Fehlinformationen, fehlendes Wissen und Vorurteile gegen die Elektromobilität

  • :0001:


    Wenn ich mich mit manchen Menschen aus meinem Bekanntenkreis und/oder Familie über die Elektromobilität unterhalte, dann treffe ich oft auf Fehlinformationen, fehlendes Wissen und Vorurteile.


    „Ja, aber der Akku verbraucht so viel CO2, damit kann ich locker einen Verbrenner lebenslang fahren“ ... ist dabei Argument, das durch diverse Medien-Berichte und der sog. „Schweden-Studie“ ausgelöst wurde (auf diese und andere Missstände gehe ich im Abschnitt „FAQ/Sonstiges“ noch näher ein).


    Viele Artikel haben gemein, dass sie - ausgehend von verschiedenen Prämissen - immer vom Lebensalter des Fahrzeugs von (oft) 150.000km ausgehen und am Ende ein Fazit ziehen.


    Mir persönlich missfielen oft die Vergleiche (Tesla Model S vs. VW Golf) und die fehlende Transparenz über die Berechnungs-Annahmen. Aus diesem Grund entstand die nachfolgende Berechnung.


    Die drei Haupt-Fehler in den Vergleichen sind:

    • 1kWh-Akku verbraucht 200kg CO2 —> dies wurde durch ein Update der Schweden-Studie mittlerweile auf 61-106kg korrigiert
    • Es wurde mit den dt. Strommix-Werten aus 2014 gerechnet. Dieser betrug dort 559g/kWh, d.h. 70g/kWh mehr.
    • Ein Akku ist nicht nach 150.000km kaputt (mehr dazu aber in den FAQs ganz unten)

    Als Ergebnis habe ich eine Excel-Tabelle entworfen, die errechnet, ab welcher Kilometerleistung sich ein E-Auto lohnt.


    Anbei noch ein paar wichtige (persönliche) Vorworte:

    • Jegliche Mobilität ist schlecht für das Klima ... auch das Elektroauto. Punkt. Wir sollten alle mehr auf das Fahrrad oder den ÖPNV setzen.
    • Ich habe nichts gegen Benziner und/oder Diesel. Der Diesel ist meiner Meinung nach dank dem Abgasskandal auch zu unrecht in die Diskussion geraten. Dafür kann das E-Auto aber nichts (CO2 und Feinstaub sind ebenso nicht dasselbe).
    • Ich glaube (nach meinen Recherchen sogar noch mehr) daran, dass man mit einem Umstieg auf die Elektromobilität einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten kann.
    • Ich freue mich auf die Zukunft und die guten Fortschritte, die sie uns bringen wird. Ob wir in 10 Jahren alle E-Auto fahren? Keine Ahnung, vielleicht gibts bis dahin ja noch was Besseres ... Denkt mal dran: Vor 15 Jahren gabs noch kein iPhone.

    Alle anderen Themen und Einwände findet ihr im Spoiler-Tag ganz unten im Thread


    Nun zur Berechnung:
    Übersicht 1 zeigt eine komprimierte Fassung, Übersicht 2 (im Spoiler-Tag) ist detaillierter mit ein paar Erläuterungen und hat die Quellenangaben
    Das Vergleichsauto ist der Hyundai i20. Warum? Weil dieses Auto durch ein den Mini Cooper SE ersetzt wurde und ich „meinen“ Vergleich wollte.


    Übersicht 1 - Kurzüberblick mit Fahrzeugvergleich
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    Übersicht 2 - Detailsansicht Fahrzeugvergleich mit allen Informationen:




    Kann ich das (auch für mein Auto bzw. meinen Vergleich) haben?
    Ja.
    Nennt mir die beiden Autos mit ihren Verbräuchen, dann nenn ich Euch die KM-Zahl :).
    Ich stelle das Excel-Sheet auch gerne zur Verfügung ... einfach pm an mich ;)




    FAQs und Sonstiges:
    [spoiler]
    Vorwort:
    Ich glaube nicht, dass dieser Thread mich davon bewahren wird, weiterhin immer wieder dieselben Sprüche zu hören ... :thumbdown:
    Ich hoffe aber, dass es nach und nach besser wird und die Menschen dazulernen ... auch, dass sie nicht nur Überschriften glauben. :thumbsup:




    Das ist mir alles zu viel Text ... Gibts nichts auf Youtube?
    https://youtu.be/D0Kg7n3ujn8
    Ich habe viele Berichte, Studien und Youtube-Videos geschaut. DAS ist das Beste.




