AB Nr.22 29.05.15 Seite 14: Ende des Downsizings
4-Zylinder werden bei Audi, aber wohl auch bei BMW nach Miller'schen oder Atkinson Prinzip entwickelt. Miller nach Wikipedia: Die Einlassventile schließen schon früh, kurz vor Unterem Totpunkt. Die Füllung wäre nicht vollständig, wenn nicht der Turbo dies ausgleichen würde.
Zitat
Im Gegensatz zum Viertaktmotor wurde ein sogenannter fünfter Schritt eingeschoben. Deshalb wird der Motor mancherseits auch als Fünftakter bezeichnet. Nach Atkinson wird in diesem neuen Arbeitsschritt das Einlassventil zwischen Ansaugen und Verdichten einen Moment länger offen gehalten. Ein Teil des eingeströmten Benzin-Luft-Gemischs entweicht dadurch wieder aus dem Brennraum. Nach Miller wird das Einlassventil schon während des Ansaugtaktes geschlossen, was ebenfalls eine unvollständige Brennraumfüllung zur Folge hat. Das länger offenstehende aber auch das vorher geschlossene Einlassventil verhindert bzw. reduziert das sogenannte Klopfen.
Ein Kompressor bzw. ein Turbolader, welcher zusätzliches Gemisch zuführt, gleicht Verluste und weniger Leistung gegenüber herkömmlichen Motoren aus. Die Folge der Modifikationen sind geringere Abgastemperatur, weniger Schadstoffe, geringe Klopfneigung und ein hoher Wirkungsgrad des Motors. Weitere Vorteile liegen im kürzeren Verdichtungsweg, dadurch wird weniger Wärmeenergie abgegeben und der Stickstoffoxidausstoß wird reduziert, sowie die größere Leistung und geringerem Verbrauch bei vergleichsweise geringem Hubraum.
Atkinson: Einlassventile schließen spät, ein Teil des Benzin/Luftgemischs wird in den Ansaugtrakt zurückgedrängt.
Was denkt Ihr, wie der neu entwickelte BMW / Mini 2.0 Vierzylinder arbeitet?
Wir wissen, die Verdichtung ist relativ hoch, 11 bar, übrigends 3- wie 4-Zylinder...Die Maximalleistung ist zu Gunsten der Sparsamkeit deutlich zurückgenommen. Miller'sches Prinzip erscheint mir wahrscheinlich ....