Bremsscheiben totalschaden nach 20.000km

  • Ich drück Dir die Daumen, das es neue auf Kulanz Beteiligung gibt, wenigstens die Arbeit sollte übernommen werden.


    Axo: Bremsen rund um Suhl und Co? Da hat es gut Gefällestrecken mit 18%... Wir fahren mal zum Grenzadler. Oder die 248. Mehrere 100tkm verballert da in 20 Jahren, so nie gehabt. Wird schon klappen.


    LG robojr

  • So habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Es ist gut Möglich das die Scheibe nur außen und nicht mehr innen gebremst hat

    Kann so was wirklich über längere Zeit möglich sein....


    Mit meinem technischen Halbwissen würde ich vermuten dass, wenn nur die äußeren Klötze einseitig an die Scheiben gedrückt werden, eine enorme Belastung auf die Scheiben wirkt und die Scheiben sich mindestens schnell verziehen oder sogar eher reißen bzw. brechen, noch bevor sie Motorseitig innen durch sich nicht anlegende Klötze so schmuddelig aussehen können.
    Mal ganz abgesehen von der schlechten Bremsleistung die eigentlich auffallen müsste.


    Zumindest weiß ich jetzt wo ich bei den Saison bedingten Radwechseln mal genauer hinschauen muss..............

  • Es gibt halt unterschiedliche Scheibenqualitäten - ALLES WAS LANGE HÄLT BRINGT UNS KEIN GELD...

    Ich hoffe echt dass du nicht bei BMW arbeitest...

    Ziehst du die Handbremse an, wenn das Auto steht? dann drückst du natürlich die Beläge an die Scheibe und so wird dies gefördert ....



    Versuch in Zukunft, bei abgestelltem Auto nur den Gang einzulegen.

    Die Handbremse wirkt nicht! auf die Hauptbremse, darf sie gar nicht. Die Handbremse ist noch mal eine separate kleine Trommelbremse im inneren der hinteren Bremsscheiben und wird per Seilzug betätigt. Das hydraulische Hauptbremssystem hat mit der Handbremse nix zu tun.

    Bei mir war das mal beim 118D (Vorgänger vom letzten 120D vor dem MINI). Da konnte sich aufgrund von Bremsstaub, Dreck und wohl auch etwas Rost ein Bremsbelag nicht mehr sauber an die Scheibe anlegen. Das führte dazu, dass ein Belag stärker abgenutzt war, als der andere - Der hatte dann etwa noch 1/3 Restbelag und der andere war runter.


    Wenn der Belag sich jetzt im Fall von @cappo406 gar nicht mehr anlegen kann, kann dann auch nicht mehr der Schnodder und Feuchte von der Scheibe runtergebremst werden und kann dann schön weiter rosten...

    Es sind ja Schwimmsattel-Bremsen, d.h. nur auf einer Seite ist ein Bremskolben der den einen Belag gegen die Scheibe drückt. Sobald der dann Kontakt hat baut sich eine Gegenkraft auf und der Schwimmsattel (auf Schienen beweglicher Bremssattel quer zur Fahrtrichtung) wird in Richtung Motor gezogen (geringerer Widerstand des auf den Schienen gleitenden Sattels gegenüber der Reibkraft auf der Scheibe). Dadurch wird dann der zweite Belag an die Scheibe gezogen, sobald der dann Kontakt hat wird mit steigendem Kolbendruck die Bremskraft aufgebaut. Wenn jetzt der Schwimmsattel fest ist, dann drückt nur die Kolbenseite auf die Scheibe. Müsste man sich beim Cooper S jetzt mal anschauen wie herum der Sattel eingebaut ist, gibt beide Orientierungen (Bremskolben aussen würde bedeuten nur außen zu bremsen, Bremskolben innen würde bedeuten nur innen zu bremsen - jeweils im Falle das der Schwimmsattel fest ist). Siehe auch http://s307.photobucket.com/us…1/media/P1020042.jpg.html - hier sieht man das ganz gut das auf der Nabenseite der Bremssattel im Grunde nur ein "Mitnehmer" für den Bremsbelag ist und oben links unter dem schwarzen Gummibalg liegt eine der beiden Schienen auf denen der Sattel gleitet.
    Das ist dann auch der Unterschied zu Faustsattelbremsen wie z.B. im JCW an der Vorderachse: hier sind auf beiden Seiten Kolben und die Beläge werden beidseitig direkt durch den hydraulischen Druck an die Scheibe angepresst. Das funktioniert gleichmäßiger und resultiert so in besserer Bremsleistung. Mal abgesehen von den thermischen Vorteilen.


