Spritpreisentwicklung
Gestern hatte ich mit einem Freund auch die Diskussion über die Spritpreisentwicklung und er ärgerte sich sehr über die Abzocke, insbesondere die Steuerlast und
fragte mich, was denn eigentlich in meinen Aufzeichnungen für 2012 stehen würde, als der Barrel 110 $ gekostet habe und somit gleich viel, wie der aktuelle Ölpreis.
Auf Grund des damals hohen Ölpreises für ein Barrel (159 Liter) war der Preis für einen Liter Diesel mit 1,479 € auf einem historischen Höchststand.
Ich habe dann mal die Infaltionsraten seit 2012 fix in eine Tabelle eingepflegt und kam zu einem Preis von 2,279 € für den Liter Diesel raus. Mit Blick in meine Favouriten-Liste
bei Clever-Tanken zeigte sich gestern ein Literpreis von 2,289 €. Wenn man die Inflation berücksichtig, dann zeigt sich also, dass es verglichen mit 2012 keinen inflationsbereinigten Preis-
anstieg gegeben hat. Da es 2012 noch keine co2-Steuer gab, ist Kraftstoff damals sogar teurer gewesen als heute (im Vergleich zum Einkommen).
Zu Berücksichtigen ist, dass seit 2021 die co2-Steuer dazu kommt, die von Anfangs 21 € pro Tonne auf inzwischen 55 bis 65 € pro Tonne angehoben wurden. Die co2-Steuer beruht auf
dem Brennstoffemissionshandelsgesetz und soll (ganz bewusst) fossile Brennstoffe verteuern und den Umstieg auf alternative Energieformen vorantreiben. Bis 2030 soll die co2-Steuer auf 100 bis
150 € pro Tonne steigen, bis 2040 dann auf etwa 400 € pro Tonne.
Hieraus folgt für die kommenden Jahre, dass die co2-Steuer von aktuell 17,3 Cent auf etwa 30 Cent in 2030 und ungefähr 1,25 € pro Liter in 2040 nach aktueller Lage steigen wird.
Politisch birgt das erheblichen Sprengstoff, den schon bei Einführung 2021 hat dieses zu Unmut in der Bevölkerung geführt, was mit weiter steigendem Satz eher noch steigen wird.
Wohin das führt, sehen wir leider aktuell in den Wahlergebnissen.
Was als Anreiz zum Umstieg von den Machern des Brennstoffemissionshandelsgesetz gedacht war, wird von der Bevölkerung als Gängelung und ungerechtfertigte Verteuerung des Lebens
gesehen und an den Wahlurnen "abgestraft".
Es bleibt abzuwarten, wie es sich weiter entwickelt. Eigentlich kann man nach wie vor nur jedem raten, beim Neuwagenkauf ein e-Auto in Erwägung zu ziehen, um sich der Energiesteuer und
co2-Steuer zu entziehen.
Allerdings wird auch der e-Autofahrer mittelfristig nicht von Steuern verschont bleiben, da natürlich mit steigendem e-Auto-Anteil das Steueraufkommen sinkt und der Staat ja auf die Einnahmen
zur Finanzierung des Bundeshaushalts (bitte keine Diskussion über den Sinn von Ausgaben des Staates) angewiesen ist.
In Großbritanien müssen e-Autofahrer übrigens seit diesem Jahr eine Abgabe auf die gefahrenen Kilometer zahlen, da man dort auch gemerkt hat, dass die Steuern wegfallen.
Warten wir die Entwicklung ab.
Grüße zum Wochenstart
Peter