Beiträge von RudiRabe

    Da diese Autos zunehmend als Dritt - oder Viert - Fahrzeug gekauft werden (sorry geleast) sind es erstmal zusätzliche Resourcen, die verbraucht werden. Dabei ist es unerheblich, ob und wann sie sich umwelttechnisch amortisieren. Sie nicht zu kaufen und die wenigen Strecken mit dem Bestandsauto zu fahren, wäre umweltfreundlicher. Bei Jahreskilometerleistungen von 5.000 Kilometern (wie bei dem Wagen meiner Frau) lässt der Vorteil auch länger auf sich warten ... So etwas dürfte eigentlich gar nicht gefördert werden.

    Das Problem an E - Auto Fans ist, dass diese sich derart moralisch überlegen fühlen, dass eine faktenbasierte Diskussion mit ihnen nicht möglichist. Grösstes Problem ist, dass das E-Auto für die meisten Nutzer ideologisch bedingt ist, verbunden mit einem Rechfertigungszwang und Missionierungseifer, um möglichst viel Anerkennung und Anhänger zu generieren. Ich habe bisher jedes Auto, welches ich gefahren habe, für mich selbst gekauft. Noch nie hatte ich das Bedürfnis, für diese Kaufentscheidung Zuspruch oder Anerkennung zu erhalten, denn es geht alleine um meine Bedürfnisse.
    Hier setzt das Problem bei den E-Autos an und die fehlende Akzeptanz.
    Ideologie hat noch nie zu etwas Gutem geführt, deshalb ist Ideologie auch ein negativ behafteter Ausdruck. Ideologie verbunden mit der Durchsetzung per Zwang hat aber nachweislich zu viel Unglück und Ungerechtigkeit geführt. Geschichtlich und auch aktuell politisch leicht zu belegen.
    Daher ist der Widerstand gegen das Elektroauto gar nicht gegen das Elektroauto, sondern gegen die Ideologie, die (auch in diesem Thread schon propsgiert) mit Zwang durchgesetzt werden soll.


    Ich mag hier nicht über Sinn und Unsinn von Batterieautos streiten, denn das wäre eine faktenbasierte Diskussion, die zu nichts führt.
    Einzig sollte man darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, wenn jetzt lauter neue Fahrzeuge gebaut und verkauft werden, während die Alten noch gut funktionieren. Längere Nutzungsdauern von Produkten spart deutlich mehr Energie, als das neue Produkt energiesparender sein kann. Wirtschaftlich wäre das aber nicht gut, denn Verzicht auf Konsum lässt das Wirtschaftssystem kolabieren. Daher könnte man das E-Auto als das kleinere Übel sehen.
    Für den Verbraucher ändert sich dabei nicht viel. Wenn sich genug auf das Batterieauto eingelassen haben, wird man feststellen, dass man von einer in die andere Abhängigkeit gelangt ist. Vorteile auf der einen Seite werden durch Nachteile auf der Anderen wieder aufgewogen. Der grosse Wurf für die Umwelt wirds wohl nicht werden. (Kernkraft wurde auch mal als Heilsbringer angesehen ... )
    Rein geschichtlich gesehen und marktwirtschaftlich, hat Zwang noch niemals zum Erfolg geführt, ausser für wenige Bevorzugte ... Durchsetzen wird sich immer die Technik, die besser ist als die vorherige. Die derzeitigen Batterieautos zähle ich nicht dazu. In meiner technologieoffenen Grundeinstellung ist die Überzeugung gewachsen, dass eine geringe Akzeptanz einer Technologie zu einer deutlich besseren führen wird (siehe Energiesparlampe und LED - Leuchtmittel)
    Es könnte sich lohnen auf diese Technologie zu warten. Für meine Nutzung gibt es eh kein passendes Batterieauto.

    Sorry @Chucky101, aber der Zusammenhang in der Diskussion mit z.B. @Logan5 sollte in der Diskussion schon offensichtlich sein.


    Auch weiss ich nicht, was daran persönlich ist, wenn ich feststelle, dass innerhalb der Diskussion zweierlei Maßstäbe angelegt werden, an die Entwicklungsfähigkeit der Technologien ... bei der besonders auf die schon lange dauernde Entwicklungszeit abgestellt wird, aber dabei die Entwicklungszeit der anderen Technologie unter den Tisch fällt.


    Wenn dir nicht gefällt, dass ich hier diskutiere, dann sag mir das doch direkt. Kann ich sogar verstehen, da es anstrengend ist.


