Aber es ist doch irgendwie pervers, daß sich Wind/Solarenergie nur rechnet, wenn es gefördert wird.
Und wie ist das mit Atomstrom oder der Kohle (Kohlepfennig)?
Ich frage mich: Welche Energieart wurde bisher nicht gefördert?
ISt zwar schon ein paar Jahre alt und es mag was neueres geben, aber die Zahlen sprechen für sich: klick
ZitatAlles anzeigenDie wahren Energiekosten
Diese rauszubekommen ist gar nicht so leicht. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat sich in einer umfangreichen Studie die Mühe gemacht.
Die wesentlichen Erkenntnisse und Zahlen:
- Atomstrom und Kohlestrom wird seit 1970 intensiv gefördert. Erneuerbare Energien hingegen erst seit Mitte eher Ende der 1990er Jahre von erwähnungswürdigen Förderungen.
- Atomstrom wird mit 213 Mrd. Euro, Steinkohle mit 311 Mrd. Euro und Braunkohle mit 87 Mrd Euro staatlich gefördert. Insgesamt wurden Atom- und Kohlestrom seit 1970 mit 611 Mrd. Euro gefördert.
- In den Berichten der Bundesregierung tauchen allerdings nur Förderungen in Höhe von 256,38 Mrd. auf, d.h. nur gut 40% der realen Förderungen. Aufgeteilt bedeutet das, dass bei Atomstrom 24%, bei Steinkohle 66% und bei Braunkohle 0% der Förderungen öffentlich kommuniziert werden.
- Die Erneuerbaren Energien wurden erst seit 2005 vermehrt gefördert. Insgesamt belaufen sich die Förderungen auf 67 Mrd. Euro, davon werden 81% der Förderungen in öffentlichen Berichten der Regierung ausgewiesen.
- In den oben genannten Förderungen sind die externen Kosten der Stromerzeugung nicht enthalten. Es handelt sich hierbei um die Kosten, die nicht vom Kraftwerksbetreiber getragen werden, sondern die die Gesellschaft infolge von Umweltbelastungen, Verlust von Lebensräumen (Biodiversität) und Klimawandel zahlen muss.
- Die externe Kosten im Überblick: Atomenergie 34,3 Ct/kWh, Steinkohle 8,9 Ct/kWh, aus Braunkohle 10,7 Ct/kWh, aus Erdgas 4,9 Ct/kWh, aus Windkraft onshore 0,3 Ct/kWh, aus Wasserkraft 0,2 Ct/kWh und aus Photovoltaik 1,2 Ct/kWh
- Teils wird die Atomenergie bei der Berechnung der externen Kosten auch dem schlechtesten fossilen Brennstoff, der Braunkohle, gleichgesetzt. Die externen Kosten lägen dann bei 10,7 Ct/kWh. Allerdings sind hierbei die horrenden Kosten eines Super Gaus nicht eingepreist.
Zur Erinnerung aus Teil 2: „In der Ukraine gehen 20 Jahre nach Tschernobyl immer noch 6% des Staatsbudgets zu Lasten des Unglücks, es waren mal 20%.“- Die externen Kosten bei den erneuerbaren Energien sind für die Herstellung der Anlagen mit dem anfallenden Material- und Energieverbrauch.
- Die Internationale Energieagentur (IEA) hat einen Report namens “Energy Technology Perspectives” rausgebracht, in dem es Kosten und Ertrag der globalen Energiewende gegenüberstellt. Um die CO2-Emissionen bis 2050 um 70% zu senken, müssten 32 Billionen Euro investiert werden. Das dadurch gewonnene Einsparpotenzial läge bei 52 Billionen Euro. Demnach entsteht durch die globale Energiewende ein Gewinn von 52 Billionen Euro.
Alle Zahlen finden sich in der unten stehenden Infografik.