Bezüglich des Reifen-Geräusches oder auch bzgl. des Verschleißes halte ich solche Bewertungen von Amateuren für durchaus valide und aussagefähig.
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Da verlasse ich mich lieber auf die professionellen Reifentests und da natürlich auf die jeweiligen Ergebnisse der einzelnen Test-Kategorien.
Ich gehe sogar noch weiter: Die Aussagen von Laien-"Testern" bei Reifen sind weitestgehend nutzlos, da so gut wie niemand einen Direktvergleich unter kontrollierten Bedingungen neu gegen neu macht. Deshalb werden "richtige" Reifen-Tests immer mit dem selben Auto auf der selben Strecke von mehreren verschiedenen Testern gemacht. Wenn eine Privatperson 4 Jahre lang Reifen 1 runter gefahren hat und dann auf Reifen 2 wechselt dann hat sich der Straßenbelag in der Zwischenzeit verändert, eventuell die eigene Fahrweise und man vergleicht halt einen neuen mit einem alten Reifen, vermutlich sogar mit einem inzwischen überholten Modell. Am Motorrad ist das noch besser aussagekräftig, weil man da als "Vielfahrer" einen Reifensatz pro Saison durch haut (Motorradreifen halten meist nur zwischen 7.000 und 12.000km) aber am Auto vertraue ich vollends auf Professionelle Tests.
Zum CC2 und der Profiltiefe: ich finde die wirklich kritisch und wäre für mich ein nicht-Kaufgrund, wenn ich GJR fahren würde. Das Verschleißverhalten in den meisten Tests beinhaltet nur den Profilverlust pro gefahrene Strecke. Der CC2 startet aber mit gerade mal 6,5mm
Allgemein anerkanntes Mindestmaß für Winterreifen ist 4mm, d.h. man hat nur ganze 2,5mm zum verfahren. Der Conti z.B. soll wohl um die 8mm haben (je nach Dimension) und Goodyear sogar bis zu 9
Da ist das die Hauptkritik am CC2: Geringe Laufleistung. Wobei die bis 1,6mm hochrechnen, was ich für einen quasi-Winterreifen falsch halte. In Österreich ist im Winter 4mm vorgeschrieben und ich denke auch hierzulande kann man im Falle eines Unfalls zumindest in Erklärungsnot kommen.