Und ich verstehe nicht, wie man das Thema als Religion hinstellen kann. Es gibt keine Religion die richtig oder falsch ist.
Bei E10 gibt’s dagegen schon ein richtig oder falsch.
Oder würdest du deinem Nachbarn sagen, wenn er Öl in den Gulli kippt "naja, ist ja deine Sache was du machst, ich bin zwar dagegen, aber du kannst ja dafür sein, wie in der Religion"?
Wenn ich sowas sehe, sag ich auch was. Das nennt man Zivilcourage!
ZitatAlles anzeigenE10 - Agrosprit boykottierenfordert Irmgard Metz für Bündnis 90/DIE GRÜNEN - Schliersee:
Seit Februar 2011 gibt es in Deutschland den neuen Kraftstoff E10. Er besteht zu 90 % aus Benzin und zu 10 % aus "Bio"-Ethanol, einem Alkohol aus pflanzlichen Rohstoffen, wie Rüben, Getreide oder Zuckerrohr. Der Sprecher unseres Umweltministers Röttgen, Herr Hagbeck, erklärte: "Der neue Sprit nutze der Umwelt!" Außerdem musste die Regierung eine EU-Richtlinie umsetzen. (Dies hat aber außer Deutschland bisher nur Frankreich getan.) Es wird von Reduktion der CO2-Emissionen und Schonung der Erdölreserven gesprochen. Der Nutzen für die Umwelt ist freilich fragwürdig. Denn bereits bei der Produktion von Alkohol muss viel Energie eingesetzt werden. Wenn das billige Braunkohle ist, wird nach einer Studie des Mineralölwirtschaftsverbandes sogar 30 % mehr CO2 ausgestoßen, als bei der Verbrennung von Benzin aus Mineralöl.
Wird Erdgas eingesetzt und die Abwärme zu Heizzwecken genutzt, entsteht eine CO2-Einsparung von 35 %, wenn der Alkohol aus heimischen Feldfrüchten gewonnen wird.
Der klimaschädliche Effekt durch die Rodung von Wäldern und Umwandlung von Savannen und Wiesen für den Anbau der "Energiepflanzen" konkurriert mit dem Anbau von Nahrungsmitteln und zerstört natürliche Ökosysteme, so das Umweltinstitut München. Es spricht sogar von "Greenwashing", da die Reduktion des CO2-Ausstoßes nur ca. 3,5 % betragen kann bei einem Ethanol-Anteil von 10 % im Benzin.
Dem Autofahrer bringt E10 zudem gewichtige Nachteile. So verbraucht ein Motor durch E10 im Durchschnitt 3 % mehr Treibstoff. Der Finanzminister kann also mit erheblichen Mehrein-nahmen rechnen. Vor allem Besitzer älterer Autos müssen außerdem Motorschäden fürchten, da viele Modelle den hohen Ethanolanteil nicht vertragen. Dies sind immerhin 3 ½ Mio. Fahrzeuge, die sowieso auf das nun teurere Super oder Super Plus zurückgreifen. Der Grund, warum der Kraftstoff "Super", der in der Herstellung eigentlich billiger ist als das Gemisch aus Benzin und Alkohol, ist: Verkaufen die Tankstellen zu wenig von dem Alkohol-Sprit, müssen sie hohe Strafen zahlen. Der Anreiz für die Bevölkerung ist wieder einmal der Preis! Anders würden die Autofahrer nicht auf einen Treibstoff umsteigen, der wegen seiner chemischen Struktur auch noch den Verbrauch erhöht.
Anstelle von Agrokraftstoffen brauchen wir ein neues Mobilitätsverhalten und eine umwelt-orientierte Verkehrspolitik. Dabei sollte die Vermeidung des Verkehrs erste Priorität haben, gefolgt von effizienten Technologien und sparsamer Fahrweise.
Boykottieren Sie daher E10 und rufen Sie Menschen in Ihrer Umgebung dazu auf.