Big-J HVO100 habe ich von September 2022 bis März 2023 über 40.000 Kilometer getankt.
Dann haben sich meine Strecken geändert und ich hätte über 20 Kilometer Umweg fahren müssen, um die Tankstelle zu erreichen.
Fazit in Kürze:
- etwas ruhigerer Motorlauf, wobei der beim Cooper D sowieso schon extrem ruhig ist
- etwas besserer Durchzug
- leicht erhöhter Verbrauch
- extrem hoher Preis ... lag teilweise zwischen 20 und 30 Cent über dem Preis für normalen Diesel
Mit dem Preisunterschied sind aber nicht die echten Kosten für HVO100 gedeckt, die auf Grund der Produktionskosten wesentlich höher liegen. In Kopenhagen wollte ich in der Zeit HVO100 tanken und hätte dort einen Preis von gut 5 € pro Liter zahlen müssen. Da habe ich dann doch den normalen Diesel zu 1,60 € genommen.
Zum einen finde ich es interessant, einen Kraftstoff zu entwickeln, der nahezu klimaneutrales Fahren an Ort und Stelle ermöglicht. Den Preisunterschied muss man dafür bezahlen wollen - bei mir wären es um 1.000 € mehr im Jahr an Spritkosten.
Zum anderen darf man nicht verschweigen, dass die Produktion sehr energieaufwändig ist. Wenn man den Strom, der zur Erzeugung eines Liters HVO100 benötigt wird direkt in ein e-Auto laden würde, dann kommt man damit erheblich weiter.
Unter dem Strich ein interessanter Treibstoff, wenn man ihn für Flugzeuge nutzen kann. Für PKW sollte man aus meiner Sicht auf e-Mobilität setzen.
Grüße
Peter