Tempolimit auf Autobahnen, dafür oder dagegen ? Welche Umwelt-/Klimaschutzmaßnahmen bewegen uns als Autofahrer ?

  • Dann alleine sicher noch nicht, da kämen noch andere Aspekte des Lebenswandels zum Tragen von dem jeweiligen Tempolimitgegner.


    Es ist jedoch eine "Nach mir die Sintflut" Haltung, wenn man ökologische Argumente als "Totschlagkeule" bezeichnet oder dieser Bezeichnung klatschend zustimmt, anstatt sich ernsthaft damit auseinander zu setzen.

    Ja, Sintflut hin, Umwelt her.
    Die Keulen gibt es doch in jeder Diskussion, und meistens kommt die dann, wenn vernünftige und valide Argumente fehlen.
    Einzig die Nazi-Keule vermisse ich noch. Aber was nicht ist...
    Ist doch logisch das jeder versucht „mit allen Mitteln“ seine Meinung durchzudrücken.


    Ich habe jedenfalls meine Meinung dazu, und die hat weder mit Sintflut noch mit Umwelt (in erster Linie) zu tun.

  • Tja, erneut verweise ich auf die jeweiligen Wahrnehmunsgsfilter der Diskussionsteilnehmer.
    Für mich ist es tatsächlich egal, kann mit und ohne Tempolimit gut leben.
    Der Umwelt zuliebe tendiere ich tatsächlich zum Tempolimit.
    Und das meine ich nicht nur ökologisch..... ;)


    Gruß
    Jojo

    Was ist es?-Blaues Licht!-Und was macht es?-Es leuchtet blau! 8o

  • Ist die Diskussion nicht eh irgendwie überflüssig?


    Der Staat fördert die Elektromobilität und damit erübrigt sich das doch in gewisser Zeit eh, denn die meisten Stromer fahren nicht wirklich viel schneller als 130km/h.

    Nicht ganz.


    Nach dem KBA sind es derzeit 47,7 Mio. PKW's in Deutschland. Das Statistische Bundesamt weißt für 2020 136.600 Elektroautos aus. Der Anteil der Stromer ist damit noch sehr gering.


    Viele E-Autos fahren durchaus schneller wie 130km/h, nur wird das seltenst ausgenutzt da dann die Reichweite deutlich schrumpft.

  • Ist die Diskussion nicht eh irgendwie überflüssig?


    Der Staat fördert die Elektromobilität und damit erübrigt sich das doch in gewisser Zeit eh, denn die meisten Stromer fahren nicht wirklich viel schneller als 130km/h.

    Naja, fast alle Studien gehen zur Zeit davon aus dass 2040 immer noch 50% aller Fahrzeuge mit Verbrenner fahren.
    Allerdings Weltweit gesehen.
    Wie das in Deutschland aussieht weiß ich nicht, weiß keiner weil Prognosen schwierig sind, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
    Wenn sich irgendwann Wasserstoff, oder sogar künstliche Kraftstoffe durchsetzen sollten, dann wird die Batteriemobilität maximal noch für den innerstädtischen Verkehr interessant sein, wenn überhaupt.
    Also: Freie Fahrt für freie Bürger!

  • Nicht ganz.


    Naja, fast alle Studien gehen zur Zeit davon aus dass 2040 immer noch 50% aller Fahrzeuge mit Verbrenner fahren

    Klar das wird sich nicht von heute auf morgen ändern aber es reduziert auf kurz oder lang das mögliche Potential für schnelles fahren.


    Bei all den Diskussionen hab ich bisher noch nicht wirklich den Grund gelesen warum es zwingend notwendig ist, bisher geltenden Bestimmungen in Deutschland zu ändern.


    Es gibt keine Statistik darüber wieviel CO2 wirklich eingespart werden würde, wenn dann sind es nur Hochrechnungen, es gibt keine Statistik die eindeutig belegt, dass auf Strecken ohne Tempolimit mehr oder weniger Unfälle passieren und so weiter.


