Verbrauch MINI MINI Cooper SDALL4 Countryman

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Verbrauch MINI MINI Cooper SDALL4 Countryman

      Hallo Forum,

      ich mache mal meinem Unmut Luft.

      Der MINI Cooper SDALL4 Countryman Automatik ist ein tolles Auto. Ich mag ihn sehr. Aber die Spritverbrauchslogik gem. Werbung von Mini ist mir ein Rätsel bzw. m.E. völlig aus der Luft gegriffen. Auf der Mini-Seite
      lese ich für den SD All4:


      4,9 - 4,8

      l/100 km (kombiniert)

      Ich habe nun bei absolut langweiliger Fahrweise im MODUS "green" def. 7,2 l/100 KM verbraucht. Wie kommen Mini auf die o.a. Werte? Schieben die das Fahrzeug zwischendurch, wenn Sie den Verbrauch testen? Ich finde nach wie vor, das geht gar nicht. Vor allem, wenn Leute auf Basis dieser Werte das Fahrzeug kaufen. Eine Abweichung i.H.v. 2,0 bis 2,2l ist völlig daneben.

      Man kann die Frage stellen, was in diesem Zusammenhang eine maßgebliche Abweichung ist. Für mich ist eine Verbrauchsabweichung i.H.v. ca. 2,0 bis 2,2 l/100 Km und das im Modus "green" def. maßgeblich. Die MINI-Kundenbetreuung riet mir, mich an den MINI Partner vor Ort zu wenden. Ein Witz. Im Ergebnis wurde mir dort gesagt, dass das völlig i.O. sei. Machen könne man da gar nichts.

      Dort steht man einer Abweichung i.H.v. fast 50 % zu dem im Prospekt/Website angegebenen Verbrauch völlig entspannt gegenüber. Technischer Eingriff lt. Kundendienstberater vor Ort sei sowieso nahezu unmöglich, da die Vorgaben in der Regel von BMW (Ingenieure) kommen und per Software eingespielt werden. Manuelles Einstellen des Vergasers, etc. sei heute eher nicht mehr möglich.


      Es bleibt für mich unverständlich, dass die Autokonzerne immer noch mit solchen Laborwerten in die Werbung gehen dürfen. Und das bei all' den Skandalen, die wir in letzter Zeit dazu hatten. Außerdem meine ich zu erinnern, dass der Verbrauch heute gar nicht mehr unter den alten Laborbedingungen ermittelt werden darf.


      Seit 1. September 2018 müssen die Autohersteller alle Typen nach WLTP zer­tifizieren. Das heißt: Jeder Neuwagen-Typ, den Sie heute bei Ihrem Händler kaufen können, hat einen Test auf dem WLTP-Prüfstand hinter sich. Also: Nicht genau Ihr Neuwagen, aber ein Fahrzeug mit der glei­chen Motor-Getriebe-Kombination. WLTP heißt in der Langform: Worldwide Harmo­nized Light Vehicles Test Procedure. Dieser Test-Zyklus dauert für jedes Auto 30 Minuten. In dieser Zeit simu­liert der Prüfstand eine Fahrt in der Stadt, über Land und auf der Auto­bahn. Das Auto beschleunigt auf Rol­len auf bis zu 131 km/h, bremst und beschleunigt.

      Das mal für alle Käufer, die sich auf den Verbrauch lt. Prospekt verlassen.

      ""

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dawred ()

    • Dawred schrieb:

      Das mal für alle Käufer, die sich auf den Verbrauch lt. Prospekt verlassen.

      Dann solltest Du ggf. Ausstattung und Fahrprofil ergänzen,
      damit es einschätzbar ist...

      Schalter, Automat, Schiebedach, Räder, Runflat, usw macht
      einen nicht unerheblichen Unterschied, analog dazu Fahrprofil.

      Spritdiskussionen sind herausfordernd. Der Gasfuß spielt
      auch eine Rolle. Interessantes Gegenbeispiel ist und
      bleibt @Pietsprock:

      Project one M: 1.000.000 Kilometer im MINI - Pietsprocks' Nemo

      Wenn man schaut, was vergleichbare F56 CooperD
      verbrauchen, dann ist klar, welche Spanne es gibt:

      Verbrauch Diesel F56 F55 F57: CooperSD, CooperD und OneD

      Analog gilt dies für den F60 auch. Dennoch viel Spaß :2352:
      Unter Umständen klärt sich auch noch Etwas...

      Strahlung ist: Mit anderen Bekloppten noch bekloppter zu sein, als man selbst schon ist.
      Til Schweiger: „Du tust mir nicht gut. Geh weg!“
    • den Verbrauch kann ich bestätigen, wobei der spritverbrauch sehr von der gedchwindigkeit abhängt.

      Durschnitt auf 25000km bin ich jetzt bei 7,1 l, wobei ich starke untrrdchiede wahrnehme

      Ein paar beispiele:

      1. Autobahn tempomat 155 km/h brauche ich 8 l, bei 110 km/h nur ca.5,8l auf die selbe strecke von ca. 45km.

      2.Steht das auto in der garage braucht es im winter bei rund 0 grad aussentemperatur für strecke kindergarten und zurück(rund 30km) fast 0,5l weniger und dann obwohl die fahrzeit bei 35min liegt.

