Mini fährt die ganze Zeit nach rechts - nichts hilft :-(

  • Um nochmal alle Spekulationen über einen Unfall des TE zu stoppen: Mein Countryman S, 2018, 80.000km ist 100% unfallfrei und hat EXAKT das selbe Problem - zieht nach rechts, alles schon versucht - Räder getauscht, Spureinstellung gemacht, nichts hilft...


    Auf der Autobahn extrem nervig, würde mich so sehr über eine Lösung freuen...


    Mein Opa (Mechaniker) meinte bei alten Autos hat man einfach die Spur leicht in die andere Richtung eingestellt und damit hat sich's erledigt, die Jungs bei der Spurvermessung sagen aber, dass dies beim Mini nicht einstellbar ist. Ich weiß leider nicht genau welcher Parameter das war - ob Sturz, Nachlauf usw., auf jeden Fall das, was das Auto zum ziehen in die andere Richtung bringt ist nicht einstellbar, man müsste ein Teil (wahrscheinlich Spurstange) wechseln...

  • Um nochmal alle Spekulationen über einen Unfall des TE zu stoppen: Mein Countryman S, 2018, 80.000km ist 100% unfallfrei und hat EXAKT das selbe Problem - zieht nach rechts, alles schon versucht - Räder getauscht, Spureinstellung gemacht, nichts hilft...


    Auf der Autobahn extrem nervig, würde mich so sehr über eine Lösung freuen...


    Mein Opa (Mechaniker) meinte bei alten Autos hat man einfach die Spur leicht in die andere Richtung eingestellt und damit hat sich's erledigt, die Jungs bei der Spurvermessung sagen aber, dass dies beim Mini nicht einstellbar ist. Ich weiß leider nicht genau welcher Parameter das war - ob Sturz, Nachlauf usw., auf jeden Fall das, was das Auto zum ziehen in die andere Richtung bringt ist nicht einstellbar, man müsste ein Teil (wahrscheinlich Spurstange) wechseln...

    Dann haben wir beide wohl einfach Pech und einen von Zehntausenden Minis die einfach nicht geradeaus fahren wollen ;(


    "Eigentlich" gebe ich es jetzt auf :(

    Zufrieden bin ich dennoch nicht - nicht weil das Auto immer noch nach rechts zieht - sondern weil es einfach keine Antwort gibt :rolleyes:

  • Dann haben wir beide wohl einfach Pech und einen von Zehntausenden Minis die einfach nicht geradeaus fahren wollen ;(


    "Eigentlich" gebe ich es jetzt auf :(

    Zufrieden bin ich dennoch nicht - nicht weil das Auto immer noch nach rechts zieht - sondern weil es einfach keine Antwort gibt :rolleyes:

    Das letze wäre tatsächlich noch ein Bordstein beim Vorbesitzer, also müssten wir einen Querlenker tauschen....

  • Kurzes Update - Nach Montage der 18 Zoll Sommerräder hat sich das Ziehen ca. um 50% verbessert...(im Winter 17 Zoll, beides Originalgrößen, kein Runflat)

    Keine Ahnung warum er mit 18 Zoll weniger zieht...

  • Hallo zusammen,

    Hallo ttoomm

    Hallo mcsf56


    ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich den Thread noch einmal aufgreife. Ich fahre zwar keinen Mini/F56, sondern einen M235i F44. Soweit ich weiß, basieren die Fahrzeuge jedoch auf derselben UKL2-/FAAR-Plattform.

    Ich habe tatsächlich genau das beschriebene Problem und kann anhand der Videos sagen, dass es bei mir 1:1 genauso ist. Ich habe eben auf die Schnelle auch noch zwei Situationen aufgenommen, auf denen das Verhalten ganz gut zu erkennen ist: https://youtube.com/shorts/-_erNERONRg?si=DF8s7_KHnml3fDse

    (Sämtliche Assistenzsysteme habe ich über den Intelligent Safety Knopf vollständig deaktiviert)


    Zum ersten Mal ist mir das Problem im November 2025 nach der Montage der neuen Winterreifen aufgefallen. Damals meinte meine Niederlassung, es läge an den selbst beschafften Pirelli Powergy Winterreifen. Es wurde eine Achsvermessung gemacht und ich war zunächst zufrieden. Im Frühjahr habe ich dann wieder die Sommerreifen montiert und das Problem war auf einmal deutlich stärker als im Jahr zuvor, obwohl ich diese Reifen bereits gefahren war und das Verhalten nicht so in Erinnerung hatte. Die Niederlassung vermutete daraufhin erneut die Reifen als Ursache, da es noch die Erstausrüstungsreifen von 2020 waren. Im Sommer dieses Jahres habe ich dann neue Continental SportContact 7 gekauft. Damit wurde das Problem allerdings noch schlimmer. Ab diesem Zeitpunkt begann die eigentliche Reparatur und Austauschaktion.


    Bisher wurde Folgendes gemacht:

    • Sechsmal Achsvermessung bei BMW NL inklusive Neukalibrierung des Achsvermessungsstands durch den BMW Dienstleister.
    • Räder achsweise sowie über Kreuz zum Testen getauscht.
    • Neues Lenkgetriebe inklusive neuer Axialgelenke.
    • Neue Spurstangenköpfe.

    Beim Tausch des Lenkgetriebes musste BMW die komplette Vorderachse ablassen. Auch dabei konnte nichts festgestellt werden.

