Beiträge von Northbuddy

    Ich glaube wir reden da eher von TESLA, als von TOYOTA um ein prominentes Beispiel zu nennen. Der genannte Hydrogen 7 zeigt genau, dass es so geht - und zwar mit Verbrennung. Fast 10 Jahre später den Klimatot vor Augen, wird die Möglichkeit klimaneutral umzurüsten kleingeredet. In Deutschland geht das, in Japan nicht.


    Müssig zu erklären, das die Technik von 2014 nicht mit 2024 zu vergleichen ist, Hamburg hat 4 Wasserstoff 24H Tanken, und nicht nur eine auf dem BMW Versuchsgelände.

    Das es geht bezweifelt hier doch niemand. Und es hilft auch nicht immer wieder den Eindruck zu haben/zu vermitteln, als würden BEV-Befürworter den Wasserstoffantrieb (oder auch eFuels) grundsätzlich als keine Möglichkeit ansehen. Der Wasserstoffantrieb ist (abgesehen von der Komplexität) ein toller Antrieb. Das Blöde ist halt nur, das die Gesamteffizienz (egal ob bei Wasserstoff oder eFuels) derzeit schlicht und einfach schlecht (bis katastrophal) ist.


    Der angesprochene Hydrogen 7 hatte einen Verbrauch von 3.6kg/100km (Quelle). Klar, ist 10 Jahre her. Also nehmen wir mal den Fortschritt und setzen nur noch 2.5kg/100km an (es ist ja ein Verbrenner, und da halte ich eigentlich 30% Optimierung für fast schon überzogen). Für die Herstellung von 2.5kg grünen Wasserstoff benötigen wir je kg 53kWh Strom (Quelle). Macht also einen Verbrauch von 132.5kWh/100km. Verluste beim Transport etc. ignorieren wir mal (gibt es ja beim BEV auch, aber da ist der Aufwand geringer). Und dieser Strom muss ganz simpel bezahlt werden (egal, wo er herkommt). Damit kann man ja mal überlegen, was für 100km an Fahrtkosten zu erwarten ist. Also unser Mini SE verbraucht aktuell ca. 12kWh/100km. Im Winter 20kWh/100km. Selbst unser iX3 liegt derzeit auf der Langstrecke (Tempomat bis zu 150km/h) bei ca. 22kWh/100km.

    Der Wasserstoff scheitert derzeit(!) nicht nur am nicht verfügbaren Ökostrom, sondern daran, das er (bei der aktuellen Effizienz) im Fahrzeugbereich schlicht sehr teuer sein wird.


    Solange wir (möglichst) klimaneutralen Strom nicht im Überfluss haben, gibt es keinen Grund ihn in Ineffizienz zu verschleudern, nur weil's bequemer ist. Dafür ist Wasserstoff im PKW zu Verbrennen offensichtlich viel zu schlecht. Und mit der Brennstoffzelle wird es nur unwesentlich besser. Der Mirai liegt wohl bei 1.2kg und somit bei 63,6kWh/100km.

    Alleine die Folgen dieses Brückendesasters sind für diese Stadt eine wirtschaftliche und eine Umweltkatastrophe.

    War da schon mal jemand in letzter Zeit unterwegs wenn die LKWs und Pendler dadurch rollen?

    Ja, ich fahre die Strecke regelmäßig (bzw. jetzt auch mal weiträumig drum herum). Das ist schon eine Wartungsposse, die da passiert. Hat nur konkret mit dem Thema nichts zu tun.


    Ich selbst sehe ja auch das Induktive Laden während der Fahrt aus genau diesen, von dir genannten, Gründen als problematisch an. Denn es reicht eben nicht aus, mal hier und mal da eine Strecke zu elektrifizieren. Das müsste Europaweit passieren.


    Anders sehe ich das z.B. bei den "Laternenparkern". Gerade hier wäre eine induktive Lösung (z.B. Tests in Köln, Tests in Göteborg) interessant. Natürlich muss man die Ladeverluste weiter minimieren (in Göteborg sollen sie bei ca. 10% liegen). Aber wenn solche Platten in die Parkflächen einbebaut werden (und das Ganze natürlich ein Europaweiter Standard wird), dann parkt man abends (oder beim Einkaufen) weiter auf dem Parkplatz wie gewohnt, und das Auto ist morgens wieder geladen (in den Tests werden immerhin 22-40kW verwendet, was man in der Masse dann natürlich runter regeln könnte, da man ja über Nacht lädt). Kein manuelles Kabelstecken, etc.


    Insofern denke ich, das es viele interessante Ansätze gibt. Die muss man jetzt halt sinnvoll testen, um sich dann für einen europaweiten Standard zu entscheiden. Und dann muss man es umsetzen. Da muss dann auch nicht gleich jeder Parkplatz komplett umgebaut werden, sondern auch das kann man nach und nach machen.

