Beiträge von mad-max

    Wenn ich mir das Öl vorher im Netz besorge und schöne originale oder auch nur original aussehende BMW-Flaschen bekomme (das ist ja nicht immer zweifelsfrei zu erkennen) und darin sich z.B. die von Heiko beschriebene "Zaunlasur mit Resten von Frittenfett und Nagellack" befindet, habe ich doch letztendlich die A.....karte. Eine Kontrolle bzw. Bestimmung des Inhaltes ist durch mich als Laie ohne Chemiebaukasten überhaupt nicht möglich. Der von mir beauftragte :) führt dann den Auftrag aus und Vermerk natürlich die Eigenanlieferung des Öl's.


    Gegen illegale Machenschaften kann man sich wie so oft im Leben nur bedingt schützen. Am sichersten wirst du beim Öl sein, das du beim BMW/Mini Vertragshändler kaufst, danach kommen meiner Meinung nach die Großen Teilehändler wie Trost, Stahlgruber etc.
    Dann kommt man zu den online Shops. Da kannst du bei den Ölherstellern auf der Homepage meistens recherchieren, wer zertifizierter Onlinehändler ist und hoffen, dass die wirklich nur das Öl vom Hersteller und kein sonstiges angekauftes Öl verschicken.
    Am "unsichersten" sind die onlinehändler, allen voran neue ebay shops. Die ebay shops sind in kürzester Zeit angelegt und man hat eine riesige Anzahl Kunden die nur auf € pro Liter schaut.


    In unserer Werkstatt füllen wir zum allergrößten Teil die Hausmarke von unserem Teile Großlieferanten Trost ein (Trost master oil), das hat so gut wie alle gängigen Freigaben. Wenn ein Kunde ein Premium Öl will, empfehlen wir ihm den Shop von Ölpiraten, die haben uns auf Nachfrage durch Rechnungskopien von Castrol glaubhaft nachweisen können, dass sie ihr Öl direkt von Castrol/BP beziehen. Ich persönlich kaufe mein Öl für das Ringtool auch bei denen, im Daily fahre ich seit vielen Jahren das Trost Öl.

    Können auch nicht-Mini Handler der Service Historie im Komputer von Mini auslesen/bearbeiten?
    Habe das Idee dass dieses System von Serviceheft nür gemacht ist um die Mini Kunden an sich zu halten.

    Man kann sich als freie Werkstatt bei BMW registrieren lassen und kann damit mit professionellen Diagnosegeräten (wir verwenden eines von Hella) auf das elektronische Scheckheft zugreifen bzw. Einträge schreiben. Wir haben das bisher noch nicht gemacht, auch weil BMW dafür natürlich Geld verlangt und unsere Kunden bisher mit einer gestempelten Papierrechnung zufrieden waren.

    Im Handbuch steht drin, was du nachfüllen darfst, das ist auch alles für den Ölwechsel zugelassen. Ich habe noch nie so viele erlaubte Freigaben und Viskositäten bei einem Auto gesehen wie beim Mini.


    Mini wird dir die Standard Plörre einfüllen, die mittlerweile in so gut wie jedem BMW passt. Bei Mini heißt das: Shell BMW LL04 entweder in 0W-30 oder 0W-40. Entweder das Shell Helix ECT oder das Helix Professional.


    Ich sehe keinen Sinn darin, die Low SAPS Diesel Freigabe BMW LL-04 bei einem Benzinr ohne Partikelfilter zu benutzen, deshalb kommt bei mir ein BMW LL01 spezifiziertes Öl rein, das laut Handbuch zugelassen ist. Viskosität nehme ich die 0W-30.

    Hi,


    welche der folgenden Achswerte sind beim Mini ab Werk einstellbar?


    Spur Vorderachse
    Sturz Vorderachse
    Nachlauf Vorderachse


    Sturz Hinterachse
    Spur Hinterachse


    Wenn ich mir den Achsaufbau im ETK anschaue, hat der obere Querlenker der Hinterachse eine Exzenterschraube, über die wird vermutlich der Sturz eingestellt?
    Der Längslenker der hinterachse erinnert mich an die E46/E46 Hinterachskostruktion, ist beim Mini der Lagerbock und damit die HA-Spur verstellbar?


