Ein Kunde arbeitet bei Conti in der Entwicklung. Der hat mir erzählt, wie viel Hirnschmalz in die Entwicklung der Gummimischungen fließt. Nur durch die Spezialisierung der Mischungen ist es möglich, dass sowohl Grip als auch niedriger Rollwiderstand (was beim SE durchaus ein wichtiges Thema ist) funktionieren. Für Winterreifen wird eine ganz andere Mischung, die sehr viel weicher ist, verwendet. Es gibt nunmal keine Mischung (das wäre Nobelpreisverdächtig) die sowohl bei 50° Asphalttemperatur als auch bei -20° funktionieren und dabei auch noch Rollwiderstandsarm wären - vom Profil ganz zu schweigen. Nebenbei hat er angemerkt, als ich ihn auf Reifentests angesprochen habe, dass zu Tests nie Serienreifen geschickt werden, sondern immer "besondere" Exemplare. ![]()
Natürlich sind die, die die Reifen fahren, zufrieden. Das könnte man auch mit einem schlechten Sommer- oder Winterreifen, wenn man die speziellen Stärken der jeweiligen Reifen gar nicht nutzen muss.
Aber wie viele hatten schon eine Notbremsung, wo es ganz knapp geworden ist? Einmal nicht aufgepasst, der Vordermann muss bremsen, dann kommt es a) wie Göran richtig sagt, auf die Reaktionszeit und b) auf die Reifen und Bremsen an. Ein guter Reifen schenkt dir einfach noch ein paar hundertstel Sekunden, die entscheiden sind, ob man ein paar cm vor dem Vordermann zum Stehen kommt oder ob es kracht (oder eine Person zu schaden kommt).
Aber mal zu den Tests, wo der böse ADAC den tollen Reifen ja sooo schlecht macht - wenn Tests nicht mit den eigenen Erwartungen zusammen passen, dann muss der Test ja falsch sein, gell? ![]()
Die guten Adac Tests…
Der Michelin CrossClimate wird in anderen Test und Foren sehr gelobt.
Bei ADAC Tests bekommen GJR schon immer ganz besonders schlechte Bewertungen. Wenn aber z.B. unser Fahrsicherheitszentrum vom ADAC hier "Contidrome" heißt, könnte das auch etwas mit Lobbyarbeit eines Reifenherstellers zu tun haben, der lieber zwei Reifensätze verkaufen möchte.