Also ich persönlich sehe das mit der Motorisierung nicht so tragisch. Beim sportlichen Fahren würde das Mehrgewicht ohnehin stören, v.a. in den Kurven. Auf der Autobahn vielleicht weniger, aber ich denke für viel und ggf. schnelle Autobahnfahrten ist m.M.n. ein PHEV einfach das falsche Konzept. Für mich geht es bei einem PHEV eigentlich eher um eine etwas grünere Weste und die Möglichkeit lokal emissionsfrei fahren zu können, denn gerade bei Kurzstrecken sind die Emissionen am höchsten. Klar kann man sagen, dann fahr doch mit dem Rad oder den öffentlichen, das ist noch umweltfreundlicher. Geht aber auch nicht immer, z.B. auf dem Land wenn zu den Zeiten einfach kein Bus fährt und bei Regen mit dem Rad ins Büro oder dort völlig verschwitzt ankommen und den ganzen Tag dann das Gefühl von getrocknetem Schweiß stelle ich mir nicht sehr prickelnd vor.
Ich bin ehrlich, bis vor ein paar Monaten konnte ich weder mit dem neuen CM was anfangen, noch mit der PHEV-Technik. Für mich war das weder Fisch noch Fleich, sondern je nach Einsatz ein Verbrenner oder eben E-Auto mit unnötigem Balaste (den zweiten Antrieb). Da der Leasingvertrag des Dienstwagens auslief, übertrug mir mein Chef die Aufgabe den Nachfolger auch mal in Richtung E-Mobilität zu prüfen. Also habe ich mich etwas mit dem Thema beschäftigt. Interessant fand ich bei Auswertung des Fahrtenbuchs, dass mit einem PHEV rund 75 % der Fahrten rein elektrisch möglich wären (unter Beachtung der realen Reichweite, nicht Prospektwerte). Das Angebot für einen 225xe fand ich ganz gut, da es nur 80 €/Monat über dem Angebot für einen 118i wie bisher war, unter Berücksichtigung des eingesparten Sprits und gegengerechneten Stromkosten wäre der Aufpreis noch bei etwa 50 €/Monat. Leider hat sich dann der Gemeinderat dagegen entschieden, da er die E-Mobilität nur für einen momentanen Hype hält.
Durch die Recherche bin ich da irgendwie angefixt und nach dem für mich enttäuschenden Beschluss (immerhin habe ich für die Recherche und Auswertung der Fahrtenbücher der vergangenen 5 Jahre viel Freizeit investiert) bin ich seither am Überlegen ob ich mir nicht selber einen PHEV zulege und da kommt für mich natürlich nur MINI in Frage. Allerdings habe ich das Problem, dass mein Fahrprofil nicht passt. Bei 100 km am Tag, habe ich keine Möglichkeit zwischen zu laden, d.h. etwa 70 % der Strecke würde ich nur die das Mehrgewicht rumschleppen. Ich habe dann mal versucht den Verbrauch für meine Strecke hochzurechnen. Ein S E ist rund 300 kg schwerer als ein Cooper bzw. 200 kg als ein Cooper All4. Der All4 wiegt knapp 100 kg mehr als das zweiradangetriebene Modell und braucht knapp 0,5 l/100km mehr (ich kann leider nicht beurteilen ob der Mehrverbrauch nur durch das Gewicht zustande kommt, oder auch durch den Einfluss auf den Antrieb o.ä.) Aber wenn ich das Verhältnis von Mehrgewicht zu Verbrauch 1:1 so übertrage würde, hätte der S E theoretisch einen Verbrauch von 7l/100km bei völlig leerem Akku. Wenn ich dann reale 30 km elektrische Reichweite abziehe wäre das ein effektiver Verbrauch bei meiner Pendelstrecke von 4,9l/100km. Ein F56 Cooper ist mit 4,5l/100km angegeben. Wäre gar nicht so übel für das größere Fahrzeug mit All4. Allerdings ist das nur eine theoretische und mehr als simple Rechnerei von mir. Lt. einem Blogger, der den S E gerade testet (Link), meinte dass das Denken in rein elektrisch und rein Benzin nicht so zielführend sein. In der Praxis macht der Auto eDrive-Modus das wohl ganz gut. Aber wenn ich nichts rechnen kann, bin ich nicht glücklich, auch wenn es nur Nonsens ist 