Beiträge von Nomexx

    Interessant ist das schon, dass der Verbrenner als F Modell geführt wird. BMW ist ja eigentlich Plattformtechnisch schon bei den U-Modellen angekommen. Es gibt schon einige Unterschiede. So ergibt sich ab den G Reihen technische Änderungen, wie z.b. der Wegfall des NBT Evo hin zu einem Mediarechner der im Kofferraum verbaut ist. Das wird hier wahrscheinlich in die F Reihe mit eingemischt, da die BEV hier auf die aktuelle BMW Technik zugreifen. Die Motorenpalette ist ebenfalls die aktuelle geupdatete Version der B38 und B48 Motoren vermutlich aber ohne Mildhybrid, da die Drehmomente nicht so viel von den älteren Motoren abweichen.

    Ob das hier nur eine Ausgeschlachtete Variante der UKL2 ist oder eine umbenannte U- Plattform ist mir hier nicht ganz ersichtlich. Für den Endanwender macht das nicht so viel Unterschied, für Aus- und Umrüster (Codierungen, Fahrwerke, Elektronik und HiFi) ist das schon wichtig.

    Mein F60 SD zeigt an, dass in 900km die vorderen Bremsbeläge zu wechseln sind.

    Haben die F-Modelle keinen Kontakt der bei entsprechenden Verschleiß angeschliffen wird?

    Oder muss ich die angezeigten 900km ernst nehmen?

    Bislang leuchtet keine Warnleuchte etc..

    Doch, die haben je Achse einen Verschleisskontakt am inneren Belag. Wenn der angeschliffen ist, geht die Anzeige an und erlaubt i.d.R. 2000km Restreichweite, die dann herunter zählt. So war das zumindest bei meinem 2017er F55. Eine nur durch die km-Laufleistung angestossene Anzeige hatte ich bei meinem Mini nicht. Da war definitiv der Sensor angekratzt. Bei mir war die Hinterachse zu erst fällig, Vorne war aber auch kurz vor der Auslösung. Alle Scheiben hatten auch Untermaß und mussten mit gewechselt werden.

    Was immer ein guter Indikator ist, kannst du bei einem im Gegenverkehr fahrenden Fahrzeug das Gesicht des Fahrers erkennen, ist entweder das Licht zu hoch oder die Streuung zu stark. Schmutz und Beschlag streut recht stark und kann eine Blendung einher ziehen. Auch wurde mit dem Facelift 2018 die Lichtaustrittsfläche kleiner. Bei gleichbleibender Leuchtkraft steigt so die Leuchtdichte und auch die Blendwirkung im Gegenverkehr.

    Ich hatte bei meinem F55 auch zu hoch eingestellte Scheinwerfer. Auch nach Ansprache beim Händler (dieser hatte geprüft und keine Fehlstellung bemerkt) habe ich diese nach den gängigen Anleitungen zu Scheinwerfereinstellungen korrigiert. Auf 10m Entfernung waren die schon 8mm zu hoch. Das passte nicht. Habe sie korrigiert und nie wieder Probleme gehabt.

    ist der Stellmotor nicht eh ein externes Bauteil, welches an den Scheinwerfer geknipst oder geschraubt wird?
    So kenne ich das vom Fiat 500.


    LG Andy

    Beim Mini ist der glaub ich im Scheinwerfer verbaut. Hierzu muss das Lichtmodul abgeschraubt und abgezogen werden.
    Bei vielen Fabrikaten ist der Stellmotor tatsächlich kein Bestandteil der Scheinwerfers und muss entweder vom alten Scheinwerfer übernommen oder zusätzlich gekauft werden. Bei Mini/BMW verhält es sich mit den Lichtsteuergeräten analog.

    Ich hatte vor meinem Mini einen Opel Vectra C gefahren. Da wären theoretisch auch 20 Zöller drunter gegangen. Hier wäre es aber laut Räderfreigabe ab 18" immer mit einer umcodierung mittels Tech2 der Radgröße einhergegangen, hier wurden verschiedene Hex Werte für verschiedene Größen vorgegeben. Da war aber auch bei der Räderfreigabe gestanden, dass ein umcodieren für kleinere Winterbereifung nicht notwendig wäre.


