20190825: Abschied von der Insel - Englands Autoindustrie stirbt mit dem Brexit

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    • 20190825: Abschied von der Insel - Englands Autoindustrie stirbt mit dem Brexit

      SONNTAG, 25. AUGUST 2019
      Abschied von der Insel
      Englands Autoindustrie stirbt mit dem Brexit

      n-tv.de/wirtschaft/Englands-Au…exit-article21225001.html

      Teil-Zitat:
      „James Bond drückt 2020 wieder das Gaspedal eines Aston Martin durch. Aber die britische Autoindustrie könnte da schon Geschichte sein. Immer mehr Hersteller entlassen Mitarbeiter, schließen Werke. Wie konnte es soweit kommen?

      Seit vergangenem Jahr ist die Autoproduktion in England im Rückwärtsgang. Im ersten Halbjahr 2019 wurde mit 666.000 Autos, ein Rückgang um ein Fünftel zum Vorjahreszeitraum, ein neuer Tiefstand erreicht. Nur rund zwei Monate vor dem Brexit spitzt sich die Lage für die Branche weiter zu. (...)

      Sparprogramme aller Orten
      Doch auch der Rest der Branche steht auf hab Acht. Mini, Automobiltochter von BMW und drittgrößter Hersteller auf der Insel, plant Schließungen und Produktionsverlagerung nach Südafrika. Jaguar Land Rover, das 2008 vom indischen Stahlmagnaten Ratan Tata vor der Pleite gerettet und zwischenzeitlich unter deutscher Leitung zum neuen Star der britischen Autoindustrie aufgestiegen war, hat ein massives Sparprogramm und die Streichung von 4500 der 9100 Arbeitsplätze angekündigt.

      Jaguar hat parallel dazu massiv Kapazitäten im EU-Land Slowenien aufgebaut. Ford legt Teile seiner Motorenproduktion still und will seine Zukunft im Vereinigten Königreich ebenfalls "überdenken". PSA- Chef Carlos Tavares hat im Falle eines harten Brexit mit dem Abzug der Opel Astra Produktion aus dem Vauxhall-Werk Ellesmere Port und deren Verlagerung nach Südeuropa gedroht; das wäre dann das Aus für den Standort - und für viele Zulieferer ringsum. Große Zulieferer wie ZF, Schäffler und Michelin machen bereits zu, andere werden folgen.

      Das Ende der britischen Autoindustrie, präziser: der Autoindustrie in Großbritannien, naht also mit großen Schritten. Ein "harter" Brexit ohne Freihandelsabkommen mit der EU macht dem Automobil-Standort Großbritannien den Garaus. Er wird unprofitabel, denn die Autoindustrie hängt stark vom Export ab. Jährlich werden etwa 80 Prozent der Autos exportiert, davon über 60 Prozent nach Europa. Umgekehrt werden 80 Prozent aller Zulieferteile aus Europa importiert, manche davon überqueren den Kanal im Veredelungsverkehr bis zu fünfmal. Die Einführung der WTO-Zoll-Tarife von zehn Prozent würde dem Standort Großbritannien die Rentabilitätsgrundlage entziehen: Exportautos verteuerten sich um etwa 3000 Euro, Zulieferteile müssten zu höheren Kosten importiert werden. (...)“

      Weiter unter:
      n-tv.de/wirtschaft/Englands-Au…exit-article21225001.html

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    • ... die Automobilindustrie ist ja nur eine Branche, in anderen Branchen schaut es ähnlich düster aus.

      Mich ärgert es extrem und macht mich sehr traurig, dass Populismus das Zusammenleben erschwert, weil sogenannte Politiker wie Trump und Johnson und andere meinen, dass es ihren Ländern alleine besser gehen würde.

      Letztlich gefährdet diese „our Country first“ den Wohlstand und das friedliche Miteinander.

      Spielregeln im gegenseitigen Miteinander werden aufgekündigt und es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu schlimmeren Folgen kommt.

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    • Sollte nicht mehr in GB produziert werden, geht etwas vom Flair eines Minis verloren, ohne Frage :( .
      Mit der Umstellung auf die Plattform des neuen BMW 1er ist die Produktion recht flexibel.
      Im Auftrag wird in Graz und Born (NL) gefertigt. In Asien wird zumindest zusammenmontiert.

      Wer weiß, vielleicht kommt die nächste Generation aus China?!

    • Born übernimmt zunächst die Spitzen... der X1 wird dort runtergefahren...

      Das Werk hat für etwa 350.000 Fahrzeuge Kapazität bei Vollauslastung... da braucht man Oxford (fast) nicht mehr...

      Vom Flair geht da meiner Meinung nach nichts verloren, denn entwickelt wurde die F-Generation nicht auf der Insel sondern in Bayern

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    • Das Nissanwerk in Sunderland stellt komplett ein und 7.500 Arbeiter stehen ohne Arbeit da...

      Ironischerweise haben dort 61 % für den Brexit gestimmt... wie dem Rattenfänger von Hameln den Populisten hinterhergelaufen...

      Honda verlässt ebenfalls die Insel ...

