dieses Thema in mehreren Threads absolut kontrovers diskutiert wird :/

    Mein F55 Cooper - "Sterling" - wurde am 11.02.19 in Oxford gebaut, ist am 22.02. beim Händler eingetroffen und seit 05.03.19 glücklich bei mir.

  • Ist halt ein wenig eine Glaubensfrage. Ich glaube eben nicht, dass 30.000 km ok sind.
    Gutes Öl für 35 EUR im Netz gekauft, 80 EUR für den Tausch und gut ist’s. Ich fühle mich damit schlichtweg besser. Am Montag ist er dran, versuche dann mal, dem Monteur über die Schulter zu schauen und Fotos zu machen.

  • Xanthin, ich denke nicht das es nur eine Glaubensfrage ist.
    Hier gehts um Technik und Verschleiß und um die Frage wie "gut" sind Metallpartikel im Öl etc. Das ist mehr als nur Glauben...finde ich jedenfalls. Denn ich glaube nicht das ich Abrieb gefunden haben, es ist ein Fakt.
    Genauso ist es ein Fakt das ein Öl mit zunehmenden Alter schlechter wird, schlechter schmiert und weniger schützt, sich verdünnt, Additive sich verflüchtigen usw.


    Ich bin Maschinebauer mit Leib und Seele.
    Ich habe 20 Jahre als Qualitätsmanager im Messraum gearbeitet, dann weitere 5 Jahre als Serviceleiter in der Werkstatt.
    Wir haben jede Woche diverse eigene Ölproben ausgewertet und mehrmals pro Woche Ölprobenrgebnisse von Kunden erhalte, mit der Nachfrage wie diese zu Bewerten sind.


    Öle sind für rund 250 Stunden gut. Danach bauen die stetig aber sicher ab. Öle sind meiner Meinung nach sicher nicht für 3 Jahre und/oder 30tkm gut. Bei Kurzstrecken ist das sogar noch viel schlimmer. Einfach mal gebrauchtöl Analysen machen, die sehen bei Kurzstreckenautos richtig bescheiden aus, es ist immer sehr viel Metallanteil vorhanden und eine erhebliche Ölverdünnung festzustellen.


    Deweiteren ist meine sichere Einstellung zu den Toleranzen folgende: Es ist keine Toleranz gut genug um einen Motor nicht einlaufen lassen zu müssen.


    Bestes Beispiel: Richtig teurer Hochpräzisionslager aus Spindelantrieben für Werkzeugmaschienen (Irgendwo um 500 bis 1000Euro pro Lager, ca. Handteller groß, vergleichbare Standardlager kosten weit weniger als ein Zehntel)).
    Wenn man diese nicht nach einer bestimmten Vorgehensweise einlaufen lässt (wird im eingebauten Zustand in der Werkzeugspindel computergesteuert erledigt), würden die Lager beim ersten Dauerlauf der Werkzeugspindel auf zulässige Maximaldrehzahl schlicht und ergreifend fest fressen. DIE Toleranzen DIESER Lager, sind weit weg von dem was in jedem Verbrennungsmotor eingebaut wird. Die sind nahe am geometrischen Ideal, aber dennoch nicht nah genug um nicht einlaufen zu müssen!


    Soll heißen, die Aussage, dass heute die Toleranzen so gut sind as Motoren nicht mehr einlaufen müssen, ist in meinen Augen völliger Quatsch.
    Siehe letztendlich mein Ölfiltergehäuse eines stahlneuen Mini One nach satten 2000km


    Jetzt werde ich fies, die vollendete Verwirrung kommt nun...
    Es gibt es folgende wissenschaftliche Aussage zum Thema einfahren: https://m.heise.de/tr/artikel/Wie-ge...=1530009183003
    Aber, dort wird von "schonend" gesprochen.
    Was ist schonend? Untertourig fahren? Was ist untertourig fahren? In meinen Augen ist untertourig fahren teilweise bereits das, was der Mini im Display als Schaltempfehlung vorschlägt.
    Ich fahre einen Motor anfänglich über 2000U/min und bis max 3000U/min ein, dass die ersten 300-500km, die nächsten 500km steigere ich auf 3500U/min und die letzten 1000km (bis 2000km) sind 4000U/min erlaubt, kurzfristig auch mal 4500U/min.
    Dann der Ölwechsel mit bekanntem Ausgang. Wohlgemerkt, da bin ich bereits oft über der Schaltempfehlung des Minis gefahren.


