Ein Mini unter Strom - ELEKTRISCH
Kann der Mini Cooper SE durch den Tausch des Verbrennungsmotors
gegen einen Elektroantrieb die Stärken der Marke beibehalten?
https://automobilrevue.ch/2020/08/05/ein-mini-unter-strom-mini-cooper-se/
Auszug:
"Die Batterie ist nicht nur das wichtigste Element eines Elektrofahrzeugs, sondern auch das teuerste. Und das schwerste. Damit die Elektromobilität erschwinglich bleibt, zögern die Automobilhersteller nicht, die Kosten zu reduzieren und kleinere Akkus einzubauen, auch wenn dies dann zulasten der Reichweite geht. Und damit das Fahrzeuggewicht in einem normalen Rahmen bleibt, muss die Anzahl der mitgetragenen Kilowattstunden limitiert werden.
Eine 100-kWh-Batterie wiegt ungefähr 700 Kilogramm, was das Gesamtgewicht eines elektrischen Kompaktautos auf bis zu zwei Tonnen steigern kann. Was in einen Teufelskreis führt, denn je schwerer ein Auto, desto höher ist natürlich wiederum sein Verbrauch – und umso geringer die Reichweite. Die Hersteller versuchen also die Kunden zu überzeugen, dass 250 oder sogar nur 200 Kilometer Reichweite für die meisten täglichen Fahrten mehr als ausreichend seien. Und wer mit dem Auto hauptsächlich in der Stadt und im Nahverkehr unterwegs ist, wird damit auch problemlos auskommen. Bei diesen neuen Stadtflitzern stehen drei Autos besonders unter Strom: der Honda E, der Fiat 500E und der Mini Cooper SE."
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Konsequentes One-Pedal-Driving
"Ein ganz grosses Plus ist die Rekuperation des Mini, was vor allem im Gebirge noch besser funktioniert, als wir erwartet hätten. Mit seinen zwei Verzögerungsstufen kann der Mini Cooper SE bis zu einem Wert von 0.19 g rein regenerativ bremsen. Das ist überzeugend und wesentlich mehr als die meisten Modelle der Konkurrenz bieten können. Ausserdem bleibt die Rekuperation aktiv bis zum vollständigen Stillstand. Ja, der Engländer kann ohne Betätigen des Bremspedals zum Stehen gebracht werden! Den rechten Fuss braucht man so kaum mehr zu bewegen.
Der elektrische Mini folgt auch dem Beispiel der Modelle mit Verbrennungsmotor und bietet mehrere Fahrmodi. Im Modus Green+ wird die Reichweite aufs Maximum optimiert und beispielsweise auch die Klimaanlage ausgeschaltet, um Energie zu sparen. Der Sport-Modus sorgt wiederum für sportliche Fahrleistungen. Ein solcher Fahrspass erfordert dann natürlich auch das häufigere Nachtanken frischer Elektronen. So zeigte der Durchschnittsverbrauch unseres Tests (18 kWh/100 km auf der Normrunde), dass der Elektro-Mini nicht mehr als 200 Kilometer Reichweite bietet. Das ist schon etwas arg knapp."
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Fazit:
"Es stellt sich durchaus die Frage, warum man bei Mini so lange gewartet hat, bis ein elektrisches Modell angeboten wurde, schliesslich wären die kleinen Modelle mehr als prädestiniert für den Elektroantrieb. Und in zahlreichen Situationen ist der Mini Cooper SE ganz klar der genussvollste Mini. Leider ist er auch der teuerste Mini. Mit einem Einstiegspreis von 39 900 Franken liegt er mehr als 6000 Franken über einem normalen Cooper S. Darin ist leider keine zufriedestellende Reichweite inbegriffen, was die klare Schwäche dieses Kompaktautos darstellt. Zum Glück beeinträchtigt der Elektroantrieb die Fahrdynamik nicht wesentlich. Die beispielhafte Bremsanlage und die ausgezeichnete Verarbeitung sind die eindeutigen Pluspunkte des Modells."
Komplett nachzulesen unter:
https://automobilrevue.ch/2020…ter-strom-mini-cooper-se/