Beiträge von bwm

    Jedes E-Auto hat Sicherheitsreserven ggü dem theoretischen Maximum der Zellchemie eingebaut. Deshalb wird ja immer eine Brutto- bzw theoretische Kapazität (im Falle des F56 SE 32,6 kWh) und eine Netto- bzw. nutzbare Kapazität (28,9 kWh) angegeben.

    Mini Electric Cooper SE
    Alle Details zum Mini Electric Cooper SE (2021-2024). Vergleiche Preise, Verfügbarkeiten, reale Reichweiten und Vebräuche von allen Elektroautos.
    ev-database.org


    Allerdings hft uns endnutzern bis auf ein Bauchgefühl diese Angabe nur bedingt weiter. Die rund 13%, die der SE da hat, sind prozentual eher viel. Fiat 500E hat auch 13% (42 kWh Brutto). Der BMW I5 hat 4% (84,4 kWh), Kia Niro EV hat 5% (68 kWh), Ioniq 5 5% (84 kWh)

    Das heißt, er sollte seine gewohnte Reichweite relativ lange halten. Mini behält sich da einen vergleichsweise großen Puffer. Aber es könnte halt sein, dass zum Beispiel die Stromentnahne aus dem Akku bei Vollgas so groß ist, dass der Akku im Mini schneller verschleißt als bei anderen. Oder hunderte andere Sachen, die zum gleichen Ergebnis führen.


    Man kann das bei E Autos nicht so ohne weiteres durchsteigen, wie gut es dem Auto noch geht. Bei Verbrennern allerdings auch nicht. Ein JCW mit 100.000km, davon 20.000km trackdays ist nicht mehr so gesund wie einer mit 100.000km, die überwiegend bei gemäßigte Autobahn Fahrt abgespult wurden.

    1. Siehe Rückruf 08/2024 MINI Cooper SE - KBA 13833: Code 0061750800 - 0061520800 - 0061530800 Technische Aktion

    Und 2. Ist das Problem zu 98,3% ein anderes. Der von dir angesprochene Rückruf betraf nur ca 2.000 Fahrzeuge weltweit, 652 in Deutschland, während der Neue Rückruf (der nichts mit Undichtigkeit zu tun hat) 39.000 (also wohl alle) F56 SE in Deutschland betrifft. 652/39.000=1,7%

    Solange dein Auto nicht abgebrannt ist, ist dein Problem sehr wahrscheinlich ein anderes

    Schau mal hier

    Im Artikel beziehen Sie sich oben auf einen Rückruf von Anfang des Jahres. Da war das Problem, dass Wasser in den Akku eindringen konnte. Davon sind nur bestimmte ältere Modelle betroffen.

    "Die US-Behörde führte den Rückruf damals unter dem Kampagnen-Code 24V302. Einen Monat später erreichte der Rückruf Deutschland (KBA-Referenznummer 13833, Hersteller-Codes 0061520800 und 0061530800)."

    Bei dem Neuen geht es um etwas anderes. Im Rahmen der Behebung des ersten Rückrufs ist Ihnen aufgefallen, dass die Batterie bei potenziell allen Mini Cooper SE ein Isolationsproblem hat und sich unter bestimmten Umständen selbst entzünden kann.

    "BMW führt die Aktion intern unter dem Code 0061750800. Die NHTSA-Referenznummer lautet 24V-612."


    Der letztere ist bei meinem Mini offen. Lässt sich ja hier für die eigene Fahrgestellnummer checken

    Vehicle Recall


    Ich finde allerdings auch die Lösung für das Isolationsproblem sehr interessant.

    "Um die Fehler zu beheben, stellen die BMW-Händler ein kostenfreies Software-Update bereit. Darüber wird eine Diagnosefunktion im Auto installiert, die Fehler in der Batterie erkennt und daraufhin veranlasst, den Akku auf unter 30 Prozent seiner Kapazität zu entladen. Der Energiegehalt lässt sich daraufhin auch nicht mehr über dieses Limit bringen."

    D.h. das Problem der Isolation wird nicht behoben, dem Auto wird nur beigebracht, es zu erkennen und sich dann selbst" abzuschalten" im übertriebenen Sinne. Sie hoffen also offenbar, dass das bei den meisten erst nach der Batterie Garantie auftritt.

    Im ADAC Artikel steht:

    "Um das Risiko zu reduzieren, sollte der Ladestrom auf 10 Ampere oder weniger begrenzt werden."

    Und genau das tut der MINI FFC ja. Er lädt an Schuko nur mit 2,3kW, was 230V*10A entspricht.

    An der blauen CEE Dose lädt er mit 3,7kW oder 230V*16A


    Das ist übrigens nicht nur durch Alterungsprozesse. Eine Schuko Dose muss afaik nach Norm die Belastung mit 16A nur für 1h aushalten können.