    Ich schreibe hier bewusst "in meinen Augen" und "meiner Meinung nach"
    Ich persönlich bin davon überzeugt das es genau so ist wie ich es hier geschrieben habe...letztendlich auch durch meine Berufserfahrung.


    Schade das so wenige den ersten Ölwechsel selbst machen bzw. in einer Werkstatt machen lassen wo man noch mit unter dem Auto herlaufen kann und beim Ölwechsel zusehen kann.
    Der Mini ist auch von unten ein interessantes Auto und hat mich echt zum staunen gebracht. Das Beste ist echt das durchgehend fette Auspuffrohr des kleinen Motörchens, sieht aus wie eine Gruppe A Anlage aus vergangegen Zeiten.
    Aber man sieht auch gute Technik an Radaufhängung und Kunststoffteilen, die den Preis des Autos für mich tatsächlich ein wenig transparenter machen.


    Übrigens, kauft man ein neues BMW Motorrad mit einem hochgezüchteten Motor, wie die S1000RR, R oder XR, ist die ersten ca. 1000km eine Drehzahlsperre bei 7000U/min vorhanden, welche erst nach der Einfahrinspektion nebst Ölwechsel entfernt wird! Erst danach hat man dann freien Zugang zur vollen Drehzahl des Motors. Warum nur...? ;)


    Gruß

  • @Chefschrauber interessant erläutert und genau daher „glaube“ ich daran, dass ein oder zwei Wechsel pro Jahr (je nach Beanspruchung) sinnvoll sind, ähnlich @380Volt.
    Mein Bekannter (Motorprofi) hat mal gesagt, diese 0w30 Öle für alles und jeden seien die Pest. Was genau er meinte, kann ich nicht sagen, nur dass es für mich persönlich und mein Profil bessere Öle gibt.
    Ich bin aber auch einer von diesen Kontroll-Nerds und wechsel lieber öfter und früher und fahre meine Neuen ganz penibel ein, mache ich seit fast dreißig Jahren so und hatte bei rund 900TKM noch nie Motorprobleme.
    Zur Gruppe A - :thumbup: hatte genau die gleiche Assoziation... damals beim C Kadett GT/E...

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  • @Chefschrauber


    Bezüglich des Einfahrens bin ich voll und ganz bei dir... ich wäre vor 4 Jahren gar nicht auf die Idee gekommen - entsprechend der Aussagen, dass Einfahren nicht mehr nötig ist - gleich mit Volllast loszufahren...


    Statt dessen habe ich meine 11tägige Deutschlandtour (oder auch Einfahrtour) gemacht, an deren Ende 12.500 Kilometer auf dem Tacho standen und der Wagen dann zum ersten Service mit Ölwechsel ging... da war mein MINI keine vier Wochen alt...


    Für mich als technischen Laien war das vertretbar und ok...


    Für meinen Wagen - und ich beziehe es ausdrücklich NUR auf meinen Wagen - halte ich 30.000 + x Kilometer für den Ölwechsel ok. Beim Vorgängerfahrzeug habe ich mal nach 69.000 Kilometern einen Wechsel machen lassen und das Öl von einem Fachmann - so wie du es auch durchführst und beschreibst - analysieren lassen. Es hat zu absolutem Erstaunen geführt, da das Öl in besserem Zustand war, als bei vielen Fahrzeugen nach 15.000 Kilometern.


    Ich bin in einem internationalen Club der Kilometermillionäre und die meisten schwören auf kurze Ölwechsel-Intervalle - insbesondere meine amerikanischen Freunde, wo Ölwechsel früher nur wenige Dollar kosteten, sehen 5.000 Meilen (ca. 8.000 Kilometer) als Optimum an. Dort sind die meisten verwundert, dass ich mich traue, die vier- bis fünffache Distanz zu fahren.


    Bei unserem Kurzstrechen-Kombi, der etwa 12.000 Kilometer im Jahr gefahren wird, lasse ich übrigens alle 10.000 Kilometer das Öl wechseln...




