@Cooper 997 Toll erklärt, die amerikanischen Angaben! Das hat bisher in meinen ganzen Jahren in USA niemand geschafft, mir das so gut zu erklären ![]()
Zu der Klopffestigkeit von E10: Ich will mich da nicht wichtig machen, soweit hast Du mich, glaube ich, kennengelernt ... ich bin der Meinung, jeden Tag lerne ich dazu ![]()
Ethanol hat eine höhere Klopffestigkeit als 100, im Gemisch hebt es damit Super95 leicht an. Auch @Joe924 hat hier schon was dazu gepostet, früh in diesem Thread.
Jetzt habe ich noch eine schöne Zusammenfassung gefunden. Autor MaschbauTim Gutefrage.net - Klingt sehr plausibel:
ZitatAlles anzeigenAntwort von MaschbauTim, 08.04.2011
Hi. Ich bin zwar jetzt 2 Monate zu spät, aber ich möchte das hier trotzdem richtig stellen:
Ich studiere Maschinenbau mit schwerpunkt auf energie- und antriebstechnik.
1. Kleine Oktanzahlen "überschreiben" hohe nicht. die kraftstoffe lösen sich gegenseitig und es entsteht ein Mittelwert beider oktanzahlen.
2. Die restlichen 90% bei E10 bestehen aus paraffinen, cycloparaffinen, olefinen, diolefinen und aromaten. genauso wie auch das "normale" Benzin.
Die Mineralölkonzerne sind dazu in der Lage die Menge der jeweiligen Bestandteile nach belieben zu mischen, und so quasi alle möglichen Oktanzahlen zu erzeugen.
D.h.: Der Hersteller mischt dem normalen Benzin reinen Ethanol bei, der eine ROZ (erforschte Oktanzahl) von 108,6 hat. Er ist jedoch verpflichtet seinen E10 mit mindestens 95 ROZ anzubieten. Um das zu erreichen, kann er das Gemisch einfach so belassen. Es hat dann geschätzt eine ROZ von 97 (darauf aber keine Garantie). Oder sie sorgen dafür, dass die restlichen 90% mehr paraffine enthalten. Diese sind weniger Klopffest, aber energiereicher als olefine und aromaten. Damit könnten die Hersteller auch den Mehrverbrauch bei E10 eliminieren. Wollen sie aber garnicht^^
3. Da eine höhere Oktanzahl als nötig NIE einen Schaden verursacht, kannst du also nach wie vor SuperE5, Super E10, Super Plus, oder Premiumkraftstoffe ab 100 ROZ fahren.
4. Für die die es interessiert: E10 gilt unter Anderem deshalb als umweltfreundlicher, weil bei der Verbrennung weniger CO2 entsteht. Wie das geht? ganz einfach: Ethanol besteht aus nur 2 Atomen Kohlenstoff, einem Atom Sauerstoff und 6 Atomen Wasserstoff. Im Motor verbrennt also deutlich mehr Wasserstoff mit Sauerstoff zu reinem Wasser, als Kohlenstoff mit Sauerstoff zu Kohlendioxid. Als Abgas entsteht also deutlich weniger CO2 als bei Benzin, dafür jedoch mehr Wasser. Dieses Wasser soll auch Grund für die kürzere Lebensdauer von den Motorölen sein. Halte ich jedoch für sinnfrei, da jede Menge Wasser auch bei der Verbrennung von Benzin besteht. Wie der Name Kohlenwasserstoff schon sagt, hängen nämlich auch hier viele Wasserstoff Atome an den Ketten. Diese Einsparung wird auch durch den Mehrverbrauch bei E10 nicht wieder eliminiert.