    „Wasserstoff ist die Lösung !“
    Kurz und knapp: Ich glaube nicht. Warum nicht?

    • Weil die Energie-Effizienz von Wasserstoff genau so gering wie beim Benziner ist (rund 30%)
    • Weil die Akku-Technologie sich derart weiter entwickelt, dass der „CO2-Rucksack“ nur noch leichter wird
    • Weil die Errichtung von Wasserstofftankstellen im Vergleich zur Ladesäule immens komplexer und teurer ist.
    • Weil die verfügbaren Autos einfach noch wesentlich teurer als E-Autos sind und das Angebot nicht ansatzweise so wächst wie beim E-Auto
    • Weil Wasserstoff halt nicht auf Bäumen wächst
    • Weil man das auch an den Handlungen der Politik ableiten kann. Der Fokus liegt bei Industrie und z.B. LKW-Verkehr




    „Ja, aber die E-Autos haben zu wenig Reichweite. Damit kann ich nicht am Stück in Urlaub fahren“
    Stimmt.




    Jetzt sag mal: Ist die „fehlende Reichweite“ nicht ein Problem für Dich“?
    Für mich: Nein.
    Für viele (These: >90%) sollte es auch keins sein.
    Warum?

    • Weil ich täglich nur 20km zur Arbeit fahre
    • Weil ich für längere Strecken den Zug nehme
    • Weil ich mit dem Mini SE eh keine weiteren Strecken > 300km fahren möchte.
    • Weil ich kein Problem damit habe, meine Fahrt zu planen und Ladestopps einzfügen
    • Weil ich mich nicht davor scheuen würde, für eine längere Fahrt ein Auto zu mieten

    Für alle anderen: Die Akku-Technik entwickelt sich weiter. Vielleicht liegt Eure Lösung ja nicht so weit in der Zukunft. Andernfalls gibt es noch genügend andere Alternativen.




    Ich möchte aber jetzt nicht vom Verbrenner auf das E-Auto umsteigen!
    Das ist auch vollkommen okay. Wer noch einen guten Benziner/Diesel hat, der braucht nicht jetzt umsteigen. Der CO2-Rucksack eines E-Autos ist dafür einfach zu groß.




    Für die Herstellung der Akkus wird Lithium verwendet und das ist zu selten!
    Stimmt nicht.
    Aktuell reichen 50% der Lithium-Reserven aus, um in alle Autos der Welt (ca. 1 Milliarde) einen 60kWh-Akku einzubauen.
    Kobalt ist knapper (siehe Kobalt-Frage).
    Aber auch hier: Die Akku-Technik entwickelt sich rasant weiter und wird effizienter. Das bedeutet neue Technologien und reduzierter Ressourcen-Einsatz




    Wegen dem Lithium-Abbau haben die Bauern in Bolivien kein Wasser für Ihre Felder !
    Stimmt nicht.
    „Lithium wird vorwiegend aus Salzwasser (Grundwasser, Salzseen) durch Verdunstung gewonnen. Selten ist die Gewinnung aus Gesteinen im offenen Tagebau.“ (Quelle aus Wikipedia)
    Mit Salzwasser können Bauern nichts anfangen. Betrachtet man aber auch mal google-Earth, dann sieht man, dass um die Anlagen herum keine Bauern sind. Diese sitzen nämlich höher an den Zuflüssen und nehmen von dort das Wasser.
    Die Grafik zeigt auch, dass nur rund 1/3 in die Batterie-Produktion fließen (wobei wir hier von allen Batterien reden, d.h. Auch Laptops, ...)
    Anwendung-Lithium.jpg




    Wegen „Eurem“ Kobalt müssen Kinder im Kongo schuften?
    Stimmt ... leider. Das Problem

    • haben wir aber nicht nur beim E-Auto sondern auch bei anderen Akkus (Smartphones, Laptops, u.a.)
    • muss global durch die Politik gelöst werden (mit Hilfe der Automobilkonzerne)

