Ladeverhalten - Macht ihr bei 80% SoC Schluss?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ladeverhalten - Macht ihr bei 80% SoC Schluss?

      Bis zu welchem SoC lädst Du regelmäßig auf? 17

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Man hört ja als Neu E-Fahrer so viel ...
      "Um Gottes Willen den Akku nicht mehr als 80% laden, sonst geht der doch viel zu schnell kaputt!"

      Mich würde mal interessieren, bis wohin ihr eure Minis immer so aufladet ... es gehen ja eh' nur ca. 30 kWh rein ... und 80% davon wären bloss 24 kWh.
      Ich lade immer soweit es geht mit PV wenn die Sonne scheint, und auch auf der Arbeit bis 100%.

      Ist da was dran, auch bei so kleinen Akkus nich die volle Kapazität zu nutzen?

      Es geht mir hier jetzt um die Frage, wie es unter der Woche aussieht ... wenn man mal eine längere Fahrt macht, werden sicherlich auch die, die sonst nur bis 80% laden mal ganz voll machen ...

      ""
    • Gutes Thema :) ... Wir haben hier einige Leasing-Freunde, meine Wahrnehmung war auch bislang daher „mir egal“ :) ...

      Ich kann an dieser Stelle nur auf den Akku-Thread verweisen, wo ich ein paar Infos :love: gesammelt habe.

      Wenn Dir das zuviel ist, dann würde ich (wieder mal) ein Top-Video von A. Bloch (auch in o.a. Thread verlinkt) , insbesondere dort die Passagen rund um „schonendes Laden“ empfehlen.

      Da wir den SE lange halten wollen, werden wir uns grundlegend an folgende „Regeln“ halten:

      1. Den SOC immer zwischen 10-90% halten (Ausnahme: Ich fahre eine längere Strecke, dann lade ich kurz vorher voll). Ich tendiere sogar zu einer Range von 30-70%, weil unsere tägliche Durchschnittsfahrleistung die klassischen 30-40km sind.
      2. Im Winter wird sofort geladen, wenn ich heimkomme und nicht erst am frühen Morgen
      3. Schnell-Laden per DC ist nicht gut für den Akku, das benutze ich dann auch nur, wenn ich schnell viele kWh brauche
      4. Wenn ich die Zeit habe, dann lade ich auch per Schuko und den 2,3kW. Ich scheue aber nicht vor den 11kW via AC (das ist kein Schnell-Laden und gemäß aller Infos aus o.a. Thread auch „harmlos“)
      5. Wenn 100%, dann direkt losfahren und vor allem nicht im Sommer in die pralle Hitze stellen
    • Das ist mir alles viel zu aufwendig. Der SE wird als Zweitwagen vor allem in der Stadt genutzt - ca. 10 tkm im Jahr. Rd. 2x in der Woche wird abends angesteckt und morgens das Kabel wieder entfernt.
      Nach 6 Jahren hat der Akku dann ca. 500 AC-Ladezyklen (und vielleicht 50 DC) hinter sich. Schadet sicher deutlich weniger als das ständige Rekuperieren .......

    • YOSHI24 schrieb:

      Gutes Thema :) ...
      ...Da wir den SE lange halten wollen, werden wir uns grundlegend an folgende „Regeln“ halten:

      1. ...

      Das Thema finde ich auch sehr interessant und habe mich schon reichlich darüber informiert, jedoch noch nicht die ideale Vorgehensweise gefunden.
      Du warst schneller, aber meine Auflistung wäre sehr ähnlich ausgefallen, d. h., den Akkuladestand möglichst im Bereich von ca. 20-80 % zu halten und nur auf 100 % zu gehen, wenn man unmittelbar nach dem Laden losfährt. Im Winter möglichst den warmen Akku laden, heißt, sofort bei Rückkehr anstecken und nicht erst abkühlen lassen.

      Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, vorerst nur per Schukosteckdose mit 230 V zu laden (habe meine Heidelberg Wallbox wieder zurückgegeben), da ich keine Schnellladung benötige und werde beobachten, wie sich der Ladeverlauf in Richtung 100 % bei welchem Prozentsatz verlangsamt. Sobald ich dabei einen markanten Wert feststelle (ich vermute bei 85-90 %), werde ich nur noch bis dahin laden und wahrscheinlich immer bei ca. 15-20 % nachladen.
    • @chevini Guck Dir auch mal das Bloch-Video an ... Der erwähnt explizit 11KW als schonend (so auch viele viele andere) ... obgleich: die wahren Freaks sagen aber auch „Je niedriger, desto besser“. Insofern ist das jetzt nicht doof von Dir . Man findet sehr viele Tesla-Videos (gerade der Kollege > 1Mio) genau das beschreiben.
      Aber man muss halt aufpassen, 11KW AC in Punkto „Akku-Schonung“ nicht in die gleiche Kategorie wie CCS DC zu stecken. Das sind große Unterschiede ...

      Ich hab deshalb eine Wallbox, weil ich einfach auch mal zweistellige kWh in ner Stunde aufladen möchte (aka „wenn ich schneller Reichweite“ brauche). Ich überlege aber wirklich auch, ob ich nicht noch ein „anständiges“ Schuko-Ladekabel hole (was bei mir ungefähr so viel heißt wie „Kaufentscheidung gefallen, Artikel noch unsicher“).
      Aber, ich schweife schon wieder ab. Sorry fürs OT

      @roland1315 Ich widerspreche Deiner These auch. Wirklich niemand (und ich hab viel gelesen) sagt, dass Rekuperieren schädlicher ist als Laden (rein von meinem laienhaften physikalischem Verständnis auch einfach nur falsch). Lieber ein bisschen laden, als zu schnell und zu voll.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von YOSHI24 ()

    • Mein MINI ist geleast aber egal ist es mir auch nicht. Ich fahre täglich mindestens 100km. Würde ich nur auf 80% laden, also ungefähr 140-160km Reichweite, könnte es mal eng werden wenn die Ladesäulen bei meinem Arbeitgeber ausfallen (leider schon 2 mal der Fall gewesen). So komme ich auch 200km weit und kann eben am Tag darauf bei meinem Arbeitgeber laden ohne zu Hause oder gar unterwegs laden zu müssen. Am Wochenende und wenn ich Urlaub habe wird er dafür so gut wie nie geladen, lasse ihn aber auch nicht unter 20% oder über 90% länger stehen.

      Ich bremse nicht! Ich rekuperiere! ;)

    • Saabfahrer schrieb:

      Warum ist Rekuperation schädlich für den Akku?
      Leider finde ich die "Quelle" nicht wieder. Danach werden beim starken Rekuperieren sehr hohe Ladeströme in den Akku zurückgeführt. Ich habe noch eine Aussage in Erinnerung "dagegen sind die 11 kW ein Witz".
      Oder kennt jemand die Zahlen der Rekuperation? Da dies ja immer nur ganz kurze Momente sind und trotzdem relativ hohe Kw-Zahlen ausgewiesen werden, "scheint" mir das nachvollziehbar. Bin aber auf diesem Gebiet absolut Laie - insofern kann meine Aussage auch total falsch sein.
    • Ich schaue auch, dass ich meistens zwischen 80 % und 90 % lande. Da man beim MINI leider nicht einen SoC einstellen kann, bei dem die Ladung beendet wird, stoppe ich die Wallbox dann über die App. Dazu schaue ich natürlich vorher in die Connected App und dann erwischt man nicht immer genau die 80% bzw. meistens ist es so, dass die App z.B. 80 % anzeigt, ich stoppe und real sind es dann 85 %.
      Bei DC habe ich auch immer ein schlechtes Gewissen, aber beim Wochenendeinkauf und freier Säule ist es einfach sehr verlockend da noch ein paar kWh mitzunehmen :saint:

      roland1315 schrieb:

