Da müsste man auch mal an die Dienstwagenregelung ran. Wenn die Versteuerung für die Arbeitnehmer nicht immer von 100% Bruttolistenpreis ausgehen würde, sondern z.B. jedes Jahr um 10% sinkt (vielleicht bis zu einem Mindestsatz von 30%), dann würden die Dienstwagen auch mal länger gehalten werden oder es würde sich lohnen gebrauchte Auto zu leasen.
Die 1% Versteuerung der Dienstwagen zahlen die Nutzer desselben, nicht die Firmen! Von einer sinkenden Versteuerung haben also die Halter der Fahrzeuge (also die Firmen) gar nichts. Dort ist eher die Abschreibung interessant. Und wenn ein Fahrzeug abgeschrieben ist, wird es ggf. getauscht. Andere Gründe sind die Wartung etc.
Dies ist ja auch der Grund, warum die Hybride so explodiert sind. Die FahrerInnen haben profitiert (0,5% Versteuerung), die Halter (Firmen) sind allerdings weniger erfreut, da die Kosten für die Hybride oftmals höher ausfallen.
Selbstständige bzw. Eigennutzer (also FahrerIn = Halter des Dienstwagens) nutzen übrigens oftmals nicht die 1% Regelung sondern rechnen konkret den betrieblichen Bedarf ab, da sie durch Fahrtenbuch häufig eine sehr geringe private Nutzung nachweisen können.
Insofern sehe ich es als schwierig an, die Haltedauer der "Vertrieblerfahrzeuge" einfach >5 Jahre zu puschen.
Andererseits stellen gerade diese Fahrzeuge und ihre relativ hohe Fluktuation das Füllhorn für den Gebrauchtwagenmarkt dar. Gerade so kommen relevante Stückzahlen von Hybriden und nun auch BEVs in den Gebrauchtwagen-Markt an.
Aber generell, aus Umweltgründen, wäre es richtig, die Fahrzeuge auf eine möglichst lange Lebensdauer auszulegen und Peripherie wie Navi, Multimedia, etc. möglichst Flexibel und austauschbar zu gestalten.