    Übrigens: Wer über Kinderarbeit im Kongo wegen Kobalt den Finger hebt, der sollte ihn auch beim Thema Kleidung heben. Viele Kleidungsartikel (Aldi, Lidl, KiK, Takko, ...) werden durch Kinderhände in Bangladesh erzeugt. Auch das ist nicht in Ordnung, aber man sollte nicht mit zweierlei Maß urteilen.
    Darüber hinaus gibt es bereits jetzt marktreife Techniken, mit denen kobaltfreie Batterien gefertigt werden. Experten schätzen, dass dies bereits 2025 soweit ist
    Erst kürzlich hat Tesla verkündet, dass sie die Entwicklung zur kobaltfreien Lithium-Eisenphosphat-Akkuzelle vorantreibt, die wenig bis gar kein Kobalt mehr braucht
    Übrigens: Kobalt wird zu 40% in Akkus und Batterien verwendet, nur 20% davon (d.h. 8% aus den 40%) entfallen auf die Elektromobilität
    Ein anderer Ansatz? Anbei ein netter Artikel mit vielen Infos




    Ja, aber die Akkus halten ja nicht lange?
    Stimmt nicht. Man darf NICHT den Vergleich zum Smartphone anstellen. Der wesentliche Unterschied ist nämlich, dass ein E-Auto ein BMS (Batterie-Management-System) besitzt, dass „die richtige Temperatur“ für den Akku regelt und damit dafür sorgt, dass der Akku viele Ladezyklen durchhält.
    Empirische Studien haben gezeigt, dass Akkus zwischen 2.000 und 3.000 Ladezyklen vertragen, bis sie nur noch 80% Leistungsfähigkeit haben (Ein Ladezyklus ist definiert mit „1x von 0 auf 100 aufladen“).


    Für den Mini Cooper SE bedeutet das beispielsweise bei 2.000 Ladezyklen, Reichweite: 200km —> 2.000 x 200 = 400.000km.
    Danach ist der Akku nicht tot, sondern er leistet vielleicht nur noch 180km Reichweite.




    Tja, spätestens bei der Entsorgung erlebt „ihr“ das blaue Wunder !!!
    Zum Thema Recycling gibt es die verschiedensten Theorien, weil es noch ein neues Feld ist und weil die Erfahrungswerte bestehen.
    Theorie 1: Die „ausgedienten“ Akkus dienen heute schon in ihrem „Second Life“ als billige stationäre Energie-Speicher und werden in der Produktion genutzt
    Theorie 2: Mehr als 60% kann recycled werden https://www.ingenieur.de/techn…troautos-recycelt-werden/
    Theorie 3: Es entstehen sogar noch positive Effekte https://www.erneuerbar-mobil.d…0II-LCA-Update%202016.pdf
    Meine Meinung: Das Feld Recycling bietet eine super interessantes Zukunfts-Thema, wo noch sehr viel Weiterentwicklungspotenzial gegeben ist.




    Ja, aber der Strom reicht nicht!!!
    ... ruhig bleiben und mal nüchtern angehen:
    Aktuell gibt es in Deutschland:

    Jetzt werden wir mal unrealistisch: Wenn nun ALLE 47 Mio PKWs plötzlich E-Autos wären, dann hätten wir einen Energie-Bedarf von rund 105 Terrawattstunden (TWh), d.h. 15% mehr, als wir heute produzieren. „Fast die Hälfte der nötigen Energie wird heute schon erzeugt. Sie wird nur nicht gebraucht. Im vergangenen Jahr verkaufte Deutschland 48 TWh Strom ins Ausland.“ (Quelle: https://www.wiwo.de/technologi…der-strom/20231296-2.html)
    Aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten (insbesondere bei Windrädern) verschenken wir sprichtwörtlich Optimierungsmöglichkeiten.
    Fazit: Bleiben wir lieber mal realistisch. Aber: Mit einer geringen 6-stelligen Zahl an zugelassenen E-Autos ist jetzt sicher ein guter Zeitpunkt, an notwendige Investitionen in das Stromnetz (Speicher, ...) zu denken.
    —> schönes Video dazu: https://youtu.be/lFq35dplzAY
    Hier gibts auch einen netten Text mit vielen Rechenbeispielen zum Thema