      Ich glaube, dass wird noch ein großer Katzenjammer dort werden

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    • Innocent schrieb:

      Sollte nicht mehr in GB produziert werden, geht etwas vom Flair eines Minis verloren, ohne Frage :( .
      Mit der Umstellung auf die Plattform des neuen BMW 1er ist die Produktion recht flexibel.
      Im Auftrag wird in Graz und Born (NL) gefertigt. In Asien wird zumindest zusammenmontiert.

      Wer weiß, vielleicht kommt die nächste Generation aus China?!
      Den R60 S all4 den ich hatte wurde in Graz gebaut! Und trotzdem war es ein super Mini
      Dateien
      Mini S fahren ist geil :2352:
    • Clubmann S schrieb:

      Den R60 S all4 den ich hatte wurde in Graz gebaut! Und trotzdem war es ein super Mini
      Darum geht es mir gar nicht. Vermutlich ist es alles andere als ein Nachteil, wenn der Mini aus Graz kommt. ;)

      Gefühlsmäßig ist MINI für mich ein britischer Autobauer, auch wenn ich es natürlich besser weiß.
      Sollten die Werke in GB aufgegeben werden müssten, fände ich das sehr schade. Gleiches gilt im Fall von Jaguar Land Rover.
    • Es ist traurig wie manche Politiker meinen mit aller blinden Macht Ihr Land ändern zu müssen und erheblichen Schaden zufügen.
      Für MINI bricht eine Tradition wenn Sie Oxford oder eben die Insel aufgeben müssen aber es ist verständlich. MINI für mich ein Wahnisinns tolles Autos, jeden Morgen Lachen im Gesicht mit viel Fahrspaß ob auf der Landstrasse oder auf der Autobahn. Nicht zu ersetzen.
      Egal wo das Auto her kommt, wenn es weiterhin so tolle Autos gibt von MINI bin ich dabei. Mein aktueller Dumbo ist auch schon in Born geboren worden und ich liebe ihn über alles. Die Geschichte startete in England mit MINI wohin Sie weiterführt wird man sehen, aber die Marke lebt weiter. <3

    • Dann schauen wir mal wie es in Deutschland kommen wird wenn sie mit ihrem Öko/Umwelt/Diesel-Kahlschlag fertig sind .
      Ob wir dann immernoch bei 3,1% liegen bei der Arbeitslosenquote....
      Derzeit schütten die großen Autobauer noch satte Gewinnbeteiligungen aus, aber bei den Zulieferfirmen werden die ersten Wellen schon entlassen.

      Wobei die Automobiler nicht die einzigsten sind die im Moment vermöbelt werden.
      Die böse Chemie/Kunststoffindustrie ist ja dran schuld das die Meere voll sind mit Plastik.
      Mikroplastik... ein Teufelszeug.. :whistling:
      Die Tourismusindustrie wird geächtet... wie man der Natur nur antun kann das man sich auf ein Kreuzfahrtschiff begibt...
      Jetzt bekommen die Importeure/Fleischverwerter haue, weil der Amazonas brennt weil man man Flächen für Rinderfutter braucht...
      Schauen wir mal was nächsten Monat dran kommt.

      Wir brauchen keine Populisten hier in Deutschland, die Wirtschaft bekommen wir auch so kaputt.

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      F56 - John Cooper Works - Midnight Black
    • Das sehe ich nun aber doch etwas anders...

      Letztlich ist es ja nichts Neues, dass fossile Brennstoffe irgendwann endlich sind und schon deshalb die Entwicklung anderer Antriebstechniken nötig wird...

      Auch das Argument der nicht optimalen Umweltbilanz der Verbrenner wird niemand wirklich entkräften können...

      Wenn an einer Stelle Arbeitsplätze verloren gehen, kommen an anderer Stelle neue Arbeitsplätze dazu ...

      Dazu kommt, dass wir in Deutschland eh jetzt schon Fachkräftemangel haben und die Stellen nicht besetzt bekommen...

      Da nun ohne fundierte Zahlen und Daten eine düstere Perspektive zu skizzieren, halte ich für abwägig


      Grüße
      Peter

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    • Pietsprock schrieb:



      Wenn an einer Stelle Arbeitsplätze verloren gehen, kommen an anderer Stelle neue Arbeitsplätze dazu ...
      Das ist in meinen Augen einfach nur naiv, sorry.
      Frag doch mal bei Siemens wie viele von den Turbinenwerkern einen gleichwertigen neuen Job gefunden haben.
      Massenentlassungen wurden durch staatliche Subvention verhindert. Ob das langfristig ein Erfolgsrezept ist?

      Ein Fahrzeug mit E-Antrieb hat viel weniger Verschleißteile als ein Verbrenner, nur um ein Beispiel zu nennen.
      Keine seriös aufgestellte Umweltbilanz attestiert einem E-Auto klimaneutralität.
      Dafür ist die Herstellung der Akkus einfach zu schädlich.
      Aber das führt zu sehr ins OT diese Diskussion.
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    • Naiv ist zu meinen, dass man zeitlebens einen Beruf hat.

      Der Beruf des Kutschers ist durch die Erfindung des Automobils auch weggefallen. Bergleute gibt’s zukünftig auch nur noch in geringem Umfang... etc.

      Gesellschaft lebt von Veränderungen

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pietsprock ()

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