    Nach meiner Ansicht wird durch die ständigen Diskussionen Zeit verschwendet, die man für wirklich wichtige Themen nutzen könnte.

  • Es gibt keine Statistik darüber wieviel CO2 wirklich eingespart werden würde, wenn dann sind es nur Hochrechnungen, es gibt keine Statistik die eindeutig belegt, dass auf Strecken ohne Tempolimit mehr oder weniger Unfälle passieren und so weiter.


    Nach meiner Ansicht wird durch die ständigen Diskussionen Zeit verschwendet, die man für wirklich wichtige Themen nutzen könnte.


    Stimmt. Nicht diskutieren, sondern einfach mal ein Jahr lang ausprobieren. Danach gibt es dann auch Statistiken und nicht nur Hochrechnungen. Eventuell gibt es ja danach auch Erkenntnisse, die klar gegen ein Tempolimit sprechen, weil die Unfallzahlen sich kaum reduziert haben und das CO2-Einsparpotenzial doch erheblich geringer ausgefallen ist.


    Man könnte es sogar gesetzlich festschreiben, dass nach dem Jahr erst mal wieder zum alten Recht zurückgekehrt wird, bis die Ergebnisse ausgewertet wurden und man auf dieser Grundlage sich bewusst für oder gegen ein Limit entscheidet. Aber der Verkehrsminister und die Autolobby würden ja selbst gegen diese Variante Sturm laufen. Ich behaupte mal, dass sie schon wissen, warum. Eventuell gäbe es ja selbst ohne Sicherheits- und Umweltaspekte danach eine breitere Mehrheit für ein Limit, weil viele das neue, entspanntere Fahren zu schätzen gelernt haben.

  • Also ich würde behaupten die Wahrscheinlichkeit für Unfälle steigt mit zunehmender Geschwindigkeit. Da sich nicht nur der Bremsweg, sondern auch der Anhalteweg insgesamt (also Reaktionszeit + Zeit für den Entschleunigunsvorgang) erhöht. Damit zusammenhängend sinkt auch die Zeit, die man für eventuell auftretende, unvorhergesehene Ereignisse - Baustellen, defekte/ langsame/falschfahrende Verkehrsteilnehmer, Staus, Unfälle etc. - zur Verfügung hat (für eine rechtzeitige Reaktion [die nicht in einem Unfall mündet] ).

  • Bei all den Diskussionen hab ich bisher noch nicht wirklich den Grund gelesen warum es zwingend notwendig ist, bisher geltenden Bestimmungen in Deutschland zu ändern.


    Es gibt keine Statistik darüber wieviel CO2 wirklich eingespart werden würde, wenn dann sind es nur Hochrechnungen, es gibt keine Statistik die eindeutig belegt, dass auf Strecken ohne Tempolimit mehr oder weniger Unfälle passieren und so weiter.

    Genau so ist es.
    Interessant wäre es zu wissen, wie hoch die Durchschnittsgeschwindigkeiten zur Zeit auf deutschen Autobahnen ist.
    Die wird mit Sicherheit deutlich unter 130 Km/h liegen.
    Mir ist es jedenfalls noch nicht gelungen auf einer längeren Strecke signifikant über 120 Km/h zu kommen.
    Das Thema mit der Unfallstatistik habe ich auf einer der vorherigen Seiten aufgenommen.
    Ja, es gibt tödliche Unfälle auf der Autobahn.
    Allerdings nur 12%. Die restlichen 88% ereignen sich in der Stadt und vor allem auf Landstraßen.
    Wie viel von den 12% auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurück zu führen ist, habe ich nirgends gefunden.
    Das sind allerdings auch Daten die die Tempolimitbefürworter nicht interessieren, denn es würde ihnen sofort die Luft aus den Segeln nehmen.
    Die CO2 Einsparung ist wahrscheinlich homöopathisch.
    Hier geht es nur um reinen Populismus. Wenn man sich anschaut wie viele Bürger mittlerweile für ein Tempolimit sind, kann man den politischen Gruppierungen nur gratulieren.
    Funktioniert anscheinend ganz gut was die so machen.....