    Unser Strom-Netz hält das nicht aus!
    Fun Fact vorab: Wenn alle Fön-Besitzer zum Trocknen ihrer Haare gleichzeitig den Fön anschalten würden, dann würde bereits heute das Netz zusammenbrechen.
    Aber 1: Das ist unrealistisch und genauso unrealistisch ist es, dass ALLE E-Autos gleichzeitig laden
    Aber 2: Mit einer geringen 6-stelligen Zahl an zugelassenen E-Autos ist jetzt der Zeitpunkt, an notwendige Investitionen in das Stromnetz zu denken.


    Gibts eigentlich auch negative Punkte an E-Autos?
    Ja, bestimmt ... bestimmt auch sehr viele, die jetzt nicht auf dem Schirm hatte.
    Einer der wichtigsten ist der sogenannte psychologische Rebound-Effekt, den man aus Untersuchungen in Norwegen herausgefunden hat.
    Das E-Auto gilt als umweltfreundlich. Verbunden mit dem hohen Anschaffungspreis hat dies dazu geführt, dass die Nutzung des ÖPNVs um 82% gesunken ist, sobald der Umstieg vollzogen wurde.
    DAS darf nicht passieren (siehe auch meine Vorworte oben), das liegt an uns allen (und an den zu setzenden Anreizen)
    http://www.upi-institut.de/UPI79_Elektroautos.pdf




    Gibts noch weitere schöne Artikel zum Nachlesen?
    Ja:
    https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/downloads/T%26E’s%20EV%20life%20cycle%20analysis%20
    https://taz.de/!171415/
    LCA.pdfE-Auto - Vorurteile im Faktencheck bei Nextmove
    Spiegel-Studie: „ Elektroautos verursachen deutlich weniger CO₂ als bisher angenommen“ Danke @Logan5



    Aber Elektroautos verpesten die Umwelt!
    Ja, aber weniger als andere Antriebsformen.
    Wollt ihr wissen, was Umweltverschmutzung ist?
    https://de.wikipedia.org/wiki/…katastrophe_im_Nigerdelta
    https://www.tagesschau.de/ausl…achter-mauritius-101.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Exxon_Valdez




    E-Autos brennen häufiger bzw. heftiger!
    Nein


    „Beim klassischen Verbrennungsmotor gelten 90 Fahrzeugbrände pro einer Milliarde gefahrener Kilometer als normal. Rechnet man sechs abgebrannte Teslas auf ihre 3 Milliarden zurückgelegten Kilometer um, kommt man auf nur zwei Brände pro einer Milliarde Kilometer.“ (Quelle: autorevue.at/ratgeber/statistik-brennen-elektroautos)
    [/spoile

  • ... bissi viel Text :love: ... hat Spaß gemacht.


    Ich hab vor, den ersten Post hier leben zu lassen, damit Neulinge Argumentationshilfen haben und wir vielleicht auch immer mal wieder Fakten nachlesen können.


    Problem mit Fotos ist gelöst :)


    Wichtig:
    Wenn ihr Fragen / Hinweise / gute Berichte oder Sonstiges dazu habt —> einfach hier posten. Ich aktualisere das Ganze gerne.
    Nochmal: Wenn ihr Berechnungen wollt —> einfach melden.

  • Zwei Neuerungen in den FAQs (hatte ich vergessen :whistling: )


    Gibts eigentlich auch negative Punkte an E-Autos?
    Gibts noch weitere schöne Artikel zum Nachlesen?
    Aber Elektroautos verpesten die Umwelt!

  • @Logan5 Ich hab übrigens eine Quelle für die reinen CO2-Produktionskosten gefunden ... Defensiv gehen dran, dass sie dem Verbrenner 500kg (und damit 4,5t) geben, während der BEV bei 4t ist. Im Artikel sprechen sie aber auch davon, dass 20% weniger CO2 resultiert. Wie dem auch sei: ich hab die 4,5t bzw. 4t genommen

  • @YOSHI24


    Vielen Dank für Deine Recherchen und Ausführungen.


    Top gemacht.


