Tempolimit auf Autobahnen, dafür oder dagegen ? Welche Umwelt-/Klimaschutzmaßnahmen bewegen uns als Autofahrer ?

  • Da stimme ich dir zu 100 % zu

    Ich auch

    dann biete ich Euch (noch) die A31 an ^^


    auf einer Autobahn in Frankreich, wo ich brav meine 130 km/ gefahren bin, wurde ich von ein paar
    geringfügig :D schnelleren Fahrzeugen überholt. Einige Zeit später traf ich sie auf einem Rastplatz bei der Startaufstellung für die nächste Etappe wieder :2352: :
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    Mein F55 Cooper - "Sterling" - wurde am 11.02.19 in Oxford gebaut, ist am 22.02. beim Händler eingetroffen und seit 05.03.19 glücklich bei mir.

  • Tja, bin jetzt auch nicht der größte Freund von Tempolimit. Aber wenn ich mir die ewig vollen Straßen, besonders Autobahnen, anschaue, reift schon seit geraumer Zeit in mir der Gedanke, dass der Verkehr möglicherweise flüssiger sein könnte mit Tempolimit. Mathematisch ist das ja wohl auch zu belegen. Und unsere Baustellen tun ein Übriges dazu, dass wir in unserem steten Vorwärtsdrang aufgehalten werden.
    Wenn ich daran denke, dass ich für die 250 km Gmünd - Freiburg vor 20 Jahren nur gute zwei Stunden gebraucht habe, aber heute eher 3 bis 3++, graust es mir davor, auf die Piste zu gehen.
    Schnell fahren ist auf unseren vollen Straßen auch einfach viel zu gefährlich. Und nachts schlafe ich heutzutage lieber, als auf einer Autobahn zu fahren, um mal V-max zu testen .. Schaun'mer mal, was da kommt ..

  • Auch ich fahre hin und wieder mal ganz gerne schnell - aber ich fürchte dass das reiner Egoismus ist. Autofahren hat nun mal definitiv negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit. Im Moment gibt es keine durchsetzbare Alternative zu Autos und den Individualverkehr, aber langfristig wird man sich ein neues und ökologischeres Verkehrskonzept überlegen müssen - je schneller, umso besser. Ich bin übrigens auch nicht davon überzeugt, dass Elektroautos uns "retten" werden. Wenn man jetzt mit Tempolimits etwas zum Schutz der Umwelt beitragen kann, dann sollte man das auch machen. "Freie Fahrt für freie Bürger" halte ich für recht großen Blödsinn - keinem geht was an seiner Freiheit verloren, wenn er nicht so schnell fahren darf, wie er will. Und dass das mit verantwortungsvollen Autofahrern nicht funktioniert, beweisen genug Betrunkene und Raser (wobei gegen die auch kein allgemeiner Tempolimit hilft, weil denen das sowieso egal ist).
    Ich fürchte, wenn wir (als Menschheit insgesamt und jeder einzelne in seinem Bereich) nicht ein wenig einschränken, dann werden die Konsequenzen deutlich unangenehmer werden, als nur ein Tempolimit von 130...
    Mir fällt es auch schwer und ich bin nicht wirklich konsequent, aber ich fürchte so viele Alternativen gibt es nicht...

  • Ich hoffe nur, dass die Entscheidung schnell getroffen wird. Es könnte mich bei meiner Auswahl des nächsten Fahrzeuges beeinflussen.


    Auch innerhalb der Stadtgrenze gibt es mehr und mehr neue Blitzer ...


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    ... so dass man eigentlich neue Prioritäten setzen könnte/müsste/sollte. :(

    Beste Grüße


    Freddie B.



    E30 - E36(2) - E46(2) - E36(5) - E46(3) - E46(C) - E85 - E88 - E89 - F56 One

  • Ich bin sicher nicht für ein generelles Tempolimit. Aber diskutieren, ohne dabei polemisch zu werden, muss erlaubt sein.
    Man muss sich doch fragen, ob alle anderen Länder der Welt dumm sind, weil sie ein Tempolimit haben, oder ob wir die Dummen sind.


    Ich persönlich denke, dass die Zeiten, in denen LKW 1 mit 82 km/h fährt, LKW 2 mit 89 km/h, Pkw 1 mit 120 und Pkw 2 mit 220 und das alles auf immer enger werdenden Raum, langsam vorbei sind.
    Dieser Egoismus funktioniert so halt nicht mehr. Klar, es gibt noch Strecken wo man recht gefahrlos rasen kann, aber das wird doch immer weniger.

  • Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte?


    Für mich macht es einen Unterschied, ob
    1.) Tag, Nacht, Wochenende, Berufsverkehr
    2.) 2, 3 oder 4 Spuren.


    2 Spuren kann aus meiner Sicht gut und generell eingeschränkt werden...
    England, Frankreich, Holland lässt sich entspannt fahren.