    Ich bin hier jetzt eh erstmal raus ... ist eh alles gesagt ;-)

    Merkt ihr selber, mit welch zweierlei Mass ihr diskutiert?


    Batterien sind auch schon alt ... gibt es seit 1800


    @DeTobi81


    Trafostationen sind in vielen Fällen Bestandteil des Netzanschlusses, die vom Betreiber zu bezahlen sind und nicht von der Netzgesellschaft. Das ist immer dann der Fall, wenn die Trafostation von einem Nutzer oder einer Nutzergemeinschaft alleinig genutzt wird und die Grundversorgung ansonsten gewährleistet ist.


    Und nein ... unser Stromnetz ist schon jetzt nicht für die massige Installationen der 11 kW Ladeboxen ausgelegt! 11 kW beträgt übrigens im Moment der Tagesdurchschnittsverbrauch eines 4 Personenhaushaltes innerhalb von 24 Stunden. Jedes E - Auto belastet dieses Netz dann um den Faktor 6 - 8 zusätzlich. In manchen Familien gibt es 2 - 3 Fahrzeuge ...
    Ich weiss, welches Umweltschutzthema nach der flächigen Einführung des Batterieautos dann auf der Agenda steht ... Elektrosmog ...


    Dann verbuddeln wir halt mal eben ein paar neue Stromleitungen ... Ich glaube nicht, dass bei diesem Argument wirklich bewusst ist, welche Mengen an Rohstoff da verbudelt werden muss (und hergestellt), zudem ja nicht nur die Leitungen neu müssen ... sondern eben auch die Trafos, Verteiler, etc ... Das muss alles produziert werden.
    Ein Kilometer Kupfer/Alu - Mittelspannungsleitung wiegt zwischen 2.000 und 6.000 kg, einadrig!


    Was denkt ihr, warum der Ausbau der Ladesäulen derart angeschoben werden muss ...
    Wer jetzt wirklich denkt, dass dabei die Ladeleistungen der noch nicht vorhandenen Akkus berücksichtigt werden, wird in einigen Jahren evtl. sparsam gucken ...


    Wasserstoff hat das Potential, dass die Industrie eine flächige Nutzung in Betracht zieht, statt fossiler Energieträger. Da wird nicht über Batterien nachgedacht ...


    In diesem Zuge wird auch der Energiebedarf zur Herstellung sinken, bzw. die energieerzeugung entsprechend grün erfolgen (Die Windparks in der Nordsee hätten schon viel Wasserstoff produzieren können, statt auf Leitungen zu warten)


    Neben dem Wasserstoff wird die von mir angesprochene Atombatterie (gibt es heute schon in Herzschrittmachern, mit Energie für 50 Jahre) auf den Markt kommen. Ohne entsprechende Vorbehalte gäbe es sie wahrscheinlich schon.


    Aber wer heute ein Batterieauto kauft, der muss ja an dieser Technologie festhalten, denn es wäre ja tatsächlich blöd, wenn diese Investitionen in einigen Jahren obsolet würden.


    Und darin sehe ich derzeit das grösste Problem der derzeitigen Politik. Diese setzt nun Fakten für die nächsten 20 - 30 Jahre, in denen eine neue Entwicklung nur noch langsam stattfinden kann, da diese Zeit benötigt wird, die Investitionen wirtschaftlich werden zu lassen.


    Edit ...


    Aus:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffwirtschaft


    1994 – befasste sich die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit der Wasserstoffgewinnung in der Wüste. Der von Solarzellen betriebene 350-kW-Elektrolyseur erbrachte damals den Nachweis, dass die Produktion von speicher- und transportierbarem Wasserstoff möglich ist. Die verfügbaren Solar-Ressourcen könnten auf einem Prozent der Landfläche Saudi-Arabiens dieselbe Energiemenge liefern, wie jährlich als Rohöl exportiert wird.


    Stellt sich mir die Frage, warum das noch nicht geschehen ist?

