Countryman SE - Rekuperation

  • Ich bin kürzlich den Countryman SE zur Probe gefahren und konnte beobachten, dass beim Bremsen die Nadel um so weiter im Bereich der Rekuperation gegangen ist je stärker ich gebremst habe.


    Im Nachhinein frage ich mich, kann man den Contryman SE rein durch Rekuperation zum Stehen bekommen? Merken geübte Fahrer wann die Bremsen greifen?
    Dann würde man die Bremsscheiben ja nur noch für Notbremsungen brauchen.

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  • ..., kann man den Contryman SE rein durch Rekuperation zum Stehen bekommen?

    Ich glaub Du verwechselst da etwas. Die Rekuperation ist keine Bremse.


    Rekuperation stammt vom von lateinisch recuperatio, was für Wiedererlangung, Wiedererwerbung steht.
    Sprich durch Betätigung der Bremse wird ansonsten verpuffende Energie genutzt um z.B. die Batterie zu laden. Diese Technik ist schon recht alt und wird seitens BMW schon recht lang genutzt um z.B. die Lichtmaschine zu entlasten, wodurch diese inzwischen deutlich kleiner ausfallen kann, obwohl Verbraucher im Auto deutlich angestiegen sind.

  • Ich glaub Du verwechselst da etwas. Die Rekuperation ist keine Bremse.

    Das die Rekuperation keine echte Bremse ist, ist mir schon klar.
    Aber hier mal ein Ausschnitt von https://www.autohaus24.de/ratg…eckgewinnung-beim-bremsen


    "Die technische Umsetzung einer Rekuperations-Bremse feiert in unserer Zeit bereits ihren 100. Geburtstag. So kennen etwa elektrische Lokomotiven die Verzögerung per Rekuperation spätestens seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.
    Mittlerweile gewinnen auch zeitgemäße Automobile mit elektrischem Antrieb einen Teil ihrer beim Bremsen umgesetzten kinetischen Energie mit einer Rekuperations-Bremse zurück. Gewöhnlich agiert dabei der Elektromotor als Generator, wodurch sich etwas Bewegungsenergie des Fahrzeugs in elektrische Energie wandelt. Diese rückgewonnene Fähigkeit zur erneuten Beschleunigung speichert der Akkumulator des Antriebssystems.
    Umgangssprachlich gesagt treibt während der Rekuperation der Schwung des Fahrzeugs den E-Motor an, der dadurch als Rekuperations-Bremse wirkt – das Fahrzeug verliert an Tempo."


    So gesehen ist es schon eine Bremse. Ob Mini es so umsetzt weis ich nicht.


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  • Ah Du hast quasi an den i3 gedacht, der ja wirklich bis auf 0 geht, wie hier im Video erklärt:


    soweit meine Erfahrungen bisher verzögert die Motorbremse beim Countryman SE nicht in dem Masse wie es beim i3 der Fall ist. Ich denke das wird beim F56 SE schon eher der Fall sein.

  • @Pastis, ja, danke, scheinbar ist das bei dem Thema nicht ganz so schnell beantwortet wie gedacht. :)


    @01goeran, ja, im Prinzip habe ich genau daran gedacht, wobei der Hybride generell eher ausrollt und erst mal scheinbar nur minimal rekuperiert. Mein Eindruck bei der Probefahrt war, dass beim leichten betätigen der Bremse eben mehr rekuperiert wird, bis irgendwann so viel Druck über das Bremspedal gegeben wird, dass die eigentlichen Bremsen greifen.
    Mit sehr dosiertem Druck auf das Bremspedal müßte man theoretisch zum Stehen kommen ohne die Bremsscheiben zu nutzen. Zumindest wenn man den Punkt findet, bis zu dem maximal rekuperiert wird.
    Vielleicht können das ja Countryman SE-Fahrer bestätigen.


    Vor drei Jahren habe ich mal einen Kia Niro zur Probe gefahren, bei dem war es deutlich zu spüren wann die Bremsen gegriffen haben. Bei dem Mini ist mir das nicht so negativ aufgefallen.


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  • Na, wenn du aus dem Gas gehst, erwartet der Fahrer eine bestimmte Verzögerung. Die kann vom Hybridmanager eingeregelt werden und setzt sich aus den mechanischen Verlusten plus dem, was der E-Motor rekuperiert.
    Beim Mini SE sind das 0,11 bzw 0,19g. Das letztere ist schon überraschend hoch, es wird sogar das Bremslicht eingeschaltet. 0,19g entspricht schon einer leichten Bremsung beim klassischen Verbrenner.



    Wenn du nun die Bremse drückst, erwartet der Fahrer eine gewisse, höhere Verzögerung. Wenn sich Hybridmanager und Bremssystem nun darüber unterhalten, wer wieviel der Bremsenergie liefert, kann man das untereinander aufteilen.



    So wird es (nehme ich an) im Countryman SE gemacht. Wenn die Bremse gedrückt wird, darf der E-Motor schlicht mehr laden und rekuperieren.


    Es gibt übrigens eine Menge Gründe, warum man nicht nur den E-Motor nutzt, statt Bremse.
    - wenn der E-Motor so stark verzögert, dass dass Auto potenziell instabil wird, muss es ganz andere Sicherheitsteste und Funktionen erfüllen
    - irgendwann kann die Batterie nicht mehr geladen werden, zumindest bei ganz kalten Temperaturen und hohem SOC
    - gerade bei hohen Tempo kann der E-Motor gar nicht soooo viel Radmomwnt stellen. Eine mechanische Bremse ist x mal stärker
    - Tesla hat enorme Probleme damit, dass die Bremsscheiben doch rostig werden und, wenn man mal eine Notbremsung ausführt, die Bremswirkung mau ist.


    Jörg

  • Kann mir jemand der einen CM SE hat oder zur Probe gefahren ist, beantworten ob der Plug in Hybrid dieses One pedal Bremsen /Fahren hat wie es sonst reine Elektro Fahrzeuge haben z. B. der I3 oder die Zoe?


    Sind neulich einen anderen plug in gefahren und der hatte es nämlich gar nicht. Stelle mir nun die Frage ob alle Plug in Hybriden das nicht haben oder nur dieses Fahrzeug ?(


    Wenn der CM SE das hat, müsste ich den wohl mal fahren und rechnen lassen 8o


    LG

  • Als ich letztes Jahr auf die Zulassung meines SE gewartet habe, hab ich für 5 Tage einen CM SE zur Verfügung gestellt bekommen. Kein one pedal-driving, musste "ganz normal" bremsen.

  • Ne.. kein one pedal driving. Soweit mir ist, gibt es keinen Hybriden, egal welcher Marke, mit one pedal driving. Du merkst zwar die Verzögerung beim loslassen des Gas Pedals (nicht im Green Modus) - ist herrlich Bremsen schonend, aber one pedal gibts ned.