    Es darf halt nicht zu kompliziert sein/werden.

  • Es geht wohl weniger um das Ergebnis als eher um die politische Umsetzbarkeit.


    Seit Jahrzehnten darf in Deutschland ohne Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren werden. Das ist weltweit bekannt und die "German Autobahn" ist eine Sache, um die uns viele beneiden. Auch wenn sie oft nicht wissen, wie wenig freie Strecken es überhaupt noch gibt.


    Wenn jetzt ein Verkehrsminister oder eine Bundesregierung das generelle Tempolimit beschließt, werden diese Leute ihr ganzes Leben damit in Verbindung gebracht. Auch viel später noch würde es der beschließenden Partei noch schaden.
    Diese Regierungspartei wäre für etliche Wahlen für viele Leute nicht mehr wählbar. Und es würde immer heißen: "Unter dem Bundeskanzler/Bundeskanzlerin wurde damals die Freiheit der Autofahrer beschnitten."
    Und das will sich sicherlich kein Politiker auf ewig nachsagen lassen.


    Das nicht vorhandene Tempolimit ist den Deutschen genauso wichtig wie den US-Amerikanern ihr Recht auf Besitz einer Waffe.
    Ein Verbot wird sich dort auch kein Politiker trauen.


    Das ist jetzt keine Wertung, ob ich ein Tempolimit persönlich gut finde oder nicht.

  • Seit Jahrzehnten darf in Deutschland ohne Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren werden. Das ist weltweit bekannt und die "German Autobahn" ist eine Sache, um die uns viele beneiden. Auch wenn sie oft nicht wissen, wie wenig freie Strecken es überhaupt noch gibt.

    Das wirft dann aber höchstens die Frage auf, ob "das haben wir schon immer so gemacht..." ein guter Ratgeber ist. Wenn sich herausstellt, dass ein bisheriges Verhalten schädlich ist, so sollte man doch überlegen, ob man nicht davon ablässt.
    Die amerikanischen Waffen, die Du anführst sind ein ähnliches Beispiel. Klar bekommt jeder, der will, auch bei schärferen Gesetzen eine Waffe und die Gangs sowieso - also ist das sicher nicht die Lösung aller Probleme, aber vielleicht erschießen sich ein paar Kleinkinder weniger selbst, wenn nicht überall Waffen wie selbstverständlich verfügbar sind. Man muss sich eben überlegen, was einem seine vermeintliche "Freiheit" wert ist. Wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass das Wert ist, dann nur weiter so.
    Wenn nur die Chance besteht, das so unwesentliche Einschränkungen (nur 130 fahren, nicht jeder hat eine Waffe unter dem Kopfkissen), so sollte man die doch nutzen - meine Meinung zumindest.

  • Es ist sicherlich schwer zuzugeben, dass die Vernunft die Zustimmung zu einem Tempolimit signalisiert. 130 wäre dann ein durchaus angemessener Kompromiss.


    Eine Verknüpfung von Tempolimit und Emmisionsausstoß ist für mich allerdings fraglich. Selbst die Elektromobilität ist nicht der Weisheit letzter Schluss. So lange wir noch Kohle für die Verstromung nutzen sinken ja nur die lokalen Werte. An den Produktionsstandorten der Energie und bei der Fahrzeugherstellung sieht das schon wieder anders aus.


    Aufgrund der vielen individuell steuerbaren Tempolimitanzeigen auf den BAB wäre es durchaus möglich in verkehrsarmen Zeiten ein höheres, als das dann vielleicht vorgegebene Tempo von 130, zu erlauben.


    Leider sind auf allen Seiten viel Emotionen in der Debatte und damit wird das Ergebnis nie allen gefallen können.

    Greetings vom Max


    Dummheit ist ein weit verbreitetes Gut, das manche stolz wie ihr Allerheiligstes vor sich hertragen.

  • Eine Verknüpfung von Tempolimit und Emmisionsausstoß ist für mich allerdings fraglich.

    Wie kommt das? Wenn ich "zügig" fahre zeigt mein Durchschnittsverbrauch was mit 9 Litern an, wenn ich mit 130 längere Strecken auf der Autobahn fahre komme ich auf 6,irgendwas Liter. Nicht nur physikalisch ist es leicht nachvollziehbar, dass schneller fahren mehr Verbrauch verursacht. Fahre ich zum Beispiel mit der zuerst genannten Fahrweise zu meiner Mutter, so darf ich bei ihr nachtanken, wenn ich die Strecke im Green und Tempomat auf 130 fahre, komme ich mit einer Tankfüllung hin und zurück.
    Sicher wird das alleine die Welt nicht retten und der von Dir genannte Kohleausstieg bei der Stromerzeugung wird vermutlich deutlich mehr bringen, aber wie man so schön sag: "auch Kleinvieh macht Mist".