      Mein fazit ist daher dass auto vom luftwiederstand sehr schlecht ist und schnell fahren ein wesentlich höheren spritverbrauch benötigt (macht dafür mehr Spass)

      Der motor sehr empfindlich auf kälte ist im bezug auf spritverbrauch.

      Zum vergleich braucht meine frau mit ihrem clubmann cooper d aut (150 ps) ohne allrad um über 1 liter weniger auf diese strecken.

      Für mich sind die angaben in den prospekten zwar iditotisch, ist aber bei mir auch keine kaufentscheidung gewesen und mit zwei liter mehr habe ich eh immer gerechnet.
      Lg
      Andi

    • Dawred schrieb:

      ...
      Das mal für alle Käufer, die sich auf den Verbrauch lt. Prospekt verlassen.

      Das tut doch wohl Niemand. Das ist die Diskrepanz zwischen Labor und Strasse.

      Hier würde ich rein rechnerisch auf rd. 46% Abweichung kommen.

      theicct.org/news/EU-abweichung-kraftstoffverbrauch-anstieg

      Die Studie ist jetzt rd. 1 Jahr alt, dabei ist das ICCT eine Umweltorganisation, also nicht ganz unvoreingenommen. Das Ergebnis entpricht aber auch meiner realen Erfahrung. Es ist zu erwarten, dass die Diskrepanz durch die neuen Testverfahren seit 09.18 wegen des etwas höheren "Laborverbrauchs" etwas geringer werden wird.

      >>Der reale Kraftstoffverbrauch neuer Pkw liegt heute durchschnittlich um 42 Prozent höher als der von den Fahrzeugherstellern angegebene Testverbrauch. Auf Autofahrer kommen damit Mehrausgaben für Sprit in Höhe von rund 400 Euro pro Jahr zu. Die Kluft zwischen offiziellem und tatsächlichen Verbrauch ist dabei so groß wie noch nie: Noch vor zehn Jahren betrug die Differenz zwischen dem von den Herstellern veröffentlichten und dem real gemessenen Verbrauch nur etwa 15 Prozent. Gleichzeitig gibt es erste Anzeichen dafür, dass sich der jährliche Anstieg der Diskrepanz verlangsamt.<<
    • Zunächst mal ist eine Umweltorganisation nie unvoreingenommen, sondern exakt das Gegenteil...

      Die Verbrauchstest der Umweltorganisationen sind ja inzwischen von Fachleuten auch analysiert worden und es wurde festgestellt, dass deren Testfahrer die Wagen „unter aller Sau“ prügeln, um ja einen hohen Verbrauch zu haben...

      Ich verlasse mich da mehr auf den Breitentest durch die FahrerInnen selber und jeder kann bei Spritmonitor selber schauen, wie sein Modell bei ganz normalen FahrerInnen abschneidet...

      Im Fall meines Modells liegt der Schnitt aller FahrerInnen um 25 % über der Herstellerangabe, wobei ich selber 22 % drunter liege und der Höchste 68 % drüber - letzterer sagt aber, dass es total ok ist, da seine Fahrweise und Streckenprofil entsprechend ausschaut...

      Mit meinem fast 19jährigen Kilometermillonär liege ich übrigens 26 % unter der Herstellerangabe, also so dramatisch hat sich da nichts verändert


      Grüße
      Peter

      Dateien
    • Pietsprock schrieb:

      Zunächst mal ist eine Umweltorganisation nie unvoreingenommen, sondern exakt das Gegenteil...

      Die Verbrauchstest der Umweltorganisationen sind ja inzwischen von Fachleuten auch analysiert worden und es wurde festgestellt, dass deren Testfahrer die Wagen „unter aller Sau“ prügeln, um ja einen hohen Verbrauch zu haben...

      Die Daten von Spritmonitor sind in den ICCT-Test eingeflossen, insgesamt 1,1 Mio. Fahrzeuge:

      >>Die Untersuchung beruht auf Daten von 14 unterschiedlicher Quellen: der Webseiten Spritmonitor.de (Deutschland), honestjohn.co.uk (Großbritannien) und Fiches-Auto.fr (Frankreich), Leasingfirmen wie LeasePlan (Deutschland), Travelcard (Niederlande), Cleaner Car Contracts (Niederlande und Belgien) und Allstar (Großbritannien), Automagazinen wie AUTO BILD (Deutschland), auto motor sport (Deutschland und Schweden), km77.com (Spanien), des Testinstituts Emissions Analytics (Großbritannien), sowie Messdaten des Fahrzeugclubs TCS (Schweiz).<<

      Ea ist spätestens seit Dieselgate kein Geheimnis, dass die Ergebnisse der Prüfstand-/Labortestzyklen nichts mit dem realen Verbrauch auf der Strasse zu tun haben.

      Es ist doch sogar häufig so, dass sich noch nicht einmal auf dem Prüfstand die Verbrauchswerte reproduzieren lassen, die laut Herstellerangabe erreichbar sein müssten.

      Aber erst dann, wenn sich noch nicht einmal auf dem Prüfstand die Verbrauchswerte aus dem Prospekt erzielen lassen, hat der Kunde die Möglichkeit gegen Hersteller und/oder Verkäufer vorzugehen.
    • ANZEIGE