    Da der JCW genau deswegen die ausgestellten Speichen an den Felgen braucht tendiere ich dazu dass der Cooper S den Kolben innenliegend haben müsste - sonst hätte der das gleiche Platzproblem. Das würde aber auch bedeuten das ein festgegangener Schwimmsattel eigentlich nicht der Grund sein kann.


    SEHR mysteriös!

  • Ich hoffe echt dass du nicht bei BMW arbeitest...

    Dann dürfte ich auch nicht bei XXX, XYZ, XZZ arbeiten... :D


    Ein Auto ist immer ein Kompromiss. Erstmal kommt der Preis, d.h. was man auf dem Markt verlangen kann.


    Dann kommt die Profit-Marge und die muss auf Druck der "Investoren" zunehmend höher werden. Weiss eigentlich nicht warum man "Investoren" Ivestoren nennt, weil ein Investor für mich jemand ist, der NEUES Geld ins Unternehmen investiert. Ich würde das aktuell Anteilseigner nennen, deren Interesse in erster Linie ist, den Wert des Anteils zu steigern und der bemisst sich heutzutage eben in sekündlichem Anteilswert und 3-monatiger Bilanz bzw. aktuellem Gewinnsatz vor Steuern. Sorry, bin hier "abgeglitten", back to the topic:


    Von dem was bleibt, müssen echte Investitionen, der Laden selbst und zuletzt noch die Produktion der Fahrzeuge bezahlt werden.


    Deshalb wirst kaum die teuersten Teile für jede Baugruppe bekommen. Es ist erstaunlich wie unterschiedlich Qualitäten sein können.
    Ein KW z.B. als Serie im Mini würde aber den Kostenrahmen sprengen.


    Ich halte aber im konkrten Fall die Bremsscheibe für einen Ausreisser, der nicht Serienstand entspricht, sondt wäre das schon häufiger aufgetaucht.
    Btw. auch Brembo ist nicht immer gleich Brembo.

    Einmal editiert, zuletzt von Snoopy Cooper ()

  • Das man den besten Kompromiss aus Kosten und Qualität finden muss ist in jedem Unternehmen so. Und ja, über die sogenannten Investoren kann man durchaus geteilter Meinung sein ;). Es ist aber auch kein Kunde gewillt für seinen Mini 100.000€ zu bezahlen und wenn der Laden pleite geht ist auch keinem gedient.


    Nichts desto trotz würde ich sagen dass man nicht vorsätzlich schlechtere Qualität einbaut damit das Teil kaputt geht und der Kunde Ersatzteile braucht. Und eine Bremsscheibe wie die hier gezeigte wäre außerdem auch noch lebensgefährlich. Von daher gehe ich (wie du) von einem Einzelfall aus und hoffe das BMW hier im Sinne des Kunden das Richtige tut. Außerdem würde ich hoffen BMW schnappt sich die Bremsscheiben und haut sie dem Lieferanten gepflegt um die Ohren.


    Brembo ist nicht gleich Brembo, genauso wie Sony nicht gleich Sony ist oder .... das könnte man endlos weiterspielen :).

  • M. E. ist hier der Kulanzweg der einzig denkbare. Alles Andere führt zum Anwalt oder, wenn's schneller gehen soll, zur Ankündigung der Übergabe des Bild-Materials an die gleichnamige Zeitung. Das wirkt sofort.

  • M. E. ist hier der Kulanzweg der einzig denkbare. Alles Andere führt zum Anwalt oder, wenn's schneller gehen soll, zur Ankündigung der Übergabe des Bild-Materials an die gleichnamige Zeitung. Das wirkt sofort.

    Warum gleich wieder mit Kanonen auf Spatzen schiessen? Erstmal abwarten, bin sicher die Dinger werden klaglos ersetzt.

  • Gar nicht "gleich". Meine Prognose ist wie gesagt der Kulanzweg. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass dem nicht so ist, sind Anwalt bzw. Presse nicht Kanonen auf Spatzen, sondern die einzig angemessenen Konsequenzen.

  • Ich sprach gar nicht davon, die Presse einzuschalten, sondern lediglich davon, dies BMW gegenüber anzukündigen, da dies bereits genügen wird - wenn es schnell gehen soll. Wer mehr Freizeit opfern und sich lieber mit x Stellen oder Aussagen wie denen von @JumboHH rumärgern oder prozessieren möchte, dem bleibt dies ja unbenommen.