und 4. je nach Situation wäre Erfüllungsklage auch eine theoretische Option.
Wenn du die gleichen AGB bekommen hast, die alle anderen bekommen haben dann sollte dort drin stehen, dass Preisanpassungen von Mini aus nur dann möglich sind, wenn zwischen Bestellung und voraussichtlichem Liefertermin maximal 4 Monate liegen. Wenn du im November bestellt hast und einen voraussichtlichen Liefertermin im Februar genannt bekommen hast (wichtig ist, dass der Februar auch in der Auftragsbestätigung steht) dann ist Mini da ziemlich eindeutig im Unrecht.
Allerdings muss dir klar sein, dass du das Auto dann trotzdem nicht zeitnah bekommen wirst. Und ob du das Verfahren gewinnst ist auch alles andere als Gewiss, da der Ukraine-Krieg ja schließlich erst danach angefangen hat. Andererseits kann Mini das Auto ja immernoch so liefern bzw. ggf mit noch mehr als der bestellten Ausstattung. Sie wollen nur nicht. Insofern ist der Krieg eigentlich keine Ausrede. Mit einem guten Anwalt sehe ich da halbwegs realistische Aussichten auf Erfolg aber meine bisherige Erfahrung mit dem Rechtssystem ist, dass das laaaaaaaaaange dauert. Rechne mit 1-2 Jahren, bis das Entschieden ist. Bis dahin wirst du dein Auto nicht bekommen. Und auch danach eher nicht mehr, weil bis dahin ja wahrscheinlich ein ganz anderer Mini rauskommt.
Also wenn du das Auto zeitnah haben willst dann bleiben nur Preis akzeptieren bzw. mit dem Händler Vereinbarungen treffen. Gerade Sachen, die den Händler wenig kosten (Inklusiv-Service, Werkstatt-Gutschein) halte ich für realistisch machbar. Wenn dir das Auto so zu teuer ist und du keinen Stress willst dann stornieren. Wenn dir mehr oder weniger egal ist, ob du das Auto bekommst und du "streitlustig" bist dann mit einem Anwalt beraten und eventuell Klagen.