      Leider finde ich die "Quelle" nicht wieder. Danach werden beim starken Rekuperieren sehr hohe Ladeströme in den Akku zurückgeführt. Ich habe noch eine Aussage in Erinnerung "dagegen sind die 11 kW ein Witz".Oder kennt jemand die Zahlen der Rekuperation? Da dies ja immer nur ganz kurze Momente sind und trotzdem relativ hohe Kw-Zahlen ausgewiesen werden, "scheint" mir das nachvollziehbar. Bin aber auf diesem Gebiet absolut Laie - insofern kann meine Aussage auch total falsch sein.
      Beim stark Rekuperieren hatte ich auc schon mal 80 kWh/100 km gesehen, aber die Frage ist, welche Ladeleistung in kW wäre das dann? Da die Rekuperation in der Regel nur sehr kurz ist, halte ich es persönlich für nicht so gefährlich. Aber eine vorausschauender Fahrstil mit weniger harter Rekuperation wäre wahrscheinlich schon besser.
    • Rekuperieren bringt max. 2/3 der eingesetzten Energie zurück ... und das nie unter Dauerlast und nie minutenlang mit hohem Peak (genau das wäre aber das Schlimme für den Akku) ... Insofern ist das beim Mini locker < 11KW. Für mich ist das klar Fake News (selbst wenn es irgendwo stand)

      Zu den wichtigen Punkten:
      @DeTobi81 Es kommt ja wirklich auf den Case an. 100km sind ja anders als meine 40, insofern ist das für Dich (auch aus Kostengründen) total nachvollziehbar. Aber am Wochenende hättest Du ja Optionen und könntest mit ausreichend gefülltem Akku zur Arbeit fahren ;)

      Und ganz wichtig: Meines Erachtens darf man es auch nicht zu dogmatisch sehen. Ein E-Auto hat ein BMS, das ist schon mal wichtig. Wenn man sich grundlegend gute „Akku-Manieren“ angewöhnt, dann sollte das reichen. Das heißt aber im Umkehrschluss auch nicht, dass es viele gute Gründe gibt, es anders zu machen (wie z.B. dem Geldbeutel auch mal die Prio zu geben und wie @Benutzernamemit CCS beim Einkauf zu laden :) )

      Vielleicht übertreibe ich da ein wenig (es fühlt sich auch nicht so an), aber für uns passt diese „Übertreibung“ super :) ... Ich sehe es aber auch als „optimierungsbedürftig“ an, wenn man dauerhaft den Akku gen 0% drischt und dann immer 100% CCS nachlädt.
      Die Lehren aus dem E-Auto werde ich auf jeden Fall bei meinem bald einkehrenden neuen Smartphone beherzigen. Mal sehen, ob ich dann wieder nach 1,5 Jahren einen SOH von <85% habe :/:love:

    • Artikel mit Hintergrundwissen zu Rekuperation und Akkus gibt es hier:
      Rekuperation

      Leistungsfähigkeit von Akkus

      Fazit des Artikels: Wer sein Auto immer nur an der Schnellladesäule auflädt, muss mit zügigerer Alterung der Batterie rechnen.

      Auch wenn die Auto-Akkus eine etwas andere Zellchemie haben, gilt in etwa die Regel der Li-Ion-Akkus: Laden mit 1C (Verhältnis von Kapazität und Ladestrom), 2C stresst den Akku stark, bzw. darüber kann es irreversible Schäden geben.
      In unserem Fall lädt die 50kW-Ladesäule mit 1,67 C...

      Die Akku-Problematik hat mich auch mit dazu bewogen, die mobile Ladestation NRGkick Connect anzuschaffen, hier kann ich den Ladestrom per APP stufenlos von 2-11 kW einstellen und ebenfalls die zu ladende Energiemenge, sodass ich an die 80% SoC komme.

      Gruss
      Claus

    • ANZEIGE