    E25 hört sich zuerst einmal gut an. Aber wie groß ist bei der Umsetzung dieser Idee weltweit die Fläche, die für die Produktion von Nahrungsmitteln fehlen wird? Beim dem weiterhin rasanten Anstieg der Bevölkerung auf diesem Planeten wird die Nachfrage nach Lebensmitteln- auch ohne Kriege - immer größer.

    Das ist das Problem vieler dieser Bio- und eFuel-Ansätze. Sie sind technisch machbar, und darauf wird auch gerne "rumgeritten". Über die notwendige Skalierbarkeit dahinter macht sich aber kaum ein laut auftretender Befürworter Gedanken. Da sieht es nämlich derzeit sehr mau aus.

    Übrigens, "Laternenladen" und Laden mit 3,7 kW/h ist für die im Alltag üblichen Strecken durchaus eine Alternative und wird viele Tausend Menschen in den Städten emmissionsarm mobil halten.

    Ich lade unseren iX3 auch nur mit 3.7kWh zuhause (da der Wagen keine Phasenumschaltung problemlos mitmacht, lade ich immer 1phasig über die PV (der Mini SE kann das besser ;))). Komischerweise ist der Wagen immer genug geladen (und den Akku schonen tut man damit auch)...

    Allerdings bin ich persönlich weiterhin von "Unterleitungen" auf der Autobahn überzeugt. Während der Fahrt auf der Autobahn dockt das Fahrzeug ans Netz an und wird quasi direkt mit Strom versorgt und lädt dabei noch den Akku auf. Dann reichen kleine Akkus für die erste und letzte Meile und ggf nötige Umleitungen, Überholvorgänge etc

    Das Thema (induktives Laden während der Fahrt) finde ich auch spannend (insbesondere aufgrund der von dir genannten Punkte (kleine Batterie)). Allerdings sind da noch viele Punkte offen: Ladeverlust, Aufwand (wann wären genug Streckenabschnitte (auch Europaweit!) damit ausgerüstet, usw. usw.).

    Erstaunlich ist, wie hartnäckig daran von den Anhängern des Wasserstoffs festgehalten wird. Da sprechen alle derzeitigen Fakten* deutlich dagegen (siehe z.B. den Beitrag von bwm), aber trotzdem heißt es immer wieder "... aber der Wasserstoff...". Und warum? Weil man sich von seinem bisherigen Mustern wie "Ich tanke schnell voll und kann weit fahren" nicht trennen und (vermeintlich) keine neuen Wege einschreiten muss. Es ist ein Beispiel dafür, wie schwer es ist, Dinge grundsätzlich anzugehen.


    *= Wasserstoff ist eine hochinteressante Technologie und für den Umstieg ein wesentlicher Baustein. Daran muss weiter geforscht werden (wie eigentlich auch an Atomstrom, Fusion, etc. - man sollte sich nicht aus der Forschung an solchen Themen verabschieden). Aber derzeit ist der Einsatz im PKW schlicht aufgrund der Effizienz völlig unsinnig.

    Ich Frage mich, ob das von BMW/Mini eigentlich geschickt war? Da wartet eine Menge an Kunden auf ein elektrisches Mini Cabrio. Und dann präsentieren sie ein "unverkäufliches Einzelstück". Sehr schön. Und nun? Man zeigt, das man es könnte.... getreu dem Motto: "Darf's noch etwas Salz in die Wunde sein?"


    Finde ich zum jetzigen Zeitpunkt, ohne Aussagen bzgl. eines elektrischen Cabrios in der Zukunft, ziemlich sinnfrei.

    wir sind hier im E- Bereich :evil: :sleeping:

    Genau, eben, drum ;)


    Wir fahren den Mini-SE und ich habe schon bei dessen Präsentation auf der IAA nach dem eCabrio gefragt. Hätten wir klar bevorzugt. Und da wir 2025 wohl wieder wechseln werden, wäre es perfekt, wenn 2024 das elektrische Cabrio vorgestellt werden würde. Jetzt klarer?


    Ich warte schon länger auf ein elektrisches Cabrio. Präferiert wäre ein Roadster. Aber da sehe ich aktuell, außer dem 718 Nachfolger bei Porsche nichts am Horizont (welches nicht völlig preislich ausartet).

    Beim Mini SE weiß man, das er mit dem Great Wall Ora wohl eine Plattform teilt. Und vom Great Wall Ora gibt es eine Cabrio Vision:


    There’s Nothing Wrong If You Purr When Seeing Ora’s Digitally Basic Cabrio Cat
    With help from everywhere, Great Wall Motors is slowly but steadily popularizing its Ora electric vehicle car brand. You know, the one that became famous for…
    www.autoevolution.com

    theres-nothing-wrong-if-you-purr-when-seeing-oras-digitally-basic-cabrio-cat-177101-7.jpg.jpg


    Was läge also näher, als ein elektrisches Mini Cabrio, wenn's die gleiche Plattform ist.