    Aber der Mini FFC lädt von vornherein nur mit 10A in einer Schuko Dose und hat außerdem die Temperaturüberwachung im Stecker. Also wenn Schuko Laden, dann mit dem FFC

    Moooment. Bei VAG ist ein spezifisches Problem, dass die aus "Komfortgründen" (das ist die offizielle Begründung) schon bei Schrittgeschwindigkeit in den 2. Gang schalten und dort dann die Kupplung schleifen lassen. Dem kann man vorbeugen, indem man das Getriebe in den manuellen Modus schaltet und dann manuell in den 1. Gang geht.


    Ein allgemeines Problem beim langsam fahren ist aber, dass ein DKG ähnlich wie eine manuelle Kupplung unterhalb einer gewissen Geschwindigkeit nur mit schleifender Kupplung fahren kann. Voll eingekuppelt und mit Standgas erreicht man eben eine gewisse Geschwindigkeit und wenn man langsamer als das Fahren will, geht das nur über die schleifende Kupplung. Da hat die Wandlerautomatik den Vorteil, dass die Kraft über ein Öl übertragen wird und damit dort nichts schleift.


    Die Frage ist also, um welche Geschwindigkeit es geht? <~10 km/h mag jedes DSG, genau wie manuell, nicht. Zwischen ~10 und ~15km/h ist das meines Wissens ein VAG spezifisches Problem, dass das DSG da schon in den 2. Gang geht, man kann es aber manuell in den 1. Gang zwingen.

    Ahoi

    Habe eine Frage, die mir vermutlich niemand beantworten kann, aber Fragen kostet ja erstmal nix.


    Wir laden den Mini überwiegend zu Hause am PV Überschuss. Das Problem damit ist, dass das Auto ja tagsüber bei Frauchen auf Arbeit steht. Und gerade jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden (und unmittelbar nach den Ferien, wo die Schultage lang sind), ist das Auto einen großen Teil der Zeit, die die Sonne scheint, außer Haus.

    Unsere PV Anlage hat nominal 10kW peak, maximale Produktion sind üblicherweise 8.500 Watt, wenn die Sonne ideal steht.

    Ich habe als "Ladeinfrastruktur" eine normale Schuko Dose, eine PV Überschuss Schuko Dose und eine 16A CEE Dose. D.h. ich kann aktuell mit entweder 2,4kW (Schuko) oder mit 11kW (CEE) laden. Nix dazwischen. Das wurmt mich.


    Mir ist bewusst, dass es einige Wallboxen gibt, die das halbwegs intelligent können. Meine PV Anlage ist aber von Senec, die nicht übermäßig kooperativ ggü anderen Anbietern sind. Die günstigste Senec Wallbox, die solaroptimiertes Laden kann, kostet fast 1.000€ ohne Installation. Und die kann auch nur 1- oder 3-phasig (scheinbar nicht 2).

    Ich habe aber überlegt, ob man nicht ein "Adapterkabel" von einem Elektriker bauen lassen könnte, in dem nur 1 (3,7kW) oder 2 (7,4 kW) Phasen tatsächlich verbunden sind. Die andere(n) Phasen wären dann stillgelegt. Dann könnte ich das manuell mit dem FFC machen. Die Frage ist: Kann der das? Wie würde der reagieren, wenn man ihn mit einem Kabel anschließt, an dem nur 1 oder 2 Phasen verbunden sind. Weiß das jemand?

    Naja, das mit der Dauerleistung ist immer so eine Sache. Maximum 16A könnte heißen, dass die Dose die 16A nur für 1s aushält oder sowas.

    Allerdings: wenn sie 16A maximum kann, sollte sie auch 10A dauerhaft können. Das ist das, wofür Schuko Steckdosen ausgelegt sind und das ist das, was der FFC permanent zieht. Sollte also tatsächlich passen.

    Ich würde aber an deiner Stelle bei den ersten Malen immer mal wieder hin gehen und die Temperatur und vor allem alle sichtbaren Gehäuse und Kontakte auf Verfärbungen oder Verformungen checken. Falls du eine Wärmebildkamera hast, auch damit mal drauf schauen.

    Denke aber, dass das Ding passt

    Bist du sicher, dass die WLAN Steckdose permanent 2,4kW ab kann? Viele sind nur bis 1.000 oder 1.500W zulässig und könnten, wenn sie billig zusammengeschustert sind, bei dauerhaft mehr Leistung anfangen, zu brennen.


    Und das mit der Endzeit musst du beobachten.

    Mein Mini wird beim Laden an 11kW oft vor der ursprünglich angezeigten Zeit fertig, beim Laden an einer Schuko Steckdose auch gerne mal später. Später hat in meinem Fall 2 Ursachen:

    1. die geschaltete Steckdose geht nur bei ausreichend PV Überschuss an und damit bei Bewölkung gelegentlich vorübergehend aus

    2. Viel häufiger: der Mini FFC überwacht die Temperatur im Stecker und schaltet bei hoher Temperatur am Stecker den Ladevorgang ab und lässt den Stecker etwas abkühlen.