    Grüße
    Peter

  • Also ist schon interessant warum nein und warum doch..... Fakt ist das es jeder selber entscheiden kann, und wie ich das sehe spielt es für einige Mitmenschen eh keine Rolle da die meisten ihr jetzt so heiß geliebtes Schätzchen nach max. 5 Jahren doch ersetzen....., aber egal was hier steht oder geschrieben wird, auch in Zukunft werde ich alle 10-15000km einen Ölwechsel machen und meine bisher 46 Autos die ich gefahren habe habe ich wie beschrieben eingefahren nach alter Methode und bin immer gut damit gefahren... mein 1. Auto ein VW Käfer läuft seit 1978 mittlerweile hat er 614000km auf der Uhr..... er hat ein H Kennzeichen und wird noch lange halten.... übrigens hat er letzte Woche seinen 68sten Ölwechsel in seinem Leben bekommen.

  • Hier gehts um Technik und Verschleiß und um die Frage wie "gut" sind Metallpartikel im Öl etc.

    da hast Du ja ein paar eindrucksvolle Posts geschreieben, die nachdenklich machen. Warum gibt es aber dann keine Empfehlung des Herstellers (wie früher), nach der Einfahrzeit einen Ölwechsel zu machen? Möchte man einen vorzeitigen Motorverschleiss, damit die Kunden neue Autos kaufen? Kann ich mir nicht so recht vorstellen.

    Schade das so wenige den ersten Ölwechsel selbst machen bzw. in einer Werkstatt machen lassen wo man noch mit unter dem Auto herlaufen kann und beim Ölwechsel zusehen kann.

    Bei MINI kostet so ein Ölwechsel über 200,- €, aber wo sonst kann ich ihn machen lassen, wenn ich die Gewährleistung nicht gefährden will?

    Jetzt werde ich fies, die vollendete Verwirrung kommt nun...
    Es gibt es folgende wissenschaftliche Aussage zum Thema einfahren: https://m.heise.de/tr/artikel/Wie-ge...=1530009183003
    Aber, dort wird von "schonend" gesprochen.

    da bin ich nicht ganz bei Dir. Fazit des Artikels ist eine Aussage von Mercedes als Negativbeispiel: "Je mehr Sie am Anfang den Motor schonen, desto zufriedener werden Sie später mit der Motorleistung sein." Die Aussage dazu ist: "Vergessen Sie es – und starten Sie einfach durch."

    Mein F55 Cooper - "Sterling" - wurde am 11.02.19 in Oxford gebaut, ist am 22.02. beim Händler eingetroffen und seit 05.03.19 glücklich bei mir.

  • schönes thema hier :thumbup:


    ich hol mal popcorn und lese mir mal alles durch
    :0007:


    und keine sorge: es wird weder eine meinung noch eine aussage zum thema öl/einfahren/mimimi geben :0008:

    Ich habe kein Grund das zu sagen, ich hab auch keinen Anhaltspunkt das zu sagen, aber ich sage es einfach mal:
    Es gibt Momente im Leben, da muss man einfach seine Meinung sagen, ohne zu wissen worum es eigtl geht :0016::0009:

  • Statt dessen habe ich meine 11tägige Deutschlandtour (oder auch Einfahrtour) gemacht, an deren Ende 12.500 Kilometer auf dem Tacho standen und der Wagen dann zum ersten Service mit Ölwechsel ging... da war mein MINI keine vier Wochen alt...


    Wow. 12.500 km in 11 tagen ist eine Einfahrtour de luxe :D


    Für meinen Wagen - und ich beziehe es ausdrücklich NUR auf meinen Wagen - halte ich 30.000 + x Kilometer für den Ölwechsel ok. Beim Vorgängerfahrzeug habe ich mal nach 69.000 Kilometern einen Wechsel machen lassen und das Öl von einem Fachmann - so wie du es auch durchführst und beschreibst - analysieren lassen. Es hat zu absolutem Erstaunen geführt, da das Öl in besserem Zustand war, als bei vielen Fahrzeugen nach 15.000 Kilometern.


    Begleitet dich MINI dabei?