    Im Mini lässt sich die Reifengröße glaube ich gar nicht umcodieren.

    Die Fahrzeughersteller verwenden mittlerweile hauptsächlich die Raddrehzahlsensoren der Bremsanlage. Daraus lässt sich die Drehzahl ermitteln. Für die ab Werk freigegebenen Reifengrößen gilt, dass diese relativ identische Radaussenumfänge haben, egal welche Felgengröße verbaut ist. Daher ergibt sich eine relativ gleichbleibend genaue Tachoabweichung auch bei anderen Felgengrößen.

    MINI_GP3

    Ein Assistenzsystem wie die Spurverlassenwarnung ist also deiner Meinung nach nicht dafür gedacht, um Fahrlässigkeiten auszugleichen? Wäre das richtig, wären auch Airbags, ABS, ESP, Totwinkelwarner, Bremsassistenten und sogar die Hupe überflüssig. Ich bitte dich in der Realität zu bleiben. Natürlich sind Assistenzsysteme da, um menschliches Versagen im Falle eines Falles auszugleichen. Nicht nur beim Autofahren. Auch in Produktionshallen und auf Computern zum Beispiel.


    bwm

    Natürlich bin ich sicher, dass mein F57 die Spurverlassenwarnung hat. Sie gehört lt. Ausstattung, die man über die VIN abrufen kann, zum Wagen, es ist ein MINI F57 mit Premium Plus Paket (Produktionsdatum 9/2022), und ab 70 km/h wird das zugehörige Symbol im MFD bei der Geschwindigkeit angezeigt - und das Lenkrad vibriert ja auch. Aber eben nahezu nicht spürbar. Ich werde es spätestens beim kommenden Service-Termin überprüfen lassen und fragen, ob BMW das Vibrieren stärker codieren kann. Ich habe das Nappaleder-Lenkrad. Vielleicht ist die Vibration durch dieses relativ dicke, sehr weiche Leder weniger zu spüren, als beim Standardlenkrad. Eventuell lässt man die Vibration auch gering, wenn das Steuer -wie bei mir- mit Lenkradheizung ausgestattet ist, um diese nicht zu beschädigen? Mal sehen, was beim nächsten Service diesbezüglich rauskommt.

    Ich will dir da nicht zu viel deiner Hoffnung nehmen, aber die Intensität kann man, zumindest liest sich das aus den BMW Foren raus, nicht anders codieren.
    Die Wahrnehmung variiert natürlich immer zwischen den Fahrern. Ich habe in meinem X2 nur das Standard-Sportlenkrad. Dies ist nicht wirklich weich bezogen. Ich spüre die Vibration schon, es ist aber schon eher dezent. Und ich kann das nachvollziehen, wenn jemand sagt, dass er das nicht wahrnimmt. Gerade auf schlechteren Straßen kann das Vibrieren im allgemeinen Fahrzustand untergehen.

    Der X2 basiert auf der UKL2, genau wie der F54 und F60. Eventuell gibt es da technische Unterschiede in der Ansteuerung der Vibration zu den anderen Minis F55-57 oder es ist einfach die Auslegung des Fahrzeugs per se. Der X2 ist ein sehr ruhiger Vertreter, sowohl in den Fahrgeräuschen, als auch in der Geräuschkulisse und Vibrationen. Vielleicht schluckt da einfach das Mini Chassis zu wenig weg. Im Mini habe ich die Ausstattung nicht.

    Servus Nomexx und vielen Dank für die sehr präzise Erläuterung.

    Was Du sagt macht für mich viel Sinn, aber was ich verwirrend finde, ist das sie immer schreiben "mit E-Prüfzeichen / zugelassen im Bereich der STVZO"...

    z.B. hier : https://www.purecardesign.com/…-21-smoke-union-jack.html

    Nunja, auf den Leuchten wird für alle Lichtfunktionen ein E-Prüfzeichen mit Kennziffer eingeprägt sein. Lediglich die Kennziffer für den Rückstrahler wird fehlen. Dieser ist ja nicht zwingend in die Rückleuchte zu integrieren und muss dann eben vom Halter selbst angebracht werden.
    Der weiße Rückstrahler in der Rückleuchte selbst hat dann keine Kennziffer.