    Bemängelt wurde außerdem meine Zubehörbremse. Verbaut sind Zimmermann Coat Z Bremsscheiben im M-Performance ähnlichen Design in Kombination mit Pagid Street+ Belägen. Ich habe das Fahrzeug gestern aufgebockt und die Räder im Leerlauf gedreht. Zwischen links und rechts konnte ich keinen Unterschied feststellen, beide Seiten lassen sich gleich "schwer" drehen. Wenn ich die Beläge etwas von der Scheibe wegdrücke, verschwindet zwar das Schleifgeräusch aber sonst nichts. Für mich ist die Bremse als Ursache daher eher ausgeschlossen.


    Das Auto habe ich zudem bei einem BMW Händler als unfallfrei gekauft. Auch bei CarVertical ist alles unauffällig und am Fahrzeug selbst gibt es keine Hinweise auf einen Unfallschaden. Außerdem war das Auto zuvor ein BMW Fuhrparkfahrzeug.


    Vielleicht ist auch noch interessant zu erwähnen, dass das Problem zweimal verschwunden war, bevor BMW das Lenkgetriebe getauscht hat. Beide Male hatte ich das Auto vorher selbst zu Hause auf dem Wagenheber, meistens um die Räder zum Testen zu tauschen. Danach bin ich in der Regel nur kurz zum Luftprüfen gefahren und habe dabei auch die Reifendruckkontrolle zurückgesetzt. Am nächsten Morgen war das Problem allerdings immer wieder da.


    Ich rätsle nun ebenfalls seit Anfang des Jahres daran herum. Meine BMW Niederlassung hat inzwischen keine Ideen mehr, sodass sogar der technische BMW Support aus München mein Fahrzeug als praktisch irreparabel eingestuft hat, da bereits alles nach Leitfaden geprüft, versucht und ausgetauscht wurde. Keiner weiß mehr weiter und ich bin mittlerweile wirklich verzweifelt.

  • Hallo,

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag.

    Dann teilen wir ja nahezu identische Leidensgeschichte… Auch wenn bei mir noch nicht so viel repariert oder ausgetauscht wurde.


    Bei mir ist das Problem nach wie vor und völlig unverändert vorhanden. Ich habe es aber ehrlich gesagt etwas aufgegeben, weiter Zeit und Geld zu investieren, weil ich genauso wie du vor einem kompletten Rätsel stand und stehe.


    Ich hoffe, dass du deine Reparaturen nicht alles aus eigener Tasche bezahlen musstest, sondern dass es über Kulanzgelaufen ist

  • Bis auf die Kosten für die Achsvermessung und den Ersatzwagen, den ich leider eine Woche lang beruflich dringend gebraucht habe, musste ich am Anfang nichts bezahlen. Letzte Woche wurden dann noch die Spurstangenköpfe getauscht, die ich allerdings selbst übernehmen musste, da sie als Verschleißteile gelten und es dafür weder Garantie noch Kulanz gibt. Am Ende waren es trotzdem knapp 900 € plus theoretisch noch 700 € für die neuen Sommerreifen. Die hätte ich zwar früher oder später wahrscheinlich sowieso erneuert, weil sie schon älter waren, aber wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir vermutlich nochmal überlegt … :S


    Bis gestern hatte ich ja die Bremsen im Verdacht, aber ich denke, das hat sich mittlerweile erledigt. Eine Sache beschäftigt mich aber trotzdem noch. Warum war das Problem vor dem Tausch des Lenkgetriebes zweimal verschwunden, nachdem ich das Auto jeweils auf dem Wagenheber hatte und das RDC zurückgesetzt habe?


    Gestern habe ich das RDC nach dem Abnehmen der Vorderräder, um nach den Bremsen zu schauen auch zurückgesetzt. Dabei hatte ich kurz den Eindruck, dass das Lenkrad, solange der Fortschritt noch bei 0 % war, gerade stand und das Auto sich ganz normal verhalten hat. Sobald der Fortschritt weiterlief, wurde das Lenkrad wieder schief und das Auto zog wieder nach rechts. Ich wüsste allerdings nicht, was das RDC mit der Lenkung zu tun haben sollte oder ob es irgendwelche Sensoren gibt, die miteinander kommunizieren. Vielleicht war das in dem Moment auch einfach nur Zufall und die Straßenverhältnisse haben den Eindruck gegeben. Trotzdem finde ich es merkwürdig, dass das Problem zweimal sicher weg war, bis das Auto wieder über Nacht stand. :/ Eigentlich hört sich das für mich ja nach einem Problem am Fahrwerk an. BMW hat mir aber versichert, dass dort alles in Ordnung sei.

  • Ich habe genauso wenig für dein Fahrzeug eine Erklärung wie für meinen eigenen Mini… Und ich habe ja auch wirklich viel durch und viel probiert und viele Leute drauf und drunter gucken lassen… Und mein Mini war auch direkt in einer BMW Mini Niederlassung für eine Vermessung und alles drum und dran und es hat sich nichts geändert :rolleyes:


    Mich nervt mittlerweile gar nicht mehr so die Tatsache, dass der Mini nach rechts zieht, sondern vielmehr, dass ich dem Rätsel nicht auf die Spur gekommen bin. Also ich möchte eigentlich viel mehr wissen, woran es liegt, als dass das Auto gerade fährt. :D


    Ich habe es aber aufgegeben, Zeit und vor allem Geld weiter zu investieren…