    Vorderachse Spur ist Standard.
    Vorderachse Sturz, hat der Mini Langlöcher im Dom o.ä. oder ist der Sturz nicht einstellbar?
    Vorderachse Nachlauf wird vermutlich nicht einstellbar sein, da das hintere Lager des Querlenkers fest mit der Karosse verschraubt ist, oder?


    Also quasi so:


    Spur Vorderachse :thumbup:
    Sturz Vorderachse ?(
    Nachlauf Vorderachse :thumbdown:


    Sturz Hinterachse :thumbup:
    Spur Hinterachse :thumbup:



    Liebe Grüße.


    Zahlen zu nennen wäre hier zu spekulativ, das weißt du bei deiner Fragestellung aber sicher.


    Ich mache mir weniger Sorgen um den Grundmotor an sich als um den Turbo. Laderschäden bei BMW zwischen 100 und 200tkm sind keine Seltenheit, wenn man sich das Ölsieb in der Öl Zuleitung der meisten Lader anschaut muss einen das auch nicht wundern. Wenn ich die Verunreinigung durch den halbierten Intervall halbiere, verlängert es die Lebensdauer des Laders. Gegen andere Ursachen von Laderschäden ist man natürlich trotzdem nicht gefeit.


    Dazu kommt, dass Kosten und Aufwand bei mir nahezu null sind: Ich komme zum Großhandels EK an Öl und Filter und darf während der Arbeitszeit in unserer Versuchswerkstatt auf der Bühne arbeiten. D.h. ich habe ca. 30€ Materialaufwand und muss keinerlei Freizeit dafür opfern.





    Nachdem wir bald die erste Seite mit pro und contra gefüllt haben, würde ich gerne wieder auf meine Fragen aus dem ersten Post zurück kommen:


    "LL-01 in 0W-30 oder 0W-40 in Ordnung oder hat jemand einen Einwand?
    Welche Füllmenge stimmt?"


    Zur Füllmenge sagen beim B48A20 Motor eigentlich alle Quellen 5,2 Liter. Wegen der Freigabe habe ich Castrol geschrieben. Antwort: BMW schreibt den Ölherstellern beim B48A20 entweder LL01 oder LL04 vor. Beide sind zugelassen. Ich werde das LL01 verwenden, da es bessere Schmiereigenschaften als die neue "dieselpartikelfilter-Spezifikation" LL04 haben soll.


    Bei der Viskosität bin ich noch nicht festgelegt. Als Garagenfahrzeug hat der Mini so gut wie nie richtige Kaltstarts, die Start-Stop habe ich deaktiviert, also braucht es eigentlich kein 0W. Ich denke ein klassisches 5W-30 wird es werden, unter Umständen ein 5W-40.

    Zum Einfahren: Bei Neuwagen nicht nötig. Wichtig ist nur das der Motor warm ist bevor man mit höherer Drehzahl unterwegs ist. Bei MINI habe ich nicht in die Anleitung geschaut da ich einen Schalter habe. Bei VW lernt das DSG in den ersten 2000 KM den Fahrstil und stellt sich darauf ein. Eine zu vorsichtige Fahrweise am Anfang kann dann die DSG Einstellung schön versauen. Falls Du eine Automatik hast schau besser in die Anleitung das so was nicht passiert.


    Es gibt hier ja einen eigenen Thread zu pro und contra Einfahren, deshalb will ich hier nicht zu viel Offtopic. Nur so viel: Ich habe in meinem Maschinenbaustudium auch Verbrennungsmotoren geschrieben. Die Motoren werden heute zwar mit anderen Fertigungstoleranzen gefertigt und auch mit anderen Materialien, dass moderne Motoren nicht mehr eingefahren werden müssen ist aber ein Ammenmärchen, das die Hersteller gerne erzählen, genau wie die Lifetime Füllung bei den Automatikgetrieben.


    Zu den lernenden Getrieben: Guter Einwand, die Adaptionswerte kann man (auch bei VW) zurücksetzen. Außerdem lernen/adaptieren die meisten Getriebe ihr Leben lang und nicht am Anfang.