    LG
    Michael

    PV 1: 36 * SW 165 C, 2 SMA SunnyBoy 2500 seit 2004 | PV 2: 98 * SW 155 Compact Mono black, 1 SMA Sunny Tripower 10000 TL seit 2012 | Heizung: Ochsner GMLW 14 plus
    Beste Grüße vom Feger Michi - unser F54 S ist unser letzter Verbrenner Neukauf gewesen | Aktuell: Skoda Enyaq iV 80 und mein flat-six Cabrio aus Zuffenhausen

  • @YOSHI24 sehr schön gemacht, großes Lob dafür :) Ich finde es wirklich toll, dass sich da jemand mal ernsthaft damit beschäftigt und auch wirklich recherchiert. Das nervt mich nämlich immer etwas bei vielen "Möchtegern"-News-Seiten oder Youtubern. Da wird sich häufig völlig unrefektiert auf irgendwelche Zahlen gestürzt, ohne irgendwie zu prüfen oder zu recherchieren ob das so stimmt bzw. wie die zustande kam oder wie die ermittelt wurden. Das gilt übrigens für die verbrennerfreundlichen Seiten/Youtuber wie auch für die E-Auto freundlichen. Das finde ich immer sehr schade und m.E. nach auch fahrlässig, da die oft eine große Masse ansprechen, die das wiederrum unreflektiert so aufnehmen und weitergeben. Insbesondere den Youtubern geht es da glaube ich eher um Klicks und deshalb um möglichst einprägsame Zahlen, die dann als Fakten verkauft werden. Der Aufwand dafür soll aber möglichst gering sein. Von daher finde ich es wirklich lobenswert, dass du dir die Zeit für die ganzen Recherchen genommen hast :thumbup:

    Wenn ich mich mit manchen Menschen aus meinem Bekanntenkreis und/oder Familie über die Elektromobilität unterhalte, dann treffe ich oft auf Fehlinformationen, fehlendes Wissen und Vorurteile.


    „Ja, aber der Akku verbraucht so viel CO2, damit kann ich locker einen Verbrenner lebenslang fahren“ ... ist dabei Argument, das durch diverse Medien-Berichte und der sog. „Schweden-Studie“ ausgelöst wurde (auf diese und andere Missstände gehe ich im Abschnitt „FAQ/Sonstiges“ noch näher ein).

    Ich glaube so geht es jedem E-Fahrer, ging mir nicht anders. Glücklicherweise war die Kritik nach dem ersten Mal fahren/mitfahren komplett verstummt ^^ Zum Teil finde ich es aber einfach nur extrem heuchlerisch, wenn da im Bekanntenkreis irgendwelche Kurzstrecken-SUV-Fahrer, die sich bislang einen feuchten Dreck um Nachhaltigkeit oder Naturschutz gekümmert haben, einen als "Umweltsau" hinstellen wollen, weil man sich ein kleines und sparsames E-Auto gekauft hat. Ich meine geht's eigentlich noch?! Das machen die doch sicherlich nur, um sich das schlechte Gewissen auszureden.


    Überraschend finde ich, dass im Vergleich zum Verbrenner nur 0,5 t eingespart werden. Da hätte ich deutlich mehr gedacht, da ja z.B. auch der Motor kleiner ausfällt und das Getriebe komplett wegfällt. Aber allgemein finde ich deinen Ansatz gut, immer mal vom worst-case-Szenario auszugehen. Das ist eigtl. auch überall mein Motto "Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste" :D


    An der Excel-Datei hätte ich durchaus Interesse :) Dann könnte ich auch mal nachrechnen, müsste aber vorher noch etwas recherchieren und ggf. die Datei anpassen, da ich mit dem SE ein Gasauto abgelöst habe.

  • die sich bislang einen feuchten Dreck um Nachhaltigkeit oder Naturschutz gekümmert haben, einen als "Umweltsau" hinstellen wollen

    So geht es mir fast täglich - wenn ich jemanden erzähle, dass ich Veganer bin. Dann heißt es "ja, aber, du fährst doch auch in den Urlaub und benutzt Plastik und ..." - so als ob Veganer barfuß im Wald rum rennen müssten.
    Und selbst ist einem alles egal.