Beiträge von bzuhause

    Hallo liebe Mini-Fan-Gemeinde,


    seit ich mich im Juni 21 spontan dazu entschieden hatte, meinen M140i gegen einen Mini Cooper SE zu tauschen, lese ich hier still mit.


    Mein Mini beim Laden.jpg


    Im Oktober kam er dann und ich traute mich bisher nicht mehr als 50km weit weg von der heimischen Steckdose. Erst seit meiner ersten längeren Fahrt fühle ich mich in der E-Mobilität angekommen. Mit diesem Beitrag will ich Euch an meinem "Abenteuer" teilhaben lassen und mich auch kurz vorstellen.


    Ich wohne im Großraum Stuttgart und gehe stramm auf die 60 zu. Ich liebe es Auto zu fahren und für mich ist der Weg das Ziel. Das man durchs Fahren auch von A nach B kommt ist für mich nur eine nützliche Nebenwirkung.


    Was ich eigentlich berichten wollte. Ich war die Tage mit dem Mini unterwegs und bin vom Großraum Stuttgart nach Duisburg und zurückgefahren. Ich hatte panische Angst, mit leerem Akku liegen zu bleiben und war kurz davor auf mein Motorrad zu steigen. Doch dann sagte ich mir, irgendwann musst Du es wagen und so entschied ich mich schließlich doch für den Mini.


    Den Tag zuvor hatte ich mir Ladestationen ausgesucht, die ich anfahren wollte. Natürlich sehr konservativ. Das eingebaute Navi verrät einem ja leider nicht die Ladegeschwindigkeit der angezeigten Ladestationen. In einem Testlauf in meinem Wohnort hat es mich jedes Mal zu AC-Ladestationen geführt, also unbrauchbar für eine Tour-Planung.


    Am ersten Halt an der Raststätte Lorsch Ost problemlos an einem 50kw Lader innerhalb von 24 Minuten auf 90% aufgeladen. Die beiden freien 300kw Lader daneben habe ich natürlich nicht benutz, da der Mini ja nur maximal mit 50kw lädt. Der zweite Stopp an der Raststätte Montabaur Ost dasselbe Bild, zwei 300kw Lader und ein 50kw Lader. Dieses Mal hatte ich fast vollgeladen, da ich noch knapp 160km vor der Brust hatte (Der Puffer war für meine Nerven einfach nötig 😊) 36 Minuten Ladezeit, also genug Zeit für die obligatorische Mittagspause, wenn ich nach Duisburg fahre.


    Auf dem Rückweg dieselbe Taktik und die ersten Probleme. Erster Halt Raststätte Montabaur West, die 50kw Säule erkannte meine Ladekarte nicht und mein Auto wollte par tu nicht mehr den Stecker freigeben. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. Durch hektisches Probieren aller Art (Auto verriegeln und wieder öffnen. Noch mal versuche zu laden etc…) klappte es plötzlich und ich bekam den Stecker wieder raus. Die Panik war deshalb so groß, weil der Fahrer eines Kona an der 300kw Ladestation anscheinend mit demselben Problem zu kämpfen hatte. Wir tauschten die Positionen, wo es mit meinem Mini an der 300kw Säule dann problemlos funktionierte. Der Konafahrer hatte Pech, denn seine mir unbekannte Ladekarte wurde von den EnBW Ladern nicht akzeptiert.


    Letzter Halt, nächstes Problem. Der 50kw-Lader war mit einem Tesla einer EnBW Mitarbeiterin belegt und ich fand schnell heraus, warum. Der 300kw Lader war gestört, aber die junge Frau konnte mir helfen. Ein kurzer Anruf und die Säulen wurden neu gestartet, danach funktionierte es problemlos.


    Und was soll ich sagen, ich wäre sogar mit einmal Laden ausgekommen, allerdings hätte dieser Ladestopp fast so lange gebraucht, wie die Zwei und ich hätte nur 110km/h fahren dürfen. Unterm Strich wäre ich also langsamer gewesen. Mit zwei Ladestopps, so meine nachträgliche Berechnung, hätte ich sogar schneller als 120km/h fahren können. Ich bin nämlich die ganze Fahrt, wo es ging, mit dem Tempomat 120km/h gefahren und habe hin 14,8kw pro 100km (19 Grad, ohne Licht) verbraucht und auf der Rückfahrt 15,8kw (< 10 Grad mit Licht. Es wurde immer kälter und die Heimat vor Augen fuhr ich auch immer schneller).


    Verglichen mit dem M140i sind Autobahnfahrten nicht das gelbe vom Ei, aber sobald man die AB verlässt, sind sie vom Fahrspaß betrachtet auf gleichem Niveau. Da fehlt dann nur noch der geniale Sound vom B58, ja den vermisse ich auf jeden Fall. Aber wenn ich an eine Tankstelle vorbeifahre und die Preise sehe, relativiert sich das wieder.


    Gruß


    bzuhause