    Leider bekommen meine (Handwerk und Mittelstand) schon jetzt teilweise nicht die gewünschten Stromanschlusserweiterungen, da die Leitungskapazitäten eben nicht ausreichen.
    Bei den Superbatterien wird die heimische Ladebox eh obsolet, da die Ladezeiten viel zu hoch werden. Auch jetzt kommt es schon zu Ablehnungen der Ladeanschlüsse, wenn man nicht die neue Leitung oder gar Trafostation bezahlt. Hier gibt es einfach physikalische Gesetzmässigkeiten, die man nicht wegdiskutieren kann. Genauso wie der Gleichzeitigkeitsfaktor bei der heimischen Ladung nicht gering werden wird ...


    https://www.elektroauto-news.n…adeverhalten-veraenderung

    Im Zeitalter von Wegwerfprodukten und einjähriger Halbwertzeit von Handy und Co, ist diese Einstellung schon nachvollziehbar, aber halt auch nicht nachhaltig.


    Und nein, ich propagiere nicht "nichts machen", sondern als aufmerksamer Leser meiner Beiträge weiss man, dass ich E - Mobilität für Bereiche, in denen diese mit bereits vorhandenen Strukturen funktioniert oder mit wenig Aufwand erweitert werden kann, propagiere . Diese Mobilität benötigt dann auch keine Superlader oder Superakkus um auch in 20 Jahren noch nützlich zu sein. Dazu gehören aber meiner Meinung keine Fahrzeuge wie von Porsche oder Audi angeboten werden, Mini ist da noch das kleinere Übel ... aber für den Einsatzzweck innerhalb der Kurzstrecke ökologisch nachhaltig von A nach B zu kommen eigentlich auch schon drüber ...
    Bevor die Infrastruktur für die "grossen" Lösungen gebaut werden, sollte man doch mal über die Auslegung und Nutzungsdauer nachdenken, man verzettelt sich hier ja schon im kleinen.
    Den Stand, den wir jetzt ausbauen, müssen wir 20 - 30 Jahre nutzen, damit es einerseits nachhaltig wird und andererseits auch wirtschaftlich.


    Wasserstoffautos fahren übrigens schon problemlos auf deurschen Strassen, wenn man vom kleinen Tankstellennetz absieht.


    https://www.adac.de/der-adac/m…fzellenauto-toyota-mirai/

    Ja, wickeln wir noch ein wenig Draht drum um die Leitungen ... wenn sie jetzt zu schwach ausgelegt werden ... oder buddeln noch mal alles auf ...


    Wer sagt eigentlich, dass es bei alternativen Kraftstoffen bei den hohen Verlusten bleiben muss? Von der Effizienzsteigerung der Akkus sind ja auch alle überzeugt.


    Wenn man in die anderen Systeme auch mal diese Förderungen reinpumpen würde ...

    Die Atombatterie löst das Problem bei Zeiten evtl. nachhaltig ...
    Wenn die Energie zur Wasserstoffproduktion oder für EFuels grün produziert wird, ist der Wirkungsgrad zweitrangig. Dann trägt der Vorteil des besseren Nachtankens.
    Für die Ladeinfrastruktur muss noch halb Deutschland umgebuddelt werden, denn das, was in den Städten in den Strassen liegt, wird für die Schnelllader und privaten Ladesäulen bei weitem nicht reichen. Über diesen Verbrauch von Rohstoffen müsste man auch mal reden.


    Das alles für eine Übergangstechnologie, die so unausgereift ist (und in meinen Augen auch sehr unüberlegt), dass niemand sagen kann, ob in 5 oder 10 Jahren auf ein anderes Pferd gesattelt wird. Das heisst nicht, dass ein gewisser Anteil von Batterieautos schon jetzt funktioniert oder auch Sinn macht ... aber möglichst mit der derzeitigen Infrastruktur.
    Alles was derzeit installiert wird, wird schon mit der nächsten Generation Batterie überholt sein, bzw. die neue Technik mangels Leistung gar nicht nutzen können. Doppelt grosse Batterien gehen auch jetzt schon, die Ladezeiten sind halt unübersichtlich. Ladezeiten bekomme ich aber nur verkürzt, wenn ich in kürzerer Zeit mehr Leistung durch die Leitung bekomme. Können die Ladesäulen aber nicht so einfach. Die Versorgungsleitungen auch nicht.


    Durch diese Technologiesprünge, die gar nicht so schnell kommen dürfen, da dadurch Investitionen massiv entwertet werden, wird die Nachhaltigkeit der Produkte massiv eingeschränkt.
    Was im Moment passiert ist eine gigantische Wirtschaftsförderung, bei der massiv Geld in einen Kreislauf gepumpt wird (gesellschaftlich und privat) bei dem die grosse Gefahr besteht, dass es versickert ist, bevor es einmal im Kreislauf rum ist.


