Seltsam: MINI Bremsbeläge hinten nach 28t km runter?! Freie Werkstatt = Kulanzverlust?

  • Wenn man die Bremsbeläge ohne nervige Warnungen nach der Hälfte der Belagstärke bis zum wirklichen Ende nutzen möchte, dann könnte man höchstens den Sensor ausbauen und mit einem Kabelbinder außerhalb befestigen. Den original verbauten indischen Hersteller kannte ich bis jetzt noch nicht.


    Lars

    Den Sensor kannst nicht ausbauen

    Das ist ein Draht im Belag den es durchtrennt und dann meckert der BC

    Da hilft nur im Stecker eine Brücke dann ist die Meldung weg

  • Ach, echt? Ich kenne die Verschleißsensoren normalerweise so, dass im Belag ein "Draht" steckt, der dann bei entsprechendem Belagverschleiß die Bremsscheibe berührt und damit den Stromkreis schließt und eine Fehlermeldung wirft. Bei VAG Fahrzeugen ist das zumindest normalerweise so.

    Die von dir erwähnte Variante ist aufwändiger in der Fertigung, hat aber den "Vorteil", dass man die Warnung eben nicht einfach "ausschalten" kann, indem man den Draht raus zieht. Das haben windige Gebrauchtwagenhändler immer gerne gemacht.


    Ich finde allerdings den "Tipp", einfach den Verschleißwarner auszubauen, um dann ohne Meldung weiter zu fahren, auch ein wenig gefährlich. Wenn die Meldung da ist, sollte man eigentlich auch zeitnah ran. Es kann zwar theoretisch sein, dass manchmal der Warner etwas früh anschlägt, aber die Verschleißgrenze ist halt auch nicht 0mm. Laut WHB an meinem Superb ist die Verschleißgrenze (letzte Rille, da muss getauscht werden) 2mm und es kann je nach Bremsbelagaufbau auch sein, dass die Trägerplatte in den Bremsbelag "hineinragt" um ihn besser zu verankern. Da müsste mann dann zwingend bei augenscheinlichen z.B. 3mm Bremsbelagdicke tauschen, da man sich sonst mit diesen Verankerungen die Bremsscheiben beschädigt. Worauf ich hinaus will: wenn die Meldung an geht, sollte man eigentlich auch halbwegs zeitnah tauschen und nicht den Sensor deaktivieren.


    Man unterschätzt auch gerne, wie viel mehr Fleisch neue Bremsbeläge haben. Hier mal von meinem Superb ein Bild der hinteren Beläge nach ca. 90.000km ggü. den neuen ATE Belägen

    Bremsbelag.jpg

  • VAG ist der Draht auch im Belag und wird durchtrennt

    Da berührt nix und schließt

    Den Kontakt brücken ist natürlich nur eine Notlösung und sollte auch nur von Leuten gemacht werden die wissen was Sie tun

    Denn wie schon gesagt ist bei Warnung noch Restbelag drauf den man nutzen kann

  • So hier jetzt mein Update nach einem Besuch beim BMW Händler

    Kilometerstand 22.001 bisschen Bremsklötze hinten verschlissen, Restbelag stärke 8 mm Warnkontakt schleift an der Bremsscheibe

    Die drei anderen Bremsklötze haben alle mindestens 10 mm Restbelag

    Laut der Aussage vom Werkstattmeister haben neue Bremsklötze 15 mm Belag stärke was so viel es ist gerade mal ein Drittel vom Belag abgenutzt

    Hilft alles nix. Die Kontrollleuchte ist an Kostenpunkt 450 € für einen Satz Bremsklötze.

  • Mh das ist dann auch keine optimale Ausnutzung der Beläge aber wenn der Kontakt anspricht was willst machen schon etwas ärgerlich

    Ein Lächeln kostet weniger als elektrischer Strom und gibt mehr Licht.

  • Mh das ist dann auch keine optimale Ausnutzung der Beläge aber wenn der Kontakt anspricht was willst machen schon etwas ärgerlich

    Ich will niemanden was Böses unterstellen oder sogar behaupten, dass man künstlich die Reparaturkosten hoch treibt aber die Verschleißanzeige ist schon sehr optimal zu Gunsten der Werkstätten platziert

    Freh finde ich 300€ für die Klötze

  • Ich will niemanden was Böses unterstellen oder sogar behaupten, dass man künstlich die Reparaturkosten hoch treibt aber die Verschleißanzeige ist schon sehr optimal zu Gunsten der Werkstätten platziert

    Freh finde ich 300€ für die Klötze

    Das formuliert sich auf der Couch ganz leicht.


    Wenn aber ein Unfall geschieht, weil die Bremsen durch waren, dann zeigen alle auf den Hersteller.

    Sichert der sich ab und macht es "Fail-safe", um dein Leben und das der anderen Insassen als auch der anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen ist es auch nicht recht.


    Wenn alles gut ist und man es besser weiß, hat man weiter oben ja einen Hinweis erhalten, wie man "noch gute" Bremsklötze weiterfahren könnte.


    Zudem, sollte man die Ursache herausfinden, sonst passiert das erneut.


    War der Bremsklotz falls eingespannt (eher unwahrscheinlich)? --> Hersteller.

    Hat die Anzeige/ der Sensor verfrüht ausgelöst? --> Hersteller.


    Viele kenne mich bereits: ich lasse den Fehler nicht auf mir sitzen. Insbesondere nicht bei 450 EUR Kosten, wenn die fremdverschuldet sind. Der Kontakt soll ja viel später auslösen. Ist also ein Produktionsfehler. Oder die Bremse sitzt "schief". In jedem Falle nicht deine Schuld. So würde ich das sehen und auch entsprechend bei der Werkstatt diskutieren.

  • Ja aber wenn der Sensor schon bei einer Belagstärke von 8 mm anspricht dann finde ich das mehr wie verfrüht , bei mir waren noch 4-5mm drauf was ich auch noch viel finde lasse mir 2-3mm gefallen aber 8mm finde ich krass

    Ein Lächeln kostet weniger als elektrischer Strom und gibt mehr Licht.