Ich kenne Ingenieure aus der Autoindustrie. Aus der Motorentwicklung.
Wer sagt eigentlich, dass es bei alternativen Kraftstoffen bei den hohen Verlusten bleiben muss? Von der Effizienzsteigerung der Akkus sind ja auch alle überzeugt.
Wenn man in die anderen Systeme auch mal diese Förderungen reinpumpen würde ...
Die Brennstoffzelle ist schon alt und wird seit 1963 genutzt. Die ist ausgereizt. Ich kenne eine Ingenieurin die bei Audi am Wasserstoff dran war - da gab es nichts mehr zu entwickeln, nur noch bessere Tanks und die Autos drum herum.
Die bleiben ineffizient. An Akkus forscht derzeit die ganze Welt. Da ist noch viel Potential. Wasserstoff wird doch schon ewig gefördert.
Zudem ist Wasserstoff teuer. Die Preise an den Zapfsäulen derzeit sind nur möglich, weil der Staat da keine Steuern drauf erhebt. Steuerfreier Wasserstoff. Was glaubst du, wo der Staat als erstes Steuer drauf erhebt, wenn plötzlich ein Markt für Wasserstoff da ist? Für 100 km braucht man ca. 1 kg Wasserstoff. Macht 9,50 € (ohne Steuer!). Für 500 km zahlt man also 47,50 €.
Der Preis ist aber nicht mal kostendeckend und nicht mal grüner Wasserstoff.
Stellt man Wasserstoff durch Elektrolyse her, braucht man 55 kWh für 1 kg. Also fährt ein E-Auto mit der Energie ca. 400 km weit, ein Wasserstoffauto nur 100 km. Noch dazu braucht man 9 Liter Wasser für 1 kg Wasserstoff.
Ist das jetzt eine tolle Idee oder etwa nicht?
"Wenn man dann analysiert, die ganzen Verluste rechnet, kommt man schnell zu dem Schluss, weshalb es die Wasserstoffwirtschaft in der Vergangenheit nicht gegeben hat, weshalb sie sich heute schwer tut und weshalb sie in Zukunft vermutlich nie kommen wird: Es ist im Grunde genommen ein riesiges Energie-Verlustspiel. Und wir haben keine Energie zu verlieren, sondern wir müssen sehen, dass wir die Energie, die wir gewinnen, sinnvoll nutzen."
Ulf Bossel, Schweizer Maschinenbau-Ingenieur und Brennstoff-Zellen Experte
Synthetischer Treibstoff (E-Fuel) hat Wasserstoff als Grundstoff. Macht noch weniger Sinn.