    Hier ist der grosse Unterschied vom E - Auto zum Verbrenner. Die ganze Infrastruktur die einmal erstellt wurde, konnte Jahrzehnte nahezu ohne Einschränkung weiter verwendet werden.
    Das Elektroauto bringt aber Voraussetzungen mit, bei denen auch neue Anforderungen an die Infrastruktur gesetzt werden und das wiederholt bei jedem Technologiesprung.


    Deshalb bin ich halt der Meinung, dass man mit dem Geld, das jetzt dort reingepumpt wird, lieber eine Technik entwickel, bei der die Infrastruktur auch bei Technologiesprüngen weitgehend nützlich bleibt.


    Mag man jetzt für verwerflich halten, aber ist letztlich nachhaltig.


    Im kleinen hatte man diesen Effekt bei den Energiesparlampen ... habe noch nen Sack Funktionstüchtiger zur Entsorgung rumliegen.

    Nunja ... im Moment werden die Technologien vermarktet, die die Automobilhersteller lange Zeit für nicht sinnvoll erachtet haben. Eigentlich hat sich das auch nicht geändert. Geändert hat sich nur der Zeitgeist ... und durch Subventionen die Verkaufsfähigkeit.


    Daher sollte man kein Batterieauto kaufen, damit andere sinnvollere Optionen genauso gefördert werden


    Die Subventionen sollten in diesem Sinne technologieoffen sein ...


    :-)

    Nein, max. 4 Tage die Woche ... und Kurzstrecke kann jedes Auto ... aber nicht jedes Auto kann Langstrecke ...
    Daher wäre bei uns ein Kurzstreckenfahrzeug zusätzlich vorhanden und es würde kein Langstreckenfahrzeug für Kurzstrecken genutzt.


    Genau dieses Problem haben aber viele.
    Mein Ansatz dazu ist, wie man diese Kurzstrecke mit einer zusätzlichen Mobilitätslösung möglichst vorteilhaft und kostengünstig fahren kann. Sehe ich halt deutlich wichtiger, als grosse schwere Batteriefahrzeuge, die dann wieder nur Kompromiss sind. Hier fehlt es aber an Willen so etwas zu fördern und zu entwickeln und ich frage mich, warum?

    Thema Mängel (möchte nur anmerken, dass diese Themenerweiterung nicht von mir kommt)


    https://www.google.com/amp/s/w…uf-dem-letzten-platz.html


    Genau das ist das Hauptproblem ... man bräuchte mal neutrale Infos.
    Egal wo getestet wird ... alles immer extrem ... ich sage, der S ist nicht langsamer als der SE und schon kommen die Beiträge, die mir das Gegenteil beweisen sollen ... so what ... beide sind auf dem gleichen Level ... nix anderes habe ich behauptet ...


    Bisher ist die Branche, für die ich arbeite, jedenfalls nicht durch masslose Zuverlässigkeit der Elektroautos aufgefallen ... Tesla, siehe Link oben ... deckt sich mit den Erfahrungen von Werkstätten in Deutschland, die gut an den Mängelbehebungen verdienen ...
    Postautos ... totale Katastrophe ... zahlreiche Mänge, besonders bei den Antriebseinheiten ...


    Natürlich gibt es auch positive Beispiele ... bestreitet niemand. Aber das hat nichts mit der Antriebsart zu tun, sondern wie sorgfältig ein Hersteller sein Produkt entwickelt und wie hochwertig es produziert wird. Da ist es einfach verkehrt zu behaupten, dass ein Elektroauto automatisch haltbarer ist, als ein Verbrenner ... da gibt es dann halt andere Dinge, die kaputt gehen ... genauso wie Verschleiss am Fahrwerk bei beiden Antriebsarten möglich ist.


    Ich habe nie verlangt, dass ein Elektroauto die eierlegende Wollmilchsau sein muss. Das wird ja eher von den Fans behauptet. Es muss halt zum Einsatzzweck passen und wenn es einen Verbrenner ersetzen soll, dann muss die Passgenauigkeit auch sehr stark passen, wenige Sachen lassen sich in der Tat auch vom Besitzer anpassen ... unwidersprochen.
    In unseren Fuhrpark würde so ein Fahrzeug nur zusätzlich passen, ein Verbrenner könnte bei diesem Stand der Technik nicht ersetzt werden, wenn es nicht ein entsprechender Tesla wäre